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Teltow-Fläming Wieder Gespräche über Grundstücksverkauf
Lokales Teltow-Fläming Wieder Gespräche über Grundstücksverkauf
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00:20 23.10.2017
Es gibt einen neuen Kaufinteressenten für das Mellenseer Grundstück in der Hauptstraße 7. Quelle: foto: Frank Pechhold
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Mellensee

Ein neuer Kaufinteressent kann sein Nutzungskonzept für das Grundstück in der Mellenseer Hauptstraße 7 vorstellen. Dem stimmten die Gemeindevertreter Am Mellensee am Mittwochabend zu. Vorher verständigten sie sich auf einen Kompromiss für den weiteren Umgang mit dieser Immobilie.

Danach sah es lange Zeit nicht aus. Gemeinsam brachten die Fraktionen UWG und SPD einen Beschlussantrag ein. Dieser sah vor, die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft am Mellensee (WVM) zu beauftragen, ein Konzept für die künftige Nutzung des Grundstücks entsprechend dem Leitkonzept der Gemeine Am Mellensee zu erstellen und der Gemeindevertretung zur Beschlussfassung vorzulegen.

Verkaufsverbot für Immobilie hätte beinahe weiter bestanden

Damit hätte das in einer Sondersitzung verhängte Verkaufsverbot für das Grundstück weiter bestanden. Wie berichtet lehnte die Gemeindevertretung das Kaufangebot eines Investors nach Gerüchten über den Bau einer Fleischfabrik ab. Diesen Verkaufsstopp hatten SPD und UWG vor 55 Bürgern für das Grundstück mit Jugendclub, leerer Verkaufshalle und einsturzgefährdeter Scheune gefordert.

Thomas Kosicki (UWG) sprach sich dafür aus, dass die WVM ein Konzept für das „ortsbildprägende Grundstück“ erarbeitet. Vielleicht sollte man hier und nicht in Klausdorf altersgerechte Wohnungen bauen und statt dessen das dortige Grundstück verkaufen. „In Mellensee wären die alten Leute mitten im Ort und hätten einen schönen Blick auf die Fischteiche.“ Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) sagte, die WVM benötige den Verkaufserlös, um den Bau von acht neuen Wohnungen in Klausdorf, Bahnhofstraße 17, zu finanzieren.

Kaufinteressent sollte Nutzungskonzept öffentlich vorstellen

Broshog zufolge habe sich bei der WVM ein weiterer Kaufinteressent für die Mellenseer Immobilie gemeldet. Allerdings könne er mit diesem wegen der aktuellen Beschlusslage keine Gespräche führen. Auf eine Änderung dieses Zustandes zielte ein von CDU-Fraktionschef Lutz Lehmann eingebrachter Änderungsantrag zur Beschlussvorlage von UWG und SPD ab. Die Kernaussage lautet, dass ein Kaufvertrag abgeschlossen werden könne, wenn die Mehrheit der Gemeindevertreter dem vorgelegten Nutzungskonzept des Käufers für das Grundstück zustimmt.

Nach einer zehnminütigen Sitzungspause stimmten alle Gemeindevertreter dem Änderungsantrag Lutz Lehmanns zu. Bürgermeister Frank Broshog bedankte sich für die wiedererlangte Handlungsfähigkeit. Er schlug vor, das Konzept des neuen Kaufinteressenten in einer öffentlichen Veranstaltung vorzustellen.

Von Frank Pechhold

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