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Teltow-Fläming Wild-West-Stimmung am Osterfeuer-Saloon
Lokales Teltow-Fläming Wild-West-Stimmung am Osterfeuer-Saloon
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00:44 15.04.2018
Wild-West in Neuhof. Durch diese Pendeltür gelangen die Osterfeuer-Gäste in den begehbaren Saloon. Quelle: fotos (2): Frank Pechhold
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Neuhof

Westwind weht in Neuhof-City. „Spiel mir das Lied vom Tod“ dröhnt die legendäre Filmmundharmonika aus den Disco-Boxen. Sekunden später brennt der hölzerne Saloon lichterloh. Ein nachgebautes Western-Trinklokal wird Gründonnerstag auf der grünen Wiese hinter dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr abgefackelt.

Whisky wird am Osterfest-Bierwagen nicht ausgeschenkt. „Bier schmeckt einfach besser“, sagt Feuerwehrmann Enrico Schmidtchen in einer Arbeitspause auf der Saloon-Baustelle. Traditionell stapeln die Neuhofer auch 2017 seit Anfang Februar für ihr Holz-Kunstwerk mächtig hoch. „Holzhaufen kann doch jeder“, sagt Schmidtchen. „Als Kinder haben wir Buden gebaut, heute bauen wir eben Osterfeuergebilde, die sonst keiner hat“, ergänzt Daniel Greulich.

Elf Wochen jeden Samstag und nach Feierabend gebaut

Dampflok, Segelschiff, Feuerwehrauto, Mississippi-Raddampfer, Doppelstockbus und mittelalterliche Burg wurden in den vergangenen Jahren abgefackelt. Nun also soll ein Saloon dem Osterfeuer geopfert werden. „Daran haben wir elf Wochen lang jedem Samstag und auch nach Feierabend gearbeitet“, sagt Feuerwehrmann Greulich.

Der Saloon steht auf naturbelassenen Kanthölzern. Holz bekamen die Bauherren der bizarren Wild-West-Bar von einem betagten Neuhofer Waldbesitzer. Mit Genehmigung des über 80 Jahre alten Mannes durchforsteten sie an drei Wochenenden dessen Bestand nach trockenem Kiefernholz. Anschließend wurden die Stämme zur Baustelle auf der Osterfeuerwiese gebracht und dort mit Sägen und anderen Werkzeugen verarbeitet.

Blickfang sind die frei schwingenden Flügeltüren

„Für den Saloon haben wir schätzungsweise 30 Festmeter Holz verbaut“, sagt Greulich. Auch Paul Rudloff (11) von der Jugendfeuerwehr hat fleißig geholfen und Latten für die Wände zugeschnitten. Blickfang sind die aus Westernfilmen bekannten, zwei halbhohen, frei schwingenden Flügeltüren. Rechts neben dem Eingang gibt es einen Balken, an dem ein Holzpferd angebunden ist. „Das Pferd habe ich noch schnell aus ein paar Stämmen zusammen gezimmert“, sagt Greulich. Linkerhand wartet eine baumende Galgenschlinge auf die Hinrichtung eines Revolverhelden.

Eine rote Petroleum-Laterne weist liebeshungrigen Cowboys, Greenhorns und Goldsuchern den Weg in die erste Etage. Saloons waren eine reine Männerdomäne und galten als verruchter Ort des Glücksspiels und Lasters. Daher gingen die Frauen, die man dort antraf, meist der gewerbsmäßigen Prostitution nach. Einige Saloons offerierten ihren Kunden dafür sogar eigene Zimmer, die man mit den Frauen mieten konnte.

Besucher dürfen begehbares Riesenspielzeug erkunden

Freizügige Frauen warten hinter dem Fenster mit der roten Laterne Gründonnerstag nicht. Davon können sich die Besucher des Osterfeuers selbst überzeugen. Rund eine halbe Stunde vor dem Abfackeln darf das mit Feuerholz gefüllte, begehbare Riesenspielzeug erkundet werden. „Von der Galerie aus hat man einen guten Ausblick und kann wunderschöne Fotos machen“, sagt Jens Ehrlich vom Verein „Dorfgemeinschaft Neuhof“.

Punkt 19 Uhr beginnt die Veranstaltung am Saloon. Vielleicht schlendert Axel Späthe, Chef von Neuhofer Feuerwehr und Dorfgemeinschaft, dann lässig mit dem Sheriff-Stern auf der Leder-Weste auf die Western-Bar zu, um blitzschnell seinen Revolver aus dem Halfter zu ziehen und damit ein Pulverfass in Brand zu schießen, das mitten im Saloon steht. „Das ist wohl eher nicht der Fall“, dämpft Jens Ehrlich die Erwartungen der Osterfeuer-Gäste an zu viel Wild-West-Romantik. Wahrscheinlich stecken Kinder der örtlichen Jugendfeuerwehr wie gewohnt das Holzbauwerk mit Fackeln in Brand.

Von Frank Pechhold

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