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Wiesenhof muss die Produktion zurückfahren

Niederlehme (Dahme-Spreewald) Wiesenhof muss die Produktion zurückfahren

Bei Wiesenhof in Niederlehme muss die Schlachtleistung zurückgefahren werden. Das hat das Landwirtschaftsministerium angeordnet. Offenbar hatte der Schlachtbetrieb schon vor geraumer Zeit seine Kapazität deutlich erhöht – ohne Genehmigung.

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Nicht mehr als 120 000 Hühner dürfen laut Anordnung täglich in Niederlehme geschlachtet werden.

Quelle: dpa

Niederlehme. Der Wiesenhof-Schlachtbetrieb in Niederlehme muss seine Schlachtkapazitäten verringern. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Brandenburgische Landwirtschaftsministerium am Dienstag vergangener Woche eine „Teilstilllegung“ des Schlachthofes verfügt. Das bedeutet, dass weniger Stunden gearbeitet und weniger Tiere geschlachtet werden dürfen, heißt es aus dem Ministerium.

Die Anordnung ist ein neuer Höhepunkt im Streit um eine Erweiterung der Betriebskapazitäten bei der Märkischen Geflügelhof-Spezialitäten GmbH. Der Schlachtbetrieb hatte Ende vergangenen Jahres die Erweiterung seiner Schlachtkapazitäten von täglich 120 000 Hühnern auf 160 000 Hühner beantragt. Maximal sollen 240 000 Tiere täglich geschlachtet werden können.

Um die Kapazitäten zu erhöhen, wollte das Unternehmen zwar keine neuen Gebäude errichten, aber Schlachtanlagen erweitern und interne Abläufe verändern. Das führt unter anderem auch zu einem deutlich höheren Lieferverkehr, der immissionsschutzrechtlich genehmigt werden muss.

Offenbar hatte das Unternehmen aber den Antrag erst gestellt, nachdem die Kapazitäten bereits hochgefahren worden waren. Sowohl die Grünen im Landtag als auch die Bürgerinitiative „KW stinkt’s“ hatten nach Bekanntwerden gefordert, dass das Land eingreift. Das hat das Ministerium nun getan. Der Sprecher der BI, Andreas Rieger, sieht sich deshalb bestätigt.

Bei Wiesenhof dagegen gibt man sich überrascht. „Wir haben die genannte Teilstilllegungsverfügung mit Erstaunen zur Kenntnis genommen“, heißt es in einer Reaktion des PHW-Konzerns, zu dem Wiesenhof gehört. Man gehe davon aus, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für einen solchen Erlass nicht vorliegen. Deshalb werde man Rechtsmittel einlegen. Wegen eines offenbar neu gestellten Genehmigungsantrags sei man aber zuversichtlich, dass sich das Verfahren in den kommenden Wochen erledigen wird, heißt es.

Von Oliver Fischer

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