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1. Jugendreisekonferenz im Fläming Werben um junge Urlauber

Jugendreisen sind kein Lückenfüller, sondern garantieren, dass der Fläming als Reiseregion im ganzen Land noch bekannter wird. Ausgehend von dieser Erkenntnis hat der Tourismusverband Fläming jetzt erstmals eine Jugendreisekonferenz in Jüterbog ausgerichtet, bei der die Anbieter und Akteure vor allem das Angebot zum Kontakteknüpfen nutzten.

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Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) begrüßte die Teilnehmer der Jugendreisekonferenz in Jüterbog.

Quelle: Martina Burghardt

Jüterbog. Eine Jugendherberge für Jüterbog war immer wieder einmal im Gespräch, zuletzt zur Eröffnung der Skate-Arena in der Stadt. So schnell wird es aber eine Herberge für junge Reisende nicht geben. Oder doch?

Aus dem Jüterboger Rathaus ist zu hören, dass bereits Gespräche darüber geführt werden. Rückenwind gibt es zudem vom Tourismusverband Fläming, der sich künftig mehr den Kindern und Jugendlichen als Touristen-Zielgruppe widmen will und aus diesem Grund gemeinsam mit dem Fachverband Reisenetz zu der ersten Jugendreisekonferenz nach Jüterbog eingeladen hatte. Verschiedene Akteure aus der Region fanden sich dazu am Mittwoch im Kulturquartier Mönchenkloster Jüterbog ein.

Gründe, warum man sich mehr den Reisebedürfnissen und -erwartungen von Jugendlichen zuwenden sollte, gibt es sowohl unter wirtschaftlichen als auch strategischen Aspekten, wie Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming, erläuterte. Gerade weil die 1994 aus der Taufe gehobene „Reiseregion Fläming“ noch relativ jung sei, gebe es Chancen, diese Marke mit Hilfe von Kinder- und Jugendreisen aufzubauen. „Das Reiseverhalten wird früh geprägt“, so Menzel. „60 Prozent der Erwachsenen kehren an Orte zurück, wo sie in ihrer Kindheit waren.“ Von Investitionen ins Jugendsegment würde auch der Familientourismus profitieren.

Daniel Sebastian Menzel

Daniel Sebastian Menzel

Quelle: Martina Burghardt

warnte davor, den Jugendtourismus als Lückenfüller zu betreiben. Man müsse die Bedürfnisse der Jugendlichen und ihrer Betreuer bedienen, die Qualität und Sicherheit gewährleisten und preissensibel vorgehen. Darüber, dass alle Akteure an einem Strang ziehen müssen, wie der Experte sagte, herrschte Einigkeit unter den Konferenzteilnehmern. Das Stichwort Vernetzung wurde an dem Tag häufig gebraucht. „Für mich ist es wichtig, Kontakte zu knüpfen“, sagte beispielsweise der Erlebnispädagoge Sebastian Lydike.

Die Konferenz, um deren Ausrichtung sich die Stadt Jüterbog bemüht hatte, diente nicht nur dem Kennenlernen. In Arbeitsgruppen besprachen die Teilnehmer solche Themen wie Unterkünfte, Schulfahrten und Zielgruppen. Ein weiteres Thema war die Qualität der Angebote. Man war sich einig darüber, dass diese eine große Rolle spielt, wenn man dauerhaft junge Gäste beherbergen und unterhalten will. „Unterkünfte spielen eine Schlüsselrolle“, sagte der Chef des Tourismusverbandes.

Das sieht auch Bürgermeister Arne Raue (parteilos) so, der den Konferenzteilnehmern in seiner Begrüßung von dem kürzlich eröffneten Freizeitpark in der Partnerstadt Waldbröl berichtete. „Wir versuchen, die Verantwortlichen für die Stadt Jüterbog zu begeistern“, kündigte er an. Im Zusammenhang mit den Freizeit- und Bildungsangeboten sprach der Bürgermeister davon, Pakete zu schnüren. Eine Erfolgsgeschichte ist schon jetzt das vor anderthalb Jahren eröffnete Kindermuseum im Kulturquartier. Die Besucherzahl des Museums hat sich seitdem verdoppelt.

Von Martina Burghardt

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