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Wie ein großer Vierseithof

Wünsdorf Wie ein großer Vierseithof

Große Pläne hat der Blankenseer Architekt Detlef Grüneke für ein Grundstück in der Wünsdorfer Waldstadt. Begrenzt von Hauptallee und der Straße „Am Birkenwäldchen“ soll eine Reihenhaussiedlung entstehen, deren Grundstücke wie ein großer Vierseithof angeordnet sind. Vor Ort erläuterte der 80-jährige Stadtplaner das Projekt.

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Architekt Detlef Grüneke mit Eurasier-Hündin Cony auf dem potenziellen Reihenhaus-Baugrundstück „Am Kiefernwäldchen“.

Quelle: foto: Frank Pechhold

Wünsdorf. Wie ein Vierseit-Bauernhof in Großformat sieht die von Detlef Grüneke geplante Reihenhaussiedlung aus. „Wohnen am Kiefernwäldchen“ heißt das Projekt, das der Blankenseer Architekt in Wünsdorf in die Tat umsetzen will.

Die Lust am Fotografieren teilsanierter Städte und Gemeinden führte den Stadtplaner auch nach Wünsdorf. „Hier wollte ich mich unbedingt mit meinen Erfahrungen einbringen“, sagt der 80-Jährige. Also nahm er Kontakt zur Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) auf. Dort empfahl man ihm, sich verfügbare Baugrundstücke anzuschauen. Im Zuge der Flächenschau stieß Grüneke in der Nähe des Bürgerhauses auf das 6100 Quadratmeter große, von Hauptallee und der Straße „Am Kiefernwäldchen“ begrenzte Grundstück. „Das ist für meine Pläne richtig“, dachte er sich.

Erdwärmepumpen und massive Wände sind Standard

Vor ihm hatte sich bereits ein Investor vergeblich an der Entwicklung dieser Fläche versucht. Dessen Vorstoß, dort moderne Einfamilienhäuser hinzustellen, lehnte die Denkmalpflege ab. Grüneke hingegen griff den Hinweis der Denkmalpflege auf, sich bei seinem Projekt an der für die Waldstadt typischen Architektur – Wohnblöcke mit Freiflächen – zu orientieren. So kam er auf die Idee, die Grundstücke wie einen Vierseithof mit insgesamt 20 zweigeschossigen Reihenhäusern und zwei Geschäftshäusern anzuordnen. Erdwärmepumpen und massive, 36 Zentimeter starke Wände sind Standard.

Das Hof-Grün wird an den langen Seiten von zwei Reihen mit sechs Häusern eingefasst. An den schmalen Seiten begrenzen zwei Reihen mit jeweils zwei Wohnhäusern und einem benachbarten, dreigeschossigen Geschäftshaus das Karree. Alle Wohnhäuser sind barrierefrei – sogar die Obergeschosse, wenn ein Hauseigentümer einen Treppenlift einbauen lässt. „In den beiden Geschäftshäusern gibt es geeignete Räume für ein Café oder eine Tagesmutter“, sagt Grüneke. Spielplatz, Parkflächen und Zufahrten runden das Konzept an.

Gute Erfahrungen mit Bildung von Baugemeinschaften gesammelt

Aktuell ist Grüneke auf der Suche nach Bauherren. „Ich bin kein Investor“, betont er. Vielmehr habe ihm die LEG das Grundstück zur Verfügung gestellt, um auf seine Kosten Baupläne zu schmieden und Interessenten zu gewinnen. „Mit der Bildung solcher Baugemeinschaften habe ich seit 30 Jahren gute Erfahrungen in mehreren Bundesländern gesammelt“, sagt Grüneke­. Dass er einen steinigen Weg vor sich hat, weiß er. Auf Interessenten aus Berlin und Potsdam hoffe er nicht, obwohl da die Wohnungsnot am größten sei. Wer sich für so ein Haus in Wünsdorf entscheide, der komme wahrscheinlich aus dem Landkreis Teltow-Fläming oder angrenzenden Kommunen wie Wildau. Hier hat Grüneke Donnerstag auf dem Campus der Technischen Hochschule für sein Projekt geworben. „Von Wünsdorf nach Wildau braucht man mit dem Auto genau 35 Minuten bis zur Arbeit.“

Von Frank Pechhold

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