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Widersprüchliches zur S-Bahn-Fläche

Rangsdorf Widersprüchliches zur S-Bahn-Fläche

Ist das eine Vorentscheidung zur S-Bahn nach Rangsdorf? Das brandenburgische Infrastrukturministerium möchte den Bau von Parkplätzen auf der Fläche bezuschussen, auf der dasselbe Ministerium derzeit den Wiederaufbau der S-Bahn prüft. Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hat nun um Klarstellung gebeten.

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Vorentscheidung zur S-Bahn? Das Ministerium möchte Parkplätze auf der Fläche des früheren S-Bahn-Gleises.

Quelle: Foto: Christian Zielke

Rangsdorf. Ein Ministerium, zwei Aussagen – vor dieser Misere steht derzeit die Rangsdorfer Verwaltung.

Der Förderausschuss des brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) hat kürzlich seine Bereitschaft erklärt, die Neugestaltung des Rangsdorfer Bahnhofsumfelds finanziell zu unterstützen. 870 000 Euro Fördergeld sind möglich. Bedingung sei jedoch der Bau von Park-and-Ride-Plätzen auf der Fläche des früheren S-Bahngleises anstatt, wie von der Gemeinde geplant, entlang der Goethestraße.

Als Vorentscheidung will das Ministerium das nicht sehen. „Eine eventuelle Wiederinbetriebnahme des S-Bahnverkehrs soll nicht durch die Förderung eines P+R-Platzes behindert werden. Die Details sind im Rahmen der Fördermittelvergabe zu klären“, teilte MIL-Sprecher Steffen Streu mit. Derzeit laufe noch das Bewilligungsverfahren zu den Fördermitteln für das Bahnhofsumfeld. Dazu müssten noch Unterlagen der Gemeinde geprüft werden. Ende Oktober soll der Entwurf des Nahverkehrsplans vorliegen.

Rangsdorfs Bürgermeister bittet Ministerium um Klarstellung

Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) hat nun Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) um eine Klarstellung gebeten. „Ich fordere eine verbindliche Aussage des Ministeriums“, sagte er am Dienstagabend im Bauausschuss. Er könne sich nicht vorstellen, dass das Land den Bau von Parkplätzen fördert, die ein paar Jahre später wieder abgerissen werden.

Zudem sähen die Förderbedingungen vor, dass die Parkplätze mindestens 19 Jahre Bestand haben müssen. Bei einer geplanten Fertigstellung im Jahr 2019 würde vor dem Jahre 2039 wohl keine S-Bahn bis nach Rangsdorf fahren.

Von Christian Zielke

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