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Teltow-Fläming Wenig Flächen, hohe Preise
Lokales Teltow-Fläming Wenig Flächen, hohe Preise
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00:40 09.03.2018
Carola Prokopp (l.) und Amtsleiterin Anett Thätner (r.) stellen die Bodenrichtwertkarte vor. Mittlerweile ist alles digitalilsiert. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Die Bodenpreise im Berliner Umland sind im vergangenen Jahr um bis zu 140 Prozent gegenüber 2016 gestiegen. Aber auch im so genannten „weiteren Metropolenraum“ stiegen die Preise für noch unbebautes Bauland um immerhin bis zu 123 Prozent. Den Grund dafür nennt Antett Thätner, Leiterin des Kataster- und Vermessungsamtes der Kreisverwaltung Teltow-Fläming: „Die Flächen werden knapp und die Preise schießen in die Höhe.“

In Ludwigsfelde gingen die Preise durch die Decke

Geradezu durch die Decke gingen die Preise im vergangenen Jahr in der Potsdamer Straße in Ludwigsfelde. Hier erreichte die Bodenrichtwertzone einen Quadratmeterpreis von 260 Euro. 2016 waren es noch 190 Euro. Gefolgt wird dieser Spitzen-Bodenrichtwert in Mahlow-Waldblick, der sich mit seinen 250 Euro gegenüber dem Vorjahr aber nicht mehr gesteigert hat. Dennoch: „Die näher rückende Eröffnung des BER hat keine negativen Auswirkungen auf die Grundstückspreise“, bilanziert Carola Prokopp, Geschäftsstellenleiterin des Gutachterausschusses. Dieser legt jedes Jahr die Bodenrichtwerte aufgrund der getätigten Käufe beziehungsweise Verkäufe des Vorjahres fest.

Zunehmende Einwohnerzahlen, fehlende Flächenangebote

Zu beobachten ist auch, dass aufgrund der zunehmenden Einwohnerzahlen und fehlenden Flächenangeboten auch die Bodenrichtwerte in der so genannten „zweiten Reihe“ reagieren, wie in Zossen, Trebbin, Am Mellensee. Besonders die gute verkehrstechnische Anbindung und Infrastruktur zieht den Anstieg der Bodenrichtwerte um rund zehn bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach sich.

Und wo keine deutlichen Steigerungen zu verzeichnen sind, zeigen sich die Bodenrichtwerte zumindest stabil bis leicht steigend, auch in ländlichen Gemeinden wie Nuthe-Urstromtal und Niedergörsdorf.

Weiterer Ring dehnt sich um die Metropole aus

„Seit wenigen Jahren ist zu beobachten“, so Anett Thätner, „dass sich hinter dem Berliner Ring ein weiterer Ring ausdehnt.“ So würden sich die Käufe und Verkäufe von bebauten wie unbebauten Flächen zunehmend auf Luckenwalde und Jüterbog konzentrieren. Auch immer mehr Sprenkel erscheinen auf der digitalen Richtwertkarte auf ihrem Computerbildschirm.

Die kann übrigens jeder sehen, der www.boris-brandenburg.de in seinen Computer eingibt. Auf dieser Internetseite kann man gezielt nach den Bodenrichtwerten der Gegenden suchen, für die man sich interessiert. Insgesamt registrierte das Kataster- und Vermessungsamt 2017 fast 2600 Grundstücksverkäufe.

Verkaufszahlen stiegen zum Jahresbeginn weiter

Und auch diese Zahl dürfte nochmal gesteigert werden. So seien im Januar diesen Jahres schon 20 Käufe mehr zu verzeichnen gewesen als im Januar 2017. „Ich frage mich“, so Carola Prokopp, „wo all die Flächen hergenommen werden.“ Eine Erklärung liefert sie aber gleich mit. „Die Grundstücke werden oft parzelliert und einzeln weiterverkauft.“

Ausgewählte Bodenrichtwertzonen

Mahlow: Waldblick: 250 Euro/2017: 250 Euro, Wohnpark (WP) Waldblick 220/220, WP Roter Dudel 220/180, Roter Dudel 230/170, Musiker-WP 210/170, WP Kienitz 210/90.

Großbeeren: WP Kleinbeeren 200/125, WP Trebbiner Str. 200/155

Ludwigsfelde: Zentrum 220/200, Potsdamer Str. 260/190, WP Ahrensdorfer Heide 230/170, WP Alte Potsdamer Str. 210/120.

Rangsdorf: WP Stadtweg N. 170/170, Stralsunder Allee 170/140.

Zossen: WP Nord-Ost 110/75, Stubenrauchstr. 80/50, Dabendorf 80/50.

Mellensee: Ort 60/40.

Trebbin: Thyrow 110/85, Beelitzer Str. 70/45.

Luckenwalde: Poststraße 60/45.

Nuthe-Urstromtal: Stülpe 20/12.

Baruth: Ort 40/25

Jüterbog: WP Lokstadion 70/65.

Dahme: Süd 20/15.

Von Hartmut F. Reck

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