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Wieder mehr als 100 neue Wohnungen

Ludwigsfelde Wieder mehr als 100 neue Wohnungen

Nach wie vor reichen die Wohnungen im Berliner Umland nicht, die Nachfrage reißt nicht ab. Die städtische Wohnungsgesellschaft Ludwigsfelde reagiert darauf mit weiteren Bauplänen: Wo der „Explosionsblock“ abgerissen werden musste, sollen mehr als 100 neue Wohnungen entstehen.

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Wo an der Ludwigtsfelder Clara-Zetkin-Straße zurzeit 41 Pkws mitten im Wohngebiet eingezäunt parken, sollen nächstes Jahr 108 neue Wohnungen entstehen.

Quelle: Foto: Abromeit

Ludwigsfelde. Dort, wo an der Ludwigsfelder Clara-Zetkin-Straße eine Platte mit 60 Wohnungen stand, die nach einer Gasexplosion abgerissen wurde, soll jetzt neu gebaut werden. Das sagte Thomas Schröter, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsgesellschaft Märkische Heimat. Er hat Planungen eines Berliner Architekten-Büros auf dem Tisch, wonach dort in drei Gebäuden 108 neue Wohnungen entstehen können. Über Details dieses mit rund 20 Millionen Euro veranschlagten Projekts berät am Dienstagabend der Aufsichtsrat des stadteigenen Unternehmens.

Der Druck auf den Wohnungsmarkt im Berliner Umland ist nach wie vor groß, bei der Märkischen Heimat liegen permanent Dutzende Mietanfragen. Das habe sich auch nach Fertigstellung der 44 Wohnungen zu Jahresbeginn an der Potsdamer Straße noch nicht gravierend geändert, so Schröter. Der Aufsichtsrat schaut sich jetzt nicht nur die Wohnungszuschnitte an, er befasst sich auch mit der Kostenermittlung des Projekts, der Wirtschaftlichkeitsberechnung und finanziellen Fremdmitteln für das Vorhaben. „Eine solche Summe können wir nicht aus eigener Kraft stemmen, dazu ist ein Kredit nötig“, erklärt der Geschäftsführer.

Mietergärten fürs Erdgeschoss

Geplant ist die Zufahrt für künftige Mieter in das neue Quartier von der Salvador-Allende-Straße aus. „Von dort geht es auf eine abgesenkte Parkebene mit 132 Stellplätzen hinunter“, so der Chef. Tiefgaragen seien das allerdings nicht, aber vor Wind und Wetter geschützte Fahrzeugplätze. Über dieser etwas mehr als einen Meter tief in der Erde liegenden Ebene sollen drei identische Gebäude entstehen, dazwischen bekommen Erdgeschoss-Bewohner Mietergärten. Für Mieter der obersten Geschosse sind Dachterrassen vorgesehen.

Stimmt der Aufsichtsrat diesen Plänen zu, soll der Bauantrag in den kommenden Tagen gestellt werden. Entstehen würden mit insgesamt 45 Zweiraum-, 39 Dreiraum- und 24 Vierraum-Wohnungen knapp 7000 Quadratmeter an neuer Wohnfläche. Nachgefragt wird ein neues Zuhause in der Autobauerstadt nicht nur von Ludwigsfeldern, die innerhalb der Stadt umziehen wollen. „Wir haben auch Anfragen von Potsdamern und Berlinern, von Rückziehern aus dem alten Bundesgebiet, oder von älteren Paaren, die es nicht mehr schaffen, ein 1000 oder 1500 Quadratmeter großes Grundstück zu bewirtschaften und die sich entschlossen haben, in eine Wohnung umzuziehen“, erklärt Thomas Schröter.

Flächen für Stellplätze dazu gekauft

Er rechnet damit, dass das Vorhaben im Laufe des Jahres genehmigt und dass nach dem Winter gebaut werden kann. Eines steht allerdings auch fest: Bei einem sogenannten Stellplatzschlüssel von 1,5 in der Stadt Ludwigsfelde – pro Wohnung müssen anderthalb Parkplätze zur Verfügung gestellt werden  – muss die Märkische Heimat für das neue Quartier insgesamt 162 Stellplätze anbieten. „Dafür haben wir im Stadtviertel bereits Flächen dazu gekauft“, erklärt Schröter.

Mit den derzeit entstehenden 50 Wohnungen der Ludwigsfelder Wohnungsgenossenschaft am anderen Ende der Zetkinstraße wird auch ein neues Verkehrskonzept für das Stadtviertel West nötig, denn die Ausfahrt aus der Parkebene am Ende der Sackgasse Zetkinstraße führt absehbar zu Stauzeiten.

Von Jutta Abromeit

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