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Wenige Selbsthilfegruppen sind geblieben

Jüterbog Wenige Selbsthilfegruppen sind geblieben

Die Jüterboger Selbsthilfekontaktstelle „Fläming“ existiert seit 25 Jahren. Doch nur wenige Gruppen von Kranken oder deren Angehörigen treffen sich mittlerweile in den Räumen im Zentrum Jüterbogs. Die Betreuer laden deshalb neuerdings auch Gesunde zum Austausch ein.

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Doreen Jape (l.) und Gudrun Henze vor der Kontaktstelle.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Die Jüterboger Selbsthilfekontaktstelle „Fläming“ ist in diesen Tagen 25 Jahre alt geworden. Über 23 Jahre davon war Gudrun Henze die erste Ansprechpartnerin in der Kontaktstelle, bevor sie selbst aus gesundheitlichen Gründen aufhörte. Seit Februar koordiniert Doreen Jape die Kontaktstelle und betreut mit zwei ehrenamtlichen Helferinnen die Gruppen.

Fünf SHG mit 48 Mitgliedern

Zum Jubiläum fällt das Fazit der beiden gemischt aus. Fünf Selbsthilfegruppen mit 48 Mitgliedern treffen sich heute regelmäßig in den Räumen des Treffpunkt „Jahresringe“ in der Mönchenstraße 44. Vor fünf Jahren gab es noch 14 Gruppen. Vor allem Menschen mit Osteoporose, Diabetis, Krebs und chronischen Krankheiten, sowie die Angehörigen von Demenzerkrankten suchen bis heute Austausch und Rat in der Gruppe oder informieren sich durch Vorträge, die Jape organisiert. Die Gruppen für Trauerbegleitung und Depression existieren seit Jahren nicht mehr. „Aber alle Menschen sind bei uns willkommen und vielen hilft der Austausch, selbst als Gäste in einer anderen Gruppe“, lädt Doreen Jape die Bürger ein.

Andere Info-Quellen für Krankheiten

Sie und Gudrun Henze sehen drei Gründe für den Rückgang der Nachfrage. „Heutzutage gibt es so viele Informationsquellen zu allen Krankheiten und andere Beratungsstellen wie die Volkssolidarität oder die Awo. Vor 25 Jahren waren wir fast die einzigen“, sagt Henze. Früher hätten auch mehr Ärzte ihren Patienten den Weg zu den Selbsthilfegruppen empfohlen.

Angst vor der fehlenden Anonymität

Das andere Problem ist die Lage der Kontaktstelle selbst. „Die neuen Räume sind zwar zentral und barrierefrei, aber wir sind eine Kleinstadt und die Menschen haben Angst gesehen zu werden, wenn sie zu uns kommen“, klagt sie. Wer dagegen den ersten Schritt hinein gewagt habe, komme meist wieder. Mit einem „offenen Frühstück“ will sie Menschen ermuntern, sich die Angebote anzuschauen und sich „auch ohne Krankheitshintergrund“ miteinander auszutauschen. Das gemeinsame Frühstück findet an jedem Dienstag von 9 bis 12 Uhr statt.

Von Peter Degener

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