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Teltow-Fläming Wenig Probleme dank guter Gehölzpflege
Lokales Teltow-Fläming Wenig Probleme dank guter Gehölzpflege
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00:19 14.10.2017
Frank Vogel ist Sachbearbeiter im Umweltamt des Landkreises Teltow-Fläming und dort für die Verbandsschauen und die Gewässerunterhaltung zuständig. Quelle: Peter Degener
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Lichterfelde

Die letzte Gewässerschau des laufenden Jahres im Einzugsbereich von Nuthe und Nieplitz ist am Dienstag in Niederer Fläming durchgeführt worden. Die Verantwortlichen des Kreises und des Wasser- und Bodenverbands Nuthe-Nieplitz sind sich einig, dass im Süden von Teltow-Fläming keine größere Probleme an den Gewässern existieren.

„Bis auf den Sturm vorige Woche war das Jahr nicht herausragend. Durch die regelmäßige Unterhaltung hat ,Xavier‘ bei uns keine gravierenden Schäden angerichtet. Wir haben wenige Störmeldungen“, sagt Lars Kühne, Geschäftsführer des Verbands.

Lars Kühne ist der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Nuthe-Nieplitz. Quelle: Peter Degener

„Die Nuthe liegt voll“ sagt der Geschäftsführer des Verbands

Er hat bei dieser Aussage allerdings nur die sogenannten Gewässer 2. Ordnung im Blick, beispielsweise Entwässerungsgräben. Mit der dortigen Gehölzpflege der letzten Jahre sei Kühne gerade nach „Xavier“ zufrieden. „Wegen des Sturms haben wir zu tun, besondere Schwerpunkte gab es aber nicht, denn größtenteils stehen an diesen Gewässern vernünftige Gehölze“, sagt Kühne.

Kritischer sieht es an Nuthe und Nieplitz – den Gewässern 1. Ordnung – selbst aus. Darauf angesprochen bleibt Kühne schmallippig. „Schauen Sie es sich doch an: Die Nuthe liegt voll“, sagt er und spielt auf die morschen Pappeln auf 36 Flusskilometern an, die beim Sturm viel Holz verloren haben. Jahrelang wurde dieses Problem trotz Warnungen durch das Land Brandenburg vernachlässigt. In diesem Sommer wurde es akut und ein Betretungsverbot für Landesbedienstete ausgesprochen. Seitdem konnte der Verband dort nicht arbeiten.

In Treuenbrietzen hatte es beinahe einen Dammbruch gegeben

Ähnlich kritisch sieht es an der Nieplitz in Treuenbrietzen aus, wo es am Donnerstag beinahe einen Dammbruch gegeben hatte. Dort waren gesunde, große Pappeln im Sturm umgestürzt und haben Risse im Damm verursacht. „Das hätte nicht sein müssen“, sagt Kühne, will sich aber nicht weiter äußern.

„Dass es jetzt trotz des Sturms insgesamt wenig Aufwand für den Verband gibt, spricht für die gute, kontinuierliche Gehölzpflege über Jahre hinweg“, resümiert auch Frank Vogel vom Umweltamt des Kreises am Ende der Gewässerschau, „wir schätzen die Arbeit des Verbands als sehr gut ein. Auch die Zusammenarbeit zwischen Verband und den Kommunen ist gut.“

Erhöhter Kontrollaufwand wegen Totholz an der Nuthe

Selbst die Nuthe sei – von den kritisierten Pappeln abgesehen – in den vergangenen Jahren „komplett gut unterhalten“ worden, so Vogel. Bei den Starkregenereignissen des Sommers, als bis zu 120 Liter pro Quadratmeter fielen, habe es keine Abflussprobleme gegeben. Ob das nach der fehlenden Entkrautung im Sommer noch lange so bleibt, will Vogel nicht spekulieren.

Es habe seitdem „einen erhöhten Kontrollaufwand“ an den Wehranlagen gegeben, um Totholz schnell zu entfernen. Damit werden Kühnes Mitarbeiter noch eine Weile beschäftigt sein. Bis Jahresende sollen alle Gewässer entkrautet sein, damit sich der Verband wieder der langfristigen Gehölzpflege widmen kann.

Im Süden gibt es rege Beteiligung an den Gewässerschauen

Regelmäßig werden Vogel und Kühne bei den Gewässerschauen auf lokale Problemfälle angesprochen. Ende September wurde in Luckenwalde der Unrat an innerstädtischen Gräben thematisiert. „Das ist auch die Gelegenheit für die Bürger sich zu äußern. Gerade die Einwohner im Süden des Kreises sind da vorbildlich. Hier kommen immer die Ortsvorsteher mit ihren Anliegen zu den Schauen“, lobt Vogel.

So wurde am Dienstag auf Bitten des Hohengörsdorfer Ortsvorstehers Roland Mihatsch ein Blick auf den Dorfteich und einen angeschlossenen Graben geworfen, der mittlerweile zugewachsen ist. Kühne versprach schnelle Abhilfe, um den Abfluss zu gewährleisten.

Von Peter Degener

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