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Wendorff-Weidt im Filmporträt

Rangsdorfer Künstlerin Wendorff-Weidt im Filmporträt

Die im Jahr 2000 verstorbene Rangsdorfer Künstlerin Ursula Wendorff-Weidt ist vor 18 Jahren filmisch porträtiert worden. Vor Kurzem tauchte das VHS-Band in Wendorff-Weidts Familie wieder auf. Elke Müller-Weidt machte sich auf die Suche nach Regisseurin Ursula Schmenger und Auftraggeberin Margitta Wünsche – am Wochenende präsentierten sie den Film im Rathaus.

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Regisseurin Ursula Schmenger im Gespräch.

Quelle: Foto: Andrea von Fournier

Rangsdorf. Die Ausstellung über die Künstlerin Ursula Wendorff-Weidt ist um ein Stück reicher: Ein etwa 30-minütiges Filmporträt ist in der Familie der Künstlerin aufgetaucht. Die aus Blankenfelde stammende Regisseurin und Drehbuchautorin Ursula Schmenger hat es 1997 geschaffen. In ihrem Beisein wurde das Porträt am Wochenende im Rangsdorfer Rathaus Freunden und Weggefährten der im Jahr 2000 verstorbenen Künstlerin gezeigt. Gerlinde Förster von der Gedok Brandenburg moderierte die Filmvorführung.

Elke Müller-Weidt hatte die VHS-Kassette mit dem Porträt gefunden und sich über die schlechte Qualität des Bandes geärgert. Um es zu restaurieren, suchte sie nach dem „Masterband“, das sie schließlich zu einer Eisenhüttenstädter Firma führte. Doch auch das hatte wegen des überholten technischen Standards keine viel bessere Qualität. Immerhin bekam Elke Müller-Weidt den Kontakt zur Filmemacherin Ursula Schmenger und zur Auftraggeberin des Porträts, Margitta Wünsche vom Kulturamt in Luckenwalde. Das Kulturamt wollte mit Kurzfilmen einst heimische Künstler vorstellen.

Bis heute eine innige Verbundenheit mit der Künstlerin

Das Filmporträt zeigt Ursula Wendorff-Weidt als Künstlerin und Mensch, als Naturliebhaberin mit märkischen Wurzeln, Ehefrau eines Tänzers und Choreographen und Mutter zweier Söhne. Mancher im Saal erinnerte sich wieder lebhaft an die Frau, die leichten Schrittes mit Skizzenblock unter dem Arm zum Weidenweg oder an den Rangsdorfer See ging. Ursula Schmengers Erzählungen aus der Zeit des Filmprojekts beeindruckten die Gäste im Rathaus. Die Regisseurin war während der Dreharbeiten mit der Malerin im Feld, im Atelier und in ihrem Haus zusammen. Bis heute fühle sie eine innige Verbundenheit mit ihr, sagte Ursula Schmenger.

Im Filmporträt zeigt sie, wie Aquarelle unter dem Pinsel von Ursula Wendorff-Weidt entstanden. Dabei war es der Künstlerin wichtig, die Atmosphäre nach Jahres- und Tageszeit oder Wetter einzufangen. Nur ein Hauch Farbe in weiß-grau-Schattierungen reichte, um die damals brüchigen Kopfweiden am Ortsausgang nach Groß Machnow im Schnee zu komponieren. Charakteristisch für die Werke Wendorff-Weidts sind Wolkenstimmungen über Feldern. Keramiken fertigte sie selten aber gern, zum Beispiel für die Blankenfelder Kita, die Ursula Schmengers Kinder damals besuchten. Ihr Film ist ein berührendes und aussagekräftiges wie auch menschliches und künstlerisches Zeitdokument.

Von Andrea von Fournier

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