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Teltow-Fläming Werbung für Umweltschutz und Nahverkehr
Lokales Teltow-Fläming Werbung für Umweltschutz und Nahverkehr
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05:05 25.08.2016
Helmut Barthel im Gespräch mit Ursula Götze (l.) und Rosemari Schroeder auf dem Trebbiner Markt. Quelle: Elinor Wenke
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Trebbin

„Die Arbeit auf dem Markt ist für einen Politiker ganz wichtig“, befand Helmut Barthel am Mittwoch in Trebbin. Der SPD-Landtagsabgeordnete machte bei seiner Sommertour durch den Wahlkreis Station auf dem Marktplatz in der Clauert-stadt, um mit Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Schon bevor er um 9 Uhr seinen Stand richtig aufgebaut hatte, war er von Besuchern umringt.

Helmut Barthel (l) mit Fritz Peschka und dessen Enkelin Elisabeth auf dem Trebbiner Markt. Quelle: Elinor Wenke

Barthel verteilte Jute-Beutel, um für die Verringerung von Plastikverpackungen zu werben. „Jeder Deutsche verbraucht 76 Plastiktüten im Jahr, das sind bundesweit 11 700 Tüten pro Minute“, erklärte der überzeugte Anhänger nachwachsender Rohstoffe. Bei den zumeist älteren Marktbesuchern stieß er damit auf positive Resonanz.

„Ich habe Stoffbeutel früher selbst genäht“, berichtete Rosemari Schroeder. Die 68-Jährige lebte 35 Jahre in Löwendorf und wohnt seit Weihnachten in Trebbin. „Wenn ich eine Tüte vom Bäcker mitbringe, ist die zu Hause noch wie neu und wird noch mehrmals verwendet“, sagte sie. Auch Ursula Götze aus Löwendorf komplettierte mit Barthels Hilfe gern ihre Sammlung. „Ich habe mir bei meinen Reisen immer Stoffbeutel von unterwegs mitgebracht“, erzählte die 82-Jährige. Erika Pasewald und Jörg Paulitz aus Trebbin sind als bekennende Flexitarier (essen alles, aber wenig Fleisch) eh naturverbunden und fachsimpelten mit Barthel über gesunde Ernährung und regionale Produkte.

Hintergrund

Helmut Barthel ist studierter Lehrer für Chemie und Biologie und seit 1999 Mitglied der SPD.

Der 63-Jährige ist Mitglied des Landtages und dort Sprecher für Wirtschaftspolitik sowie Obmann im BER-Sonderausschuss.

Im Kreistag ist Helmut Barthel Vorsitzender der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses. Außerdem ist er Mitglied der Gemeindevertretung Großbeeren.

Fritz Peschka aus Kliestow, der mit seiner Enkelin Elisabeth gekommen war, sprach Barthel hingegen auf das leidige Thema der Altanschließergebühren an, der 72-Jährige ist selbst Prozessbeteiligter. „Meine Verwandten in Sachsen haben solche Probleme nicht, die kennen nicht mal die Vokabel ,Altanschließer’“, sagte Peschka. „Im Herbst gibt es eine Beratung mit dem Innenministerium und dem Landtag, das Land muss an einer Lösung beteiligt werden“, sagte Barthel. Eine gerechte Lösung für alle hält er für „illusorisch“, aber eine gute Lösung für die Mehrzahl für notwendig.

Beim öffentlichen Nahverkehr will sich Barthel für eine Zugverdichtung zwischen Berlin und Elsterwerda einsetzen – auch als Beitrag zur Energiewende und Schadstoffeinsparung. „Die Bahn ist das nachhaltigste Verkehrsmittel“, ist er überzeugt. Auch die Anbindung an Potsdam soll verbessert werden. „Wir beraten demnächst im Kreistag ein Verkehrskonzept, das vorsieht, den Knotenpunkt Ludwigsfelde per Bus zuverlässig an die Landeshauptstadt anzubinden“, sagte Barthel. Dies würde für den Landkreis jährliche Mehrkosten von 400 000 Euro bedeuten. „Das kann Teltow-Fläming allein nicht stemmen, deshalb muss sich das Land beteiligen“, fordert Barthel.

Von Elinor Wenke

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