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Teltow-Fläming Widerstand gegen Gaststätten-Schließung
Lokales Teltow-Fläming Widerstand gegen Gaststätten-Schließung
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02:15 26.01.2018
Das Klubhaus Ludwigsfelde hat zurzeit keine Gaststätte, der Eingang zum Seitenflügel wird vor allem von Musikschülern genutzt. Quelle: Foto: Abromeit
Ludwigsfelde

Wenn sie nicht gebraucht wird, dann könnte die Gaststätte im Klubhaus Ludwigsfelde besser genutzt, die Küche auch rausgerissen werden. Von einem solchen Gedanken wurden die Stadtverordneten aufgeschreckt. Deshalb befürworteten jüngst weder der Sozial- noch der Hauptausschuss einen Vorschlag aus dem Rathaus, die Gaststättenfläche für Veranstaltungen mit zu nutzen.

In dem Papier stand, dass die Sachgebiete Gebäudemanagement und Kultur vorgeschlagen hatten, die Restaurantflächen umzuwidmen. Damit entstünden Synergieeffekte, eine „zeitweilige Bespielung der Fläche als Barbetrieb“ würde das Haus attraktiver machen.

Die Flamingo-Säule in der Flamingo-Bar gehört für viele Ludwigsfelder zu den Wiedererkennungsteilen im neuen alten Haus. Quelle: Foto: Jutta Abromeit

Die Sanierung des Klubhauses von 2011 bis 2014 hatte statt der zuerst veranschlagten acht Millionen Euro 17 Millionen gekostet. Zum Konzept des generalsanierten Kulturzentrums gehörte stets eine Gaststätte. Dabei blieb es auch nach der Insolvenz des Restaurants „Ludwig“ im Sommer 2016. Sobald wie möglich sollte die Gaststätte mit neuem Betreiber  – dem elften seit dem Mauerfall  – wieder öffnen. Doch der findet sich bisher nicht, oder wird gar nicht mehr ernsthaft gesucht.

Der einzige Betreiber, der stets ein volles Haus hatte, war Gastwirt Nummer neun mit dem griechischen RestaurantKorfu“. Das hatte wegen der Klubhaus-Sanierung 2011 ausziehen müssen und betreibt erfolgreich ein Restaurant mit Pension an der Thälmannstraße. Zuvor hatten es Gastronomen mit asiatischer, italienischer, französischer, internationaler oder rein deutscher Küche versucht. Sie alle waren nacheinander an den hohen Betriebskosten des ungenügend isolierten, aber denkmalgeschützten Gebäudes gescheitert.

Mit dem Restaurant "Ludwig" in Ludwigsfelde schließt 2016 das 10.Lokal seit Mauerfall im Klubhaus Ludwigsfelde Quelle: Jutta Abromeit

Bürgermeister Andreas Igel (SPD) hatte zu dieser Hängepartie zuletzt erklärt, nach all den Erfahrungen brauche man einen Betreiber, der Profi ist, Erfahrung hat und im Geben und Nehmen mit der Stadt agieren könne, jedoch niemanden, der eigene Projekte ausprobieren wolle.

SPD-Fraktionschefin Odette Moll sagte nun der MAZ: „Der Vorschlag war zu endgültig. Die Gaststätten-Option muss unbedingt offenbleiben.“ Das Haus sei Begegnungsstätte für alle, dazu gehöre das Restaurant. Auch Peter Dunkel, Fraktionsvorsitzender Linke/Filu, erklärte: „Wir sind dagegen, dass die Gaststätte abgeschafft wird. Man ist uns die Antwort schuldig, wie sehr man sich bemühte, einen neuen Betreiber zu finden.“ Die CDU/FDP-Fraktionsvorsitzende Rosemarie Kleinfeld sagt ebenfalls: „Eine Gaststätte gehört zum Klubhaus. Jetzt warten wir erstmal, was uns der Bürgermeister mit dem neuen Vorschlag vorlegt.“

Restaurant-Diskussion wird weiter geführt

Der Sozialausschuss hatte den Stadtverordneten empfohlen, die Umnutzung der Gaststättenräume abzulehnen; in der Hauptausschusssitzung zog Igel den Vorschlag zurück und will einen neuen unterbreiten, mit der Option Gaststätte. Dieses Papier kann frühestens im März diskutiert werden.

Von Jutta Abromeit

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