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Wiegenlieder aus aller Welt

Konzert mit Flüchtlingskindern in Jüterbog Wiegenlieder aus aller Welt

„Von Träumen und Tränen“ war der Titel des Konzertes, bei dem Kinder aus Dahme und Jüterbog gemeinsam mit Mädchen und Jungen aus dem Flüchtlingsheim Quellenhof sangen. Für den Auftritt im Jüterboger Kulturquartier Mönchenkloster waren Wiegenlieder aus aller Welt ausgewählt worden.

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Keine Sprachschwierigkeiten gab es beim gemeinsamen Singen internationaler Wiegenlieder.

Quelle: Hartmut F. Reck

Jüterbog. Sanft schlummerte die kleine Selin auf dem Schoß ihrer Mutter. Das 14 Monate alte Flüchtlingsmädchen fühlte sich nur von dem zwischenzeitlichen Applaus gestört, schlief dann aber wieder selig ein, sobald das nächste Wiegenlied erklang. Denn vorne auf der Bühne des völlig überfüllten Konzertsaals des Kulturquartiers Mönchenkloster standen zehn ältere Kinder aus dem Übergangsheim Quellenhof bei Jüterbog, in dem auch Selin und ihre Eltern Zuflucht gefunden haben, und sangen gemeinsam mit etwa 50 Kindern aus Dahme und von der evangelischen Grundschule Jüterbog Schlaf- und Wiegenlieder aus aller Welt.

Dieses von einem Instrumentalensemble begleitete Konzert unter dem Titel „Von Träumen und Tränen“ war am Samstagabend der Höhepunkt eines interkulturellen Musikprojekts, das der Dahmer Kirchenmusiker Johannes Rathgeber im Rahmen seiner Masterarbeit an der Musikhochschule Münster im Hauptfach „Musik im Kontext“ ins Leben gerufen hatte.

Seit September lernten die Dritt- und Viertklässler der evangelischen Grundschule unter seiner Anleitung und der von Musiklehrerin Agnes Bohnert die Lieder aus aller Welt kennen und singen. Dabei waren sowohl die mitunter ungewohnten Melodien als auch die fremdsprachigen Texte „eine echte Herausforderung“, wie Rathgeber meinte. Aber Agnes Bohnert winkte ab: „Die Kinder lernen viel schneller als wir Erwachsene.“ Und die wirklich schwierigen arabischen Texte trugen Aljessa und Mohammed sowie Almira und Kais ganz locker vor. Die anderen Wiegenlieder kamen aus Frankreich, Mazedonien, Lettland, Russland, Neuseeland, Türkei, Südafrika, Süd- und Nordamerika sowie aus Deutschland.

Die letzte Herausforderung für alle Beteiligten war die Generalprobe am Samstag vor dem Konzert. Denn die Instrumentalisten hatten sich erst am Tag der Aufführung in Jüterbog eingefunden und kamen aus unterschiedlichsten Richtungen. Sie waren also kein eingespieltes Team, doch bewiesen sie ihre Professionalität bei den Musikarrangements, die ein durchaus hohes Niveau erforderten.

Als das Konzert mit dem wohl beliebtesten deutschen Wiegenlied „Der Mond ist aufgegangen“ ausklang, brauste ein starker Applaus auf, der die kleine Selin endgültig aus dem Reich der Träume riss. Sie wirkte aber völlig entspannt und im wahrsten Sinne des Wortes sehr aufgeweckt nach all den schönen Schlummerliedern.

Von Hartmut F. Reck

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