Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Wenn ein Feuerwehrmann missioniert
Lokales Teltow-Fläming Wenn ein Feuerwehrmann missioniert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:54 03.03.2016
Melanie und Matthias Müller auf Mission in Argentinien. Quelle: Foto: privat
Anzeige
Kloster Zinna

Bis zu 70 Stunden im Monat geht Matthias Müller von Tür zu Tür, um mit Menschen über die Bibel ins Gespräch zu kommen. Müller wurde als Zeuge Jehovas erzogen und ist in seinem Heimatort Kloster Zinna nicht nur wegen seiner Religion kein Unbekannter. Seit 2013 fungiert der 36-Jährige als kommissarischer Ortswehrführer von Kloster Zinna.

„Als Zeuge Jehovas bin ich bemüht, mich so dicht wie möglich am Leben zu orientieren, wie es in der Bibel beschrieben steht“, sagt Müller. Zu den Grundregeln gehören: keine Drogen wie Tabak, die Vermeidung von Konflikten und keine Parteizugehörigkeit, um politisch neutral zu bleiben. Alkohol sei in Maßen erlaubt, denn „ein wenig Wein erfreut das Herz des sterblichen Menschen“, zitiert Müller die Bibel. Den Wehrdienst hat er vor 17 Jahren verweigert und stattdessen Ersatzdienst bei der Feuerwehr geleistet. „So kam ich zur Freiwilligen Feuerwehr in Kloster Zinna“, sagt er und fügt so gleich einen seiner Grundsätze für dieses Ehrenamt hinzu: „Hier wird nicht missioniert und das ist auch bis heute so“.

Seine „Versammlung“, so nennen die Zeugen Jehovas ihre Gemeinden, umfasst den südlichen Teil des Landkreises und zählt 73 Mitglieder. Die Zeugen sind im Vergleich zu anderen christlichen Strömungen besonders missionarisch aktiv. Müller leitet dieses „Evangelisierungswerk“. Seinen Beruf als selbstständiger Versicherungsagent habe er nur, um damit sein Leben als Zeuge Jehovas zu finanzieren. Die vergangenen vier Wochen hat Müller allerdings nicht hier, sondern als Missionar im Norden von Argentinien verbracht.

„Es ist meine erste Reise in dieser Missionstätigkeit“, sagte Müller Ende Januar, bevor er mit seiner Ehefrau Melanie aufbrach. In der tropischen Region Missiones, die als Jesuitengründung von tiefreligiösen Dörfern geprägt ist, hielt er Vorträge und veranstaltete Bibelkurse im Rahmen eines weltweiten Schulungsprogramms. Große Hitze und ein sehr einfaches Leben im Dschungel hat Müller dort erlebt. Und eine Überraschung: „Nicht wenige von den Koloniebewohnern sprechen hunsrückisch – einen deutschen Dialekt.“ Nach seiner Rückkehr vor wenigen Tagen ist Müller froh, das ungewöhnliche missionarische Abenteuer gewagt zu haben. Trotz der Anstrengung sei das „vielleicht nicht unsere letzte Reise gewesen.“

Von Peter Degener

In der Küche in Stülpe wurde so mancher Koch und Beikoch ausgebildet. Dietmar Ziegener hat den jungen Leuten gezeigt, wie schmackhaftes Essen zubereitet wird. Das würde er am liebsten wieder tun, doch überbetriebliche Maßnahmen sind momentan nicht gefragt.

03.03.2016
Teltow-Fläming Stadt passt Laufzeit und Kündigungsfrist ihren Bauplänen an - Ludwigsfelde regelt Garagenpachten neu

Riesige Garagenkomplexe in der Autobauerstadt Ludwigsfelde sichern tausenden Fahrzeugbesitzern ihr Eigentum vor Langfingern, stehen aber auch Wohnbau- oder Zentrumsplänen im Wege. Die Stadt hat jetzt Garagenpachten und Kündigungsfristen angepasst. Die Pachten waren seit dem Mauerfall noch nie erhöht worden.

03.03.2016

Das Osterfest naht mit großen Schritten. Am Sonntag vor dem großen Christenfest laden die Jüterboger Geschäftsleute zum verkaufsoffenen Sonntag und haben dazu ein üppiges Begleitprogramm zum Schauen, Anfassen, Schmecken und selber ausprobieren zusammengestellt.

03.03.2016
Anzeige