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Wiesenschulcafé überzeugt den Ausschuss

Schulprojekt in Jüterbog Wiesenschulcafé überzeugt den Ausschuss

Das Projekt Schülercafé in der Jüterboger Wiesenschule ist mehr als eine reine Pausenversorgung. Ein Bild davon verschafften sich in dieser Woche auch die Mitglieder des Sozialausschusses der Stadt. Denn das Café ist mangels Geld von der Schließung betroffen. Nun stehen zwar auch die Ausschussmitglieder hinter der Idee, doch Geld hat die Stadt trotzdem keines.

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Café-Mitarbeiter Timo Masur berichtete über dessen Arbeit.

Quelle: Klemens

Jüterbog. Das Thema Schülercafé bewegt derzeit an der Jüterboger Wiesenoberschule die Gemüter. Denn dem Projekt droht zum Schuljahresende das Aus. Ihrer Sorge Luft machten sich kürzlich Schüler, Schulleiter und Schulsozialarbeiter. Aus dem Wissen heraus, dass das Café mehr als „nur“ eine kostengünstige Pausenversorgung ist, hatten sie die Mitglieder des Sozialausschusses eingeladen, sich vor Ort ein eigenes Bild zu verschaffen.

Hunger macht böse

Dem 16-jährigen Timo Masur war die Aufregung deutlich anzumerken. In einer sachlichen und zugleich humorvollen Powerpoint-Präsentation stellte er das Team und die Mitarbeiter des Projektes vor. Mit der Erkenntnis, dass Hunger böse macht und auch mit der notwendigen Konzentration aufs Lernen nicht zusammenpasst, brachte er die Kernbotschaft auf den Punkt. Schüler und Lehrer kamen ebenfalls zu Wort. Mit Daumen-hoch-Fotos für den Erhalt und Daumen-abwärts-Bildern zur drohenden Schließung warben auch sie für ihr Café.

„Das Schülercafé ist kein Luxus“

Schulleiter Ralf Mund und Schulsozialarbeiter Michael Lehmann betonten den sozialpädagogischen Aspekt. „Das Schülercafé ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Leistungsfähigkeit der Schüler, die wir über den Tag bewahren wollen“, so Mund. Nicht nur das günstige Brötchen, dass sich hier auch finanzschwache Schüler leisten können, hat der Schulleiter dabei im Blick, sondern die Wohlfühlatmosphäre im Café und die Anerkennung für die Schülermannschaft hinterm Tresen.

Beeindruckt von der Erfolgsbilanz des Projektes zeigten sich nicht nur die Vorsitzende Maritta Böttcher (Linke), sondern auch die übrigen Mitglieder des Ausschusses. „Uns noch mehr von der Notwendigkeit zu überzeugen, ist gar nicht notwendig“, so Böttcher. „Nun müssen wir schauen, wo wir die Mittel hernehmen. 500 Euro im Monat müssten drin sein.“ Diese Summe wird benötigt, um die Stelle der Café-Leiterin zu finanzieren, deren Förderung durch das Arbeitsamt zum Schuljahresende entfällt.

Haushaltsrecht verbietet die Schaffung einer städtischen Stelle

Dass die Idee, die Stadt könne einspringen, nicht funktioniert, stellte Kämmerer René Wolter mit Blick auf das Haushaltsrecht klar. Zusätzliche Stellen zu schaffen, noch dazu im Bereich der freiwilligen Aufgaben, sei aufgrund des Haushaltssicherungskonzeptes nicht erlaubt. „Im Moment“, so Wolter, „bin ich ratlos.“

Das Café als Gemeinschaftsprojekt aller Kommunen zu betreiben, deren Schüler an der Wiesenoberschule lernen, schlug Jüterbogs ehemalige Sachgebietsleiterin Bildung, Jutta Tuckai, vor. Als Begegnungs- und Integrationsprojekt bestünde zudem Aussicht auf Landesförderung, war man sich in der Runde einig. Möglicherweise könne der Schulförderverein als Träger fungieren. Gespräche hierüber soll es so schnell wie möglich geben.

Von Uwe Klemens

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