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Werner Stahl geht in den Ruhestand

Luckenwalde Werner Stahl geht in den Ruhestand

Kaum ein neu oder umgebautes öffentliches Gebäude gibt es in der Stadt, an dem Werner Stahl nicht seine Handschrift hinterlassen hat. Nach 26 Dienstjahren in der Stadtverwaltung geht in den Ruhestand.

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Werner Stahl geht nach 26-jährigem Dienst in der Stadt in den Ruhestand. Für den Feuerwachen-Bau erhielt er einen „Oscar“.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wann immer in Luckenwalde die Rede auf öffentliche Millionen-Bauten in der Stadt kommt, ist ein Name untrennbar damit verbunden: Werner Stahl. Der zwischenzeitliche Leiter des Hochbauamtes und jetzige Abteilungsleiter der technischen Gebäudeverwaltung in der Stadt hat in den vergangenen 26 Jahren bei fast allen städtischen Neu- und Umbauten die Fäden zusammengehalten. Ob Fläming-Therme, neue Feuerwache oder Bibliothek im Bahnhof, ob Stadttheater oder Tierparkhäuschen – kein Stein wurde auf den anderen gesetzt ohne Vorbereitung und Überwachung durch Werner Stahl. Auch um denkmalgeschützte Fachwerkbauten wie am Markt 12a kümmerte er sich.

„Silberhochzeit“ mit dem Rathaus

Im vorigen Jahr feierte der Instandhaltungs- und Maschinenbauingenieur „Silberhochzeit“ mit dem Rathaus, jetzt geht der 63-Jährige nach 26 Jahren im Dienste der Stadt in den Ruhestand. Gern erinnert er sich an die kostenintensivste Investition, die er baulich koordinieren durfte. „Für 12,5 Millionen Euro haben wir die ehemalige Schwimmhalle zur Fläming-Therme mit Freizeitbereich und Sauna umgebaut“, erzählt Stahl, „im Vergleich zu heute war das kostengünstig.“

Mit Korsett auf die Baustelle

Dabei lief nicht alles reibungslos. Erst musste man sich gegen den Widerstand vieler Schwimmer behaupten, die ihre 50-Meter-Bahn behalten wollten; dann erlitt Stahl im Jahr 1999 einen Autounfall, bei dem er sich an der Wirbelsäule verletzte und erst mal außer Gefecht war. „Ich wollte aber unbedingt den Bau begleiten und ging dann mit Korsett zur Arbeit und auf die Baustelle“, erinnert er sich. Heute ist er stolz darauf, dass seit der Fertigstellung der Therme im Jahr 2000 noch immer die ersten Umwälzpumpen funktionieren. „Wir haben ganz bewusst auf Qualität geachtet, das zahlt sich heute aus“, sagt er.

„Oscar“ für gelungenen Feuerwehr-Bau

Jüngstes Bau-Kind von Werner Stahl ist die neue Feuerwache aus dem Jahr 2016 für 5,8 Millionen Euro. „Wir sind sowohl im Zeitplan als auch im Kostenbudget geblieben“, sagt Stahl, der es sich immer zur Maxime gemacht hat, die künftigen Nutzer mit ins Boot zu holen und mit allen beteiligten Firmen verträgliche Lösungen zu finden. „Sich vor Gericht zu streiten, kostet nur Geld und Zeit“, sagt er. Als Dankeschön für den gelungenen Bau hat er von den Feuerwehrkameraden einen „Oscar“ als Pokal erhalten.

Seine Mitarbeiterin Martina Jerke schätzt an ihrem Chef: „Er war immer fair und ist ruhig geblieben. Wenn wir Frauen mal etwas hitziger waren, hat er uns auf den Boden zurückgeholt.“ Das Einzige, was ihn ärgert: „Wenn Leute nur meckern und ihre Ansprüche hochschrauben. Wir sollten stolz darauf sein, was unsere 20 000-Einwohner Stadt an Infrastruktur zu bieten hat.“

Felix Hochmuth ist der neue Abteilungsleiter technische Gebäudeverwaltung in der Stadt

Felix Hochmuth ist der neue Abteilungsleiter technische Gebäudeverwaltung in der Stadt.

Quelle: Elinor Wenke

Der Abschied aus dem Rathaus zum 30. Juni fällt Werner Stahl nicht schwer. „Es war keine spontane Idee, sondern lange vorbereitet. Ich kann meine Geschäfte ordentlich und guten Gewissens übergeben“, sagt er. Sein Nachfolger ist Felix Hochmuth, 28 Jahre jung. Nach einer Ausschreibung ist er seit Mai angestellt und praktiziert bereits im Chef-Zimmer das Einmaleins der Gebäudeverwaltung.

Von Elinor Wenke

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