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Teltow-Fläming Leonards Lebensretter ist der Fußball
Lokales Teltow-Fläming Leonards Lebensretter ist der Fußball
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15:38 27.05.2016
Daumen hoch für den Pokalerfolg: FSV-Kapitän Marcel Hadel (links) und der Luckenwalder Nachwuchsfußballer Leonard Ast, der sich nach überstandener schwerer Krankheit bei den F-Junioren des Vereins pudelwohl fühlt. Quelle: privat
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Luckenwalde

 Wenige Wochen vor dem mit Spannung erwarteten Landespokalfinale zwischen den Fußballern aus Luckenwalde und Babelsberg erhielt Dirk Heinze, Präsident des FSV 63 Luckenwalde, ganz besondere Post.

Mit einem herzzerreißenden Brief bedankt sich darin Michael Ast dafür, dass sein Sohn Leonard nach schwerer Krankheit nun auf dem besten Weg ist, wieder völlig gesund zu werden. Der Fußballsport hat nach Meinung des Briefeschreibers einen nicht unwesentlichen Anteil an der erfreulichen Tatsache. „Leonard hat Kampfgeist bewiesen und einen schier übermächtigen Gegner niedergerungen“, schreibt Michael Ast.

Diagnose Blutkrebs für den kleinen Fußballanhänger

Früh begann die Leidensgeschichte seines Sohnes. Leonard wurde 2007 geboren. Mit zweieinhalb Jahren erkrankte der damals schon begeisterte kleine Fußballanhänger an Leukämie (Blutkrebs). Es folgte ein harter Überlebenskampf für Leonard, der auch an seiner Familie nicht spurlos vorüber ging. „Nur mit viel Liebe, Zuversicht sowie dem unbedingten Zusammenhalt überstanden wir diese schwierige Zeit“, erinnert Michael Ast an die schweren Tage. Die damals bei seinem Jungen angewandte Chemotherapie verlief erfolgreich. Sie zeigte Wirkung gegen den Krebs, aber sie schlug auch schwer auf das Herz von Leonard. Deshalb begann er im August 2012 bei den FSV-Bambini mit dem Fußballtraining. Ziel war es, durch den Sport sein Herz zu stärken.

Sport hat das Herz stabilisiert

„Ingo Nachtigall, Florian Schmidt und Volkmar Blohsei haben Leonard in der damaligen Bambini-Mannschaft ganz toll aufgenommen und ihn unterstützt“, schreibt Michael Ast. „Auch bei seinen jetzigen Trainern Carsten Müller, Ulrich Pohling, Rocco Heuer und Olrik Meissner fühlt sich der Nachwuchsfußballer pudelwohl. Durch den Fußballsport hat sich sein Herz stabilisiert und mittlerweile auch normalisiert. Wenn er jetzt als F-Juniorenfußballer auf Torejagd geht, schlägt es volle Pulle für den FSV 63 Luckenwalde.“

Für Leonard und Michael Ast ist deshalb ein Sieg der Luckenwalder im Landespokalfinale am Sonnabend ein großer Herzenswunsch. „Wir glauben an euch – holt den Pott“, heißt es in dem Brief. Die rührenden Zeilen sind auch bei den FSV-Fußballern angekommen. „Wir freuen uns, dass es Leonard wieder gut geht“, sagt FSV-Kapitän Marcel Hadel, „und wir werden alles dafür tun, um seinen Herzenswunsch zu erfüllen.“

Von Frank Neßler

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