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Weniger Brummis als befürchtet

Verkehrszählung in Großbeeren Weniger Brummis als befürchtet

Aufatmen in Großbeeren: Die Zahl der Lkws, die durch den Ort fahren, ist weniger stark gestiegen als erwartet. Das hat eine Verkehrszählung ergeben. Es war befürchtet worden, dass immer mehr Schwerlastwagen, die Ortsdurchfahrt wählen, um die Maut auf der Bundesstraße 101 zu sparen.

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An der Kreuzung in der Berliner Straße fand die Zählung statt.

Quelle: Gudrun Ott

Großbeeren. Der mautpflichtige Verkehr hat in der Berliner Straße in Großbeeren um 14 Prozent zugenommen. Für Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) ist das Ergebnis der Zählung eine gute Nachricht: „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Unsere schlimmsten Befürchtungen sind nicht eingetreten“, meint er.

Das Ingenieurbüro „Staadt-Plan Ingenieur“ hatte im Auftrag der Gemeinde die Vorher-Nachher-Untersuchung zur Verkehrsentwicklung in Großbeeren durchgeführt. Im Juni 2011 fand eine Verkehrszählung am Knotenpunkt Berliner Straße, Hauptstraße statt. Zwei Jahre später wurde hier wieder eine Zählung durchgeführt. An der Kreuzung steht inzwischen wegen der Erschließung des neuen Gewerbegebietes „Am Lilograben“ ein neuer Kreisverkehr. Insgesamt hat der Verkehr auf der Berliner Straße im Vergleich zum Jahr 2011 mit unter fünf Prozent nur sehr geringfügig zugenommen. Das hat die Untersuchung per Videokamera ergeben. Im Gegensatz dazu stieg der Verkehr in der Hauptstraße mit 16 Prozent deutlich an. Dies liege vor allem an der Erschließung des Gewerbegebietes, so das Gutachten.

Der Schwerverkehr wurde bei der Zählung gesondert ausgewertet. Einmal gibt es Zahlen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen, zu denen auch Busse zählen. In der Berliner Straße wurde eine Zunahme um 30 Prozent verzeichnet, in der Hauptstraße um 67 Prozent. 38 Prozent der Zunahme des Schwerverkehrs sei durch die Anfahrt der Industriezone „Am Lilograben“ verursacht, heißt es in der Analyse.

Lastwagen mit über zwölf Tonnen müssen Maut bezahlen. Im Schnitt wurden in der Berliner Straße in 24 Stunden 25 schwere Fahrzeuge mehr gezählt als 2011. Das entspricht dem Anstieg von 14 Prozent. Diese Zunahme sei nicht alleine der im vorigen Jahr eingeführten Maut-Pflicht auf der B101 zuzuschreiben, lautet die Bewertung. Sie hinge vorwiegend mit der Ansiedelung weiterer Betriebe und dem wirtschaftlichen Aufschwung zusammen. Dies glaubt auch Bürgermeister Ahlgrimm. Großbeeren liege auf dem Weg zur Landesstraße 76 nach Blankenfelde-Mahlow und L 40 Richtung Diedersdorf. „Für mich ist die Zunahme des Schwerverkehrs deshalb vertretbar“, sagt Ahlgrimm.

Von Aglaja Adam

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