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Werbiger Schüler können umziehen

Niederer Fläming Werbiger Schüler können umziehen

Der erste Bauabschnitt des „Campus der Generationen“ in Werbig ist fertiggestellt – Grundschüler und Hortkinder dürfen erstmals am 13. Mai in die neuen Räume schauen, wenn bei einem „Tag der Städtebauförderung“ die Schlüssel übergeben werden.

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Von diesen jungen Reitern werden die Besucher der neuen Grundschule auf Fenstern und an Türen im gesamten Haus empfangen.

Quelle: Peter Degener

Werbig. Das umgebaute Grundschulgebäude in Werbig ist so schön neu, dass man sich bei schlechtem Wetter kaum traut, die Flure zu betreten. „Wir überlegen auch tatsächlich, für die Schüler Hausschuhe in der Hausordnung einzuführen, um die Böden zu schonen“, sagt Niederer Flämings Bürgermeister David Kaluza (parteilos), bei einer Begehung der Baustelle, die schon bald keine mehr sein soll.

Schlüssel werden am 13. Mai übergeben

Nach einigen Verzögerungen beim Bau steht der Eröffnungstermin fest. „Wir wollen am 13. Mai bei einem Tag der Städtebauförderung die Schlüssel übergeben“, sagt Kaluza. Ursprünglich sollte im Herbst der Umzug der Schüler der Ludwig-Achim-von-Arnim-Grundschule erfolgen, doch verschiedene Probleme führten zum Verzug.

Zuletzt wurde ein Wasserschaden aus dem Dezember entdeckt und behoben, der mindesten acht Wochen Verzögerung verursacht hat.

Bürgermeister David Kaluza vor einer Kletterwand im neuen Hort

Bürgermeister David Kaluza vor einer Kletterwand im neuen Hort

Quelle: Peter Degener

Das Projekt begleitet den Bürgermeister seit Amtsantritt 2011

Das Projekt hat Bürgermeister Kaluza vor über fünf Jahren von seinem Amtsvorgänger Ernst Werner geerbt. „Mich begleitet der Campus seit meinem ersten Arbeitstag im Dezember 2011. Meine allererste Besprechung als Bürgermeister war ein Treffen mit dem Jüterboger Planungsbüro ,Bruckbauer & Hennen’, die mir die ersten Pläne für den Campus vorstellten“, erinnert er sich.

Mit dem Dorfgemeinschaftshaus samt Mensa, dem Sportplatz und dem Heizhaus wurden schon einige Teilprojekte realisiert – durch die Fertigstellung von Grundschule und Hort wird der erste Bauabschnitt des Campus offiziell fertiggestellt. Die Flure und Treppenhäuser strahlen anthrazit, lindgrün und taubenblau.

Förderverein hat Teile der Medienausstattung gesponsert

Die Schüler erwarten Fachkabinette für Musik, Naturwissenschaften und Arbeitslehre sowie ein eigener Ruheraum. Im Hort gibt es eine geräumige Küche im Kinderformat und eine Kletterwand. Auch das Archiv der Gemeindeverwaltung findet im Keller Platz.

Das Fachkabinett für den WAT-Unterricht (Werken, Arbeitslehre, Technik) wartet auf die erste Benutzung

Das Fachkabinett für den WAT-Unterricht (Werken, Arbeitslehre, Technik) wartet auf die erste Benutzung.

Quelle: Peter Degener

„Der Förderverein hat sich sehr stark gemacht für eine zusätzliche Ausstattung. Er hat Computer und Projektoren finanziert“, sagt Kaluza. Auch den Gemeindevertretern gilt sein Dank, die die Mehrausgaben für die Schulausstattung mitgetragen haben.

Gemeinde hat die Millionenfinanzierung ohne Kredite gestemmt

„Wir haben das ohne Kredite gestemmt, aber es waren auch die besten Haushaltsjahre, die Niederer Fläming je hatte“, schätzt der Bürgermeister. 3,4 Millionen Euro sind in den ersten Bauabschnitt geflossen, von denen die Gemeinde mit etwa 1,4 Millionen Euro den größten Anteil getragen hat. Die übrige Summe wurde durch Land und Bund im Förderprogramm KLS (Kleinere Städte und überörtliche Zusammenarbeit) finanziert.

Noch ist der Schulhof leer

Noch ist der Schulhof leer. Das angrenzende Dorfgemeinschaftshaus dient schon länger als Mensa der Schule.

Quelle: Peter Degener

Zweiter Bauabschnitt soll erst 2020 in Angriff genommen werden

Jetzt endet die Bauzeit am Campus der Generationen, obwohl erst die Jüngsten versorgt sind. „Wir haben in der AG Niederer Fläming gemeinsam mit den Städten Dahme und Jüterbog vereinbart, dass wir hier erst weiter bauen, wenn die Jüterboger Wiesenschule fertig gestellt ist. Eventuell im Jahr 2020 wird es dann hier weiter gehen“, erklärt Kaluza.

Die Planung für den zweiten Bauabschnitt stammt noch von 2012. Darin ist vorgesehen, dass im Erdgeschoss eine Kita entsteht. Im ersten Obergeschoss soll es Seniorenangebote geben und unter dem Dach der neue Sitz der Gemeindeverwaltung sein.

Bei Eingliederung ins Amt Dahme werden Nutzungskonzepte angepasst

Nachdem eine Fusion von Niederer Fläming mit dem Amt Dahme angestrebt wird, muss die Planung nun „angepasst und noch einmal überdacht werden“, sagt der Bürgermeister. Denn eine eigene Verwaltung hätte Niederer Fläming dann nicht mehr.

„Der Campus verliert durch diese Angliederung nicht an Bedeutung, sondern ist ein Anker im ländlichen Raum, der mit seinen Angeboten für alle nutzbar sein wird“, sagt Kaluza. Sein Wunsch ist es, dass es eine Außenstelle des Amtes in Werbig gibt.

Von Peter Degener

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