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Wenn aus einem Pferdestall ein Denkmal wird

Luckenwalder Remise ist Denkmal des Monats Wenn aus einem Pferdestall ein Denkmal wird

Die Remise im Luckenwalder Nuthepark ist auf dem Monatsblatt Januar des Denkmalschutzkalenders Teltow-Fläming 2016 zu sehen. Sie stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und gehörte zur Fähndrich-Brauerei. Heute beherbergt die Remise das IHK-RegionalCenter.

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Die Remise ziert das Kalenderblatt Januar.
 

Quelle: Foto: Landkreis TF

Luckenwalde.  Die Remise im Luckenwalder Nuthepark ziert das Kalenderblatt Januar im Denkmalschutzkalender 2016, den die Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises herausgibt. In Teltow-Fläming gibt es rund 1000 Bau- und 1400 Bodendenkmale. Die Remise ist ein historischer Klinkerbau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie war Teil der Fähndrich-Brauerei, die damals auf den an die Nuthe reichenden Grundstücke Breite Straße 12-13 stand. Sie wurde als Ruine abgerissen, bevor die Reste des Bauwerkes 1994 unter Denkmalschutz gestellt wurden. Erhalten blieb die Remise auf der früheren Hofseite.

Laut Denkmalschutzbehörde handelt es sich „um einen repräsentativ gestalteten Kopfbau mit einem geschwungenen vorgeblendeten Schaugiebel in fantasievollen Formen“. Auffallend sei vor allem die Rundbogenblende mit dem darin liegenden Okolus. Verstärkt werde das repräsentative Äußere durch rote und gelbe Ziegel im Wechsel zu den verputzten Flächen. Dort waren vermutlich Fuhrwerke untergestellt.

Im hinteren Teil schließt sich direkt das ehemalige Stallgebäude an, in dem früher die Brauereipferde untergebracht waren. „Dieser Gebäudeteil war symmetrisch gegliedert mit einer mittig stehenden Ladeluke im Obergeschoss, wo sich auch die Tenne befand“, heißt es von den Denkmal-Experten.

Laut Denkmalbehörde besitzen Remise und Stall eine baukünstlerische und baugeschichtliche Bedeutung und sind ein einprägsames Beispiel für ein aufwendig und dekorativ gestaltetes Wirtschaftsgebäude im Stil des Historismus. Die innerstädtische Lage unterstreiche die Bedeutung.

Das Gebäude gehörte bis 2009 der Stadt und stand jahrelang leer. Sie investierte in die Außensanierung 300 000 Euro und versuchte vergeblich, eine Erlebnisgastronomie dort anzusiedeln. Dann kaufte die IHK das Haus und baute es zum attraktiven Bürogebäude aus.

Seit 2011 ist dort das IHK-Regional-Center Teltow-Fläming untergebracht. Dessen Leiter Randolf Kluge freut sich über die Würdigung im Denkmalschutzkalender, der natürlich auch in seinem Büro hängt. „Wir sind froh, dass wir in diesem schönen Gebäude am Mittelpunkt der Stadt eine Anlaufstelle für Unternehmer und Existenzgründer sind“, sagte er der MAZ. Er und seine Mitarbeiter betreuen fast 12 000 Unternehmen in Teltow-Fläming. Wo früher Pferde untergestellt wurden, laufen jetzt Existenzgründerseminare und Qualifizierungsveranstaltungen. Außerdem haben auch die Wirtschaftsjunioren TF und deren Förderverein dort ihr Domizil.

Von Elinor Wenke

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