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Teltow-Fläming Weniger Plätze für weniger Flüchtlinge
Lokales Teltow-Fläming Weniger Plätze für weniger Flüchtlinge
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04:42 20.09.2017
Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Blankenfelde sollen 200 von 500 Unterbrigungsplätzen abgebaut werden. Quelle: Christian Zielke
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Luckenwalde

Ginge es nach der Prognose des Landes Brandenburg müssten in diesem Jahr im Landkreis Teltow-Fläming 439 Asylbewerber untergebracht werden. Hinzu kämen noch 288, die noch im vergangenen Jahr hätten aufgenommen werden müssen, aber nicht zugeteilt wurden. Von dieser Summe von 727 aufzunehmenden Flüchtlingen würden dann wieder 36 abgezogen als Belastungsausgleich für die Erstaufnahmeeinrichtung in Wünsdorf. Insgesamt wären also 691 Asylbewerber in diesem Jahr zu erwarten.

So jedenfalls die theoretische Zahl. Praktisch sieht das anders aus: Bis Mitte des Jahres wurden dem Landkreis trotz ausreichender Unterbringungsmöglichkeiten nur 132 Asylbewerber zugewiesen wurden, teilte die Erste Beigeordnete und Sozialdezernentin, Kirsten Gurske (Linke), am Montagabend dem Haupt- und Finanzausschuss mit. Musste sie ihn noch nicht allzulanger Zeit immer über die Einrichtung neuer Unterkünfte informieren, so geht es inzwischen um den Abbau von Wohnheimplätzen. Derzeit liegt die Unterbringungskapazität bei 1582 Plätzen bei einer Gesamtbelegung von 1291. Beide Zahlen sollen kontinuierlich sinken.

Um dies zu erreichen, soll als erstes das Übergangswohnheim Jühnsdorfer Weg in Blankenfelde zum 1. März 2018 von derzeit 500 Plätzen auf 300 Plätze verkleinert werden, wie Kirsten Gurske ankündigte. Weiterhin soll das Übergangswohnheim Kastanienweg in Ludwigsfelde zum 31. Juli 2018 komplett geschlossen werden. Das zum Wohnheim umfunktionierte Tulip-Hotel im Brandenburgpark hat 66 Plätze, die dann wegfallen.

Damit fange man die zu erwartenden geringeren Zuweisungen als auch den weiteren Auszug von anerkannten Asylbewerbern, die mittlerweile Arbeitslosengeld II empfangen, auf. Mit diesen beiden Maßnahmen könnten im nächsten Jahr insgesamt fast 730 000 Euro eingespart werden, so die Sozialdezernentin. Dies sei auch deshalb geboten, weil es seit dem 1. Juli dieses Jahres kein Geld mehr vom Land für das Vorhalten von Unterkünften gebe. Die verbleibenden Unterbringungsobjekte im Kreis müssten aber weiter vorgehalten werden, um weitere Aufnahmeverpflichtungen abzusichern.

„Wir haben immer noch einen relativ hohen Bestand an Flüchtlingen“, so Gurske. Das liege an den langwierigen Anerkennungsverfahren. Diejenigen, die aber bereits anerkannt seien und eigentlich in eine eigene Wohnung ziehen müssten, warteten entweder noch auf nachziehende Familienangehörige oder hätten die Hoffnung, in ein anderes Bundesland zu ziehen, oder hätten einfach noch keine Wohnung gefunden. Um Obdachlosigkeit zu vermeiden, würden die anerkannten Asylbewerber alerdings nicht auf die Straße gesetzt. Bis Ende Juni konnten immerhin 80 Personen in eigene Wohnungen umziehen, bis Ende August kamen weitere 50 dazu.

Mit Stand 30. Juni 2017 waren die derzeitigen Übergangswohnheime noch mit insgesamt 1446 Asylbewerbern belegt. Davon waren 508 bereits anerkannt.

Von Hartmut F. Reck

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