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Wiederbelebte Dorfgemeinschaft

Grüna Wiederbelebte Dorfgemeinschaft

Grünas junger Heimatverein bereitet sein zweites Erntedankfest vor. Die Vorsitzende Janina Wanka blickt zufrieden zurück auf die Zeit seit der Gründung vor gut einem Jahr. Doch ein paar kleine Wünsche stehen noch offen.

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Janina Wanka ist zufrieden mit den Fortschritt in Grüna und mit den Erfolgen des Vereins „Grüna im Fläming“.

Quelle: Isabelle Richter

Grüna. Janina Wanka freut sich auf das zweite Erntedankfest am Wochenende in ihrem Heimatort Grüna. Skeptisch sei sie derzeit nur noch dem Wettergott gegenüber.

Für die Vorsitzende des Vereins „Grüna im Fläming“ ist die Folgeveranstaltung des ersten Erntefests im vergangenen Jahr ein großer Erfolg. Denn sie und ihre Vereinsmitglieder versuchen mit verschiedenen Aktionen, den Gemeinschaftssinn im Dorf wieder zu beleben.

Neuer Schwung für das Dorf

Bevor sich der Verein „Grüna im Fläming“ Ende 2015 gründete, war das Dorfleben in dem Jüterboger Ortsteil fast zum Erliegen gekommen. „Es gab lange keinen Ortsverein und dann ist hier alles ein bisschen eingeschlafen“ berichtet die Vorsitzende.

Außerdem stand damals die Museumsscheune vor dem Aus. Der Betreiber hatte den Vertrag mit der Stadt Jüterbog gekündigt. Um das Objekt zu retten, musste eine Lösung her. Neun Grünaer Einwohner taten sich deshalb zusammen. „Wenn wir uns nicht gegründet hätten, würde die Scheune seit Jahresbeginn leerstehen. Wir wollen jetzt ein bisschen Schwung ins Dorf bringen und den Zusammenhalt weiter fördern“, sagte Janina Wanka noch im Januar 2016.

Inzwischen wird die Scheune für Veranstaltungen wieder gut gebucht. Daher gab es in diesem Jahr einen neuen Tresen mit Zapfanlage.

Der Verein hat sich gut entwickelt

Mittlerweile hat auch der Verein neuen Zuwachs bekommen. 15 Mitglieder sind jetzt mit dabei. „Es gibt immer mehr Leute, die sich anbieten“, berichtet Janina Wanka stolz. Stolz ist die Grünaerin auch auf die verschiedenen Aktionen, die mit dem Verein und in enger Zusammenarbeit mit dem Grünaer Ortsbeirat entstanden sind.

Ein Halloweenumzug und mehrere Flohmärkte kamen bei den Dorfbewohnern so gut an, dass sie wie das Erntefest auch in Zukunft wiederholt werden.

Festprogramm

Das Erntedankfest in Grüna startet am Sonnabend um 15 Uhr im Dorfkern. Besucher erwarten Wettbewerbe wie das Kürbiskegeln oder der Kartoffelweitwurf.

Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben oder auch auf Ponys reiten.

Live-Musik gibt es von den Flämingthaler Musikanten.

Am Sonntag wird das Fest um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kirche eröffnet.

Erntegaben können entweder zum Gottesdienst mitgebracht oder am Sonnabend von 9 bis 12 Uhr in der Kirche Grüna und im Konversenhaus in Kloster Zinna abgegeben werden. Sie sind für den Georgshof in Hohengörsdorf gedacht.

Überhaupt habe Janina Wanka im vorigen Jahr eine positive Veränderung in ihrem Dorf beobachtet. „Wir haben es geschafft, mehr Leute zusammenzubringen“, sagt sie. Die 33-Jährige wohnt selbst noch nicht lange in Grüna.

Genau deshalb sei es ihr wichtig, Zugezogene und Alteingesessene bei gemeinsamen Treffpunkten zusammenzubringen.

Ein paar Wünsche bleiben aber noch offen

Trotz des geglückten Starts stehen weiterhin genug Dinge auf der Vereinswunschliste. Als Beispiel nennt die Vereinsvorsitzende: „Wir würden gern das Ringstechen wiederbeleben. Das wäre ein Traum.“ Früher war der Wettkampf in Grüna noch Tradition. Heute ist diese leider verflogen. Das finden viele Einwohner schade.

Mit den Einnahmen vom Erntefest sowie über Spenden von Firmen aus der Umgebung soll aber als erstes ein Spielplatz entstehen. Auf den warteten die Kinder in Grüna bisher vergeblich. Janina Wanka berichtet, man wolle zunächst mit einem Spielgerät beginnen und den Spielplatz dann in den nächsten Jahren erweitern.

Von Isabelle Richter

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