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Wer plant das Einkaufszentrum?

Verwaltung versus Investor Wer plant das Einkaufszentrum?

In Jüterbog soll das Einkaufszentrum an der Großen Straße erweitert werden. Doch die Verhandlungen darüber ziehen sich hin. Die Stadtverwaltung hat nun eine Vorlage erarbeitet, wonach sie selbst die Planung übernimmt und der Investor die finanziellen Risiken trägt. Der Bauausschuss hat dies abgelehnt.

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Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog. Die seit einem Jahr dauernden Verhandlungen über die Erweiterung des Einzelhandelsstandortes in der Großen Straße in Jüterbog werden fortgesetzt. Der Bau- und Sanierungsausschuss hat sich allerdings in der vergangenen Woche mehrheitlich gegen den Vorschlag der Verwaltung zur Bauleitplanung ausgesprochen.

Dabei geht es noch nicht konkret um die Erweiterung der Märkte, sondern darum, wer die Planung finanziert. Der vorliegende städtebauliche Vertrag sieht vor, dass die Stadt die Planung in Auftrag gibt und der Investor bezahlt. „Das geht so nicht“, sagte Bauausschussvorsitzender Eberhard Mertens (Bauernverband) auf MAZ-Nachfrage. „Wenn Investoren alles zahlen sollen, müssen sie auch die Entscheidungsgewalt haben“, fügte er hinzu.

Die Stadt will die Planungen selbst durchführen oder beauftragen, „um eine geordnete und vorhabenträgerunabhängige städtebauliche Entwicklung im vor allem hinsichtlich Stadtsanierung und Denkmalschutz sensiblen Altstadt-Bereich gewährleisten zu können“, heißt es in der Beschlussvorlage, die nächste Woche in der Stadtverordnetenversammlung behandelt wird. Die Gefahr, dass sich der Investor nicht daran halten könnte, sieht der Bauausschussvorsitzende nicht. „Wir haben etliche Konzepte und der Bauherr muss sich an die Prämissen halten“, erklärt er. Darüber hinaus werde über alles, was den Denkmalschutz und die Straßenführung betrifft, im Kreis entschieden.

Parallel zur Bauleitplanung für das 1,9 Hektar große Einzelhandelsgebiet an der Großen Straße soll der Flächennutzungsplan geändert werden. Die bisher als Mischgebiet dargestellten Bauflächen sollen künftig als „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ ausgewiesen werden.

Im Zuge dieses Projektes wird eine weitere Bauleitplanung angeschoben, um die Bebauung östlich und westlich des Einzelhandelsstandortes zu regulieren. Hierfür gibt es derzeit keine Investitionspläne. Das „Südliche Altstadtquartier“ schließt direkt an den historischen Stadtkern an und ist gut sieben Hektar groß. Von der Planung betroffen ist eine Vielzahl kleinerer privater Grundstücke. Mit dem Bebauungsplan zur sogenannten Innenentwicklung sollen die Voraussetzungen für eine geordnete städtebauliche Entwicklung im Zusammenhang mit der Festsetzung eines Mischgebietes geschaffen werden.

Der Bauausschussvorsitzende sieht hier die Stadt in der Verantwortung, bei künftigen Bauvorhaben Kompromisse zu finden. „Wir möchten eine schöne Stadt, aber nicht gegen die Eigentümer entscheiden“, sagte er.

Von Martina Burghardt

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