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Weniger Leistungen, mehr Kontrolle

Diskussion über Wirtschaftlichkeit des Luckenwalder Bauhofs Weniger Leistungen, mehr Kontrolle

Sie mähen den Rasen in den Sportstätten, kümmern sich um das Freibad Elsthal, fegen im Herbst das Laub weg und schippen im Winter Schnee: Die Aufgaben der Mitarbeiter des städtischen Bauhofes sind vielfältig. Doch wie wirtschaftlich ist der Betrieb? Diese Frage stellten sich die Mitglieder des Finanzausschusses der Stadt. Jürgen Schmeier, Leiter des Straßen-, Grünflächen- und Friedhofsamtes, gab Auskunft.

Luckenwalde. „Bei der Aufgabenvielfalt ist die Berechnung der Wirtschaftlichkeit schwierig“, sagte er. 2,7 Aufträge erledigten die Mitarbeiter des Bauhofes im Durchschnitt täglich. Bei rund Zweidritteln handle es sich um fixe Daueraufträge, wie die Pflege der Grünflächen. Um 54 Hektar kümmert sich der Bauhof. „Hier müssen wir reduzieren und die Pflegestandards herabsetzen“, sagte Schmeier, so ließen sich Kosten sparen. Hinzu kämen jährlich rund 750 kleine Einzelaufträge. Das sei ein hoher organisatorischer Aufwand, gab Bauamtsleiter Frank Dunker zu bedenken. „Aus Wirtschaftlichkeitsgründen müsste man manchmal sagen: Das machen wir nicht.“ Doch der Bauhof sei ein Dienstleister.
Rund 800000 Euro sind dieses Jahr im Haushalt für den Bauhof vorgesehen. Drei Mitarbeiter kümmern sich um Verwaltung und Organisation, insgesamt 25 Männer sind draußen unterwegs. „Und das bei jedem Wetter“, sagte Schmeier. Die Arbeitsstunden würden erfasst, daraus ließe sich errechnen, in welchem Wert der Bauhof Arbeiten erfüllt. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Im Vergleich mit einem Unternehmen schneide der Bauhof aber oft günstiger ab, weil der Stadt keine Mehrwertsteuer anfiele. Auch innerhalb der Bereiche der Stadt ist der Bauhof immer wieder tätig. „Bei einem Umzug im Rathaus zum Beispiel, oder wenn das Standesamt umgeräumt werden soll“, erläuterte Schmeier.
Es sollten interne Rechnungen gestellt werden, schlug Carsten Nehues (CDU) vor. Doch dieser Vorschlag wurde abgeschmettert: zu viel Bürokratie. Den Wunsch der Ausschussmitglieder, Arbeiten, die kostenlos für Vereine geleistet werden, zu dokumentieren, hielt Schmeier für eine gute Idee. Bei Sportfesten, wie dem Behinderten- und Skaterfest in Kolzenburg, bei kulturellen Veranstaltungen und ähnlichem hilft der Bauhof häufig mit Pavillons, dem Aufbau von Zelten und Sitzgelegenheiten. Indirekt subventioniere die Stadt durch den Bauhof die Kultur, sagte Dietrich Maetz (FDP): „Es würde deutlich, wie viel Geld die Stadt wirklich in die Hand nimmt.“ Dem stimmte Schmeier zu: „Mehr Kostentransparenz führt auch zu einem Kostenbewusstsein.“

Von Aglaja Adam

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