Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Wieder zwei Verdachtsfälle auf Wolfsattacken

Gottsdorf Wieder zwei Verdachtsfälle auf Wolfsattacken

In der Gemeinde Nuthe-Urstromtal haben wahrscheinlich wieder Wölfe zugeschlagen: In Gottsdorf wurde in der Nacht zu Freitag ein Kälbchen gerissen und zwischen Dobbrikow und Nettgendorf sind seit Wochenbeginn fünf Kälber von der Weide verschwunden. In einem Fall half sogar ein Elektrozaun als Schutz nicht.

Voriger Artikel
„Kassandras“ Emanzipation im Kreishaus
Nächster Artikel
Fotoatelier und Lehrräume im alten Amtsgericht

Wolf-Alarm in Nuthe-Urstromtal.
 

Quelle: Annika Löffler

Nuthe-Urstromtal.  In der Nacht von Donnerstag zu Freitag wurde in Gottsdorf ein Kälbchen gerissen. Martijn Vestjens war so froh, als das Kälbchen vor drei Tagen auf die Welt kam und schon munter umhersprang. Doch als er am Freitagmorgen auf die kam, sah er sofort das Unheil. Die grüne Weide war nicht mehr zu erkennen. Scheinbar sind die Rinder in ihrer Panik vor einem Wolf herumgelaufen und zerwühlten dabei das gesamte Areal. Das Kälbchen lag dort mit aufgerissenem Bauch.

Wolfspur auf Weide gefunden

Ein Rissgutachter war schnell vor Ort und schaute sich das tote Tier an. Bis nicht alle Untersuchungen abgeschlossen sind, wird noch keine endgültige Aussage getroffen. Allerdings wurde eine Wolfsspur festgestellt. Das Kälbchen soll am Montag untersucht werden. Bis dahin wird es in einem Kühlraum untergebracht. Vestjens kann sich nicht erklären, wie der Wolf auf das Gelände kommen konnte. Der Elektrozaun ist ausreichend hoch und stand unter Strom. Auch die Mutterkuh weist leichte Verletzungen am Kopf auf. Wahrscheinlich hat sie ihr Kälbchen verteidigt. Der entstandene Schaden beträgt 500 Euro.

Fünf Kälber in einer Woche verschwunden

 Einen weiteren Vorfall gab es Anfang der Woche zwischen Dobbrikow und Nettgendorf. „Ich habe den Wolf am Wochenende zwei Abende hintereinander auf der Koppel gesehen und in der Nacht auch heulen gehört“, sagt Achim Schmidt, der für ein Wittbrietzener landwirtschaftliches Unternehmen tätig ist. Am Montag stellte er fest, dass vier Kälber fehlen. Und im Laufe der Woche ist noch ein fünftes Tier verschwunden. „Da liegt die Wahrscheinlichkeit nahe, dass wir die fünf Tiere nicht mehr wiedersehen“, so Schmidt.

Problem mit der Entschädigung

Ihm bleibt nichts weiter übrig, als einen Elektrozaun zu bauen. Inzwischen wurde eine Wildkamera angebracht, die in den kommenden Tagen ausgewertet werden soll. Für die Landwirte ist es ein Problem, wenn die Tiere sang und klanglos verschwinden und sie keinen Beweis haben, dass Wölfe im Spiel waren. In solchen Fällen ist es schwierig, eine Entschädigung zu erhalten. Tiere die verschwinden, erscheinen auch in keiner Statistik.
 

Von Margrit Hahn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg