Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Gesundheitsamt sieht keine große Zeckengefahr
Lokales Teltow-Fläming Gesundheitsamt sieht keine große Zeckengefahr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 09.07.2018
Zwischen März und Oktober lauern wieder Zecken im hohen Gras. In der Region Dahmeland-Fläming sind ihre Bisse jedoch meistens ungefährlich. Quelle: dpa
Anzeige
Dahmeland-Fläming

Sommer ist Zeckenzeit. Vor allem in naturbelassenen Wiesen mit hohen Gräsern warten die kleinen Milbentiere darauf, dass jemand vorbei läuft und sich einen Blutsauger abstreift. Zecken können Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen und sollten möglichst schnell vom Körper entfernt werden.

Weniger Krankheiten durch Zeckenbisse

In der Region Dahmeland-Fläming geben die Gesundheitsämter jedoch vorläufig Entwarnung: In diesem Jahr wurde in den Landkreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald bislang noch kein Fall von FSME gemeldet und auch die Fälle von Borreliose sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr in beiden Landkreisen zurückgegangen. Gab es im Jahr 2017 in Teltow-Fläming noch 113, in Dahme-Spreewald 131 gemeldete Borreliose-Erkrankungen durch Zeckenbisse, sank die Zahl in den ersten sechs Monaten diesen Jahres auf 28 (Teltow-Fläming) beziehungsweise 50 (Dahme-Spreewald). Die Hauptsaison für Zecken ist zwischen März und Oktober.

Region kein Gefahrengebiet

„Man kann nicht sagen, dass wir in diesem Jahr einen besonderen Zeckensommer erleben“, sagt Hans Floss, leitender Facharzt Hygiene und Umweltmedizin im Gesundheitsamt Teltow-Fläming. Grundsätzlich bestünde die Gefahr eines Zeckenbisses im Sommer zwar überall, die Region Dahmeland-Fläming gehöre aber nicht zum FSME-Risikogebiet.

In den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming hat es in den vergangenen zwei Jahren nur einen einzigen Fall von FSME gegeben, der den Behörden bekannt ist. Laut dem Robert-Koch-Institut besteht eine erhöhte Gefahr, sich mit FSME-Viren zu infizieren, vor allem im gesamten süddeutschen Raum, sowie in Teilen des Saarlands, in Hessen und im südöstlichen Thüringen.

Lieber geschlossene Kleidung tragen

Zu sicher sollten sich Naturfreunde im Dahmeland-Fläming allerdings trotzdem nicht fühlen. Hans Floss rät vor allem bei Kindern, die viel in der Natur spielen, jeden Abend die Haut nach Zecken abzusuchen. „Zecken bevorzugen weiche und dünne Hautstellen wie zum Beispiel die Kniekehlen oder den Leistenbereich“, erläutert er. Wer viel im Wald oder in hohen Wiesen unterwegs ist, sollte daher lieber lange Hosen und geschlossene Schuhe tragen.

Auch das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald mahnt: Je länger ein Zeckenbiss unbemerkt bleibt, desto größer werde die Gefahr, dass Bakterien oder Viren aus dem Zeckenspeichel auf den Menschen übertragen werden.

Durch die große Hitze und die anhaltende Trockenheit in der Region seien die Zecken derzeit allerdings etwas weniger aktiv, heißt es aus dem Gesundheitsamt.

Wenn die Zecke gebissen hat

Falls eine Zecke doch mal zugebissen hat, müsse man deshalb aber nicht gleich zum Arzt gehen, sagt Hans Floss. „Mit einer spitzen Pinzette oder einer Zeckenzange lassen sich die kleinen Tiere in der Regel gut aus der Haut ziehen“, so Floss.

Wichtig ist, die Stelle, an der die Zecke gebissen hat, gut zu desinfizieren und noch einige Tage lang zu beobachten. Nur, wenn nach dem Zeckenbiss ein großer roter Fleck oder andere Beschwerden auftreten, sollte man ärztlichen Rat suchen.

Es ist nicht ratsam, Zecken mit dem bloßen Finger zu zerdrücken, da so ein direkter Hautkontakt mit den Körperflüssigkeiten des Tieres entstehen kann. Auch auf diesem Wege können Krankheiten übertragen werden.

Borreliose verläuft laut Angaben des Robert-Koch-Instituts in den meisten Fällen ungefährlich. Die ringförmige Hautrötung und gelegentliches Fieber oder Muskelbeschwerden können gut behandelt werden. Gegen FSME gibt es sogar einen Impfstoff. Beide Krankheiten sind nicht ansteckend.

Von Jonas Nayda

Von der grauen Mauer am Familienzentrum in Altes Lager ist inzwischen nichts mehr zu sehen. Nach eineinhalb Wochen Arbeit, wurde das Kunstwerk von Frank Beutel eingeweiht.

08.07.2018

Die Region um Jüterbog eignet sich für Tagesausflüge mit dem Rad oder mit Inline-Skates. Der Rundkurs 3 bietet dabei neben Natur und geraden Strecken auch einen Abstecher ins Mittelalter. Wir haben das mal ausprobiert.

08.07.2018

Der Deutsche Bauernverband lud zum Erntestart am Donnerstag zu einer Pressekonferenz auf ein Feld bei Christinendorf. Die Ausfälle sind witterungsbedingt enorm, in Brandenburg und TF noch stärker.

08.07.2018
Anzeige