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Teltow-Fläming Werben für die S-Bahn
Lokales Teltow-Fläming Werben für die S-Bahn
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19:55 05.11.2016
Clemens Wudel wirbt in der kommenden Woche vor dem Landtag in Potsdam für die S-Bahn nach Rangsdorf. Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Clemens Wudel macht Ernst. Am kommenden Mittwoch und Donnerstag wird der Rangsdorfer im Potsdamer Landtag Basecaps und Informationsflyer mit Argumenten für die S-Bahn-Verlängerung nach Rangsdorf verteilen.

Werben mit Stickern und T-Shirts

„Ich möchte, dass sich die Abgeordneten die Mütze aufsetzen und sich für die S-Bahn stark machen“, sagt der 55-Jährige. Es sei ihm wichtig, dass man über das Thema spricht. In Rangsdorf hat er mit seinen Aufklebern und T-Shirts schon einige in ein Gespräch verwickeln können. „Vor allem junge Leute und Pendler wollen die S-Bahn“, sagt Wudel. Mehr als 1500 Euro aus eigener Tasche hat er für Sticker, Banner und Broschüren ausgegeben. Gut angelegtes Geld, wenn es mit der S-Bahn klappt, findet er. Doch zuerst muss er die Politiker in Potsdam überzeugen.

Sein wichtigstes Argument ist die künftige Entwicklung, die man in Berlin mit den immer höheren Mieten schon jetzt absehen könne. Auch die Vergangenheit dient als Argumentationshilfe: „Man baut Strukturen auf, die schon einmal funktioniert haben“, sagt Wudel. Dies, so hofft er, wird die Landesregierung in ihrem neuen Nahverkehrsplan, der Ende des Jahres vorgestellt werden soll, berücksichtigen.

Vereinschef: Aussage im Nahverkehrsplan „ist der größte Unsinn“

An dem bisherigen Plan lässt Rainer Pannier, Vorsitzender des Vereins Bisar, kaum ein gutes Haar. Vor allem der Satz, wonach eine Erweiterung des S-Bahn-Netzes in Brandenburg „weder verkehrlich erforderlich noch unter den gegebenen Finanzperspektiven möglich“ ist, bringt den 80-Jährigen in Fahrt. „Das ist der größte Unsinn“, sagt er.

Aus Sicht des Blankenfelders droht das Land, die Fehler zu wiederholen. So geht das Infrastrukturministerium (MIL) von Bevölkerungszahlen für 2030 aus, die bereits jetzt überschritten sind. Doch gerade das Bevölkerungswachstum im südlichen Berliner Umland ist aus Panniers Sicht ein entscheidendes Argument für die S-Bahn bis Rangsdorf. Auch die Unabhängigkeit vom Fernbahnnetz der künftigen Dresdner Bahn spreche für die S-Bahn. Pannier fürchtet, dass der Shuttle-Zug zum Flughafen BER Vorrang gegenüber anderen Regionalzügen hat, die sich die Gleise auch noch mit Fernzügen teilen. Dadurch würden sich Verzögerungen schnell potenzieren.

Verein unterstützt Privatperson

Bisar hat sich in den vergangenen Monaten immer wieder in die Erarbeitung des Nahverkehrskonzeptes eingebracht. „Leider ist man nicht auf unsere Vorschläge eingegangen“, sagt Pannier. Beim Ministerium habe man ihm lediglich gesagt, dass derzeit die Verkehrskorridore untersucht werden. Dass sich mit Clemens Wudel jemand für das Thema engagiert, sieht man bei Bisar positiv. Der Verein werde sich jedoch nicht an der Aktion in Potsdam beteiligen. „Wir kämpfen durch Kontakte zu Kommunen und Bahn“, sagt Pannier, der selbst fast 50 Jahre Eisenbahner war.

Info: Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite von Clemens Wudel www.sbahn-rangsdorf.de und www.bisar.de

Von Christian Zielke

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