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Teltow-Fläming Wilfried Dötzel hat den Blick fürs Besondere
Lokales Teltow-Fläming Wilfried Dötzel hat den Blick fürs Besondere
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05:18 04.03.2017
Wilfried Dötzel stellt derzeit seine Bilder im evangelischen Gemeindehaus Blankenfelde aus. Quelle: Zielke
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Dahlewitz

Eine kleine Blüte kann zum Star werden, wenn sie das Glück hat, Wilfried Dötzel vor die Linse zu kommen. MAZ-Leser kennen den 75-Jährigen aus Dahlewitz, der mit seinen Bildern die Schönheit der Natur festhält.

Seine Fotografien sind in der Region mittlerweile gefeierte Motive. Eine Jury hat gleich zwei seiner Bilder in die aktuelle Ausstellung mit den schönsten Motiven aus Rangsdorf gewählt, die dort im Rathaus zu sehen ist. Eine ganze Schau mit seinen Werken ist derzeit im evangelischen Gemeindezentrum in Blankenfelde zu sehen.

Eine Biene in einer Blüte Quelle: Wilfried Dötzel

Als Wilfried Dötzel über seine Arbeit sprechen will, herrscht dort große Aufregung. Ein Maler hat eine Wand gestrichen und die Bilder eher lieblos wieder hingehängt. Mit dem Zollstock in der Hand steht Dötzel auf dem Stuhl und gibt Anweisungen an Wolfgang Weber, der in der Kirchengemeinde für die Kunst zuständig ist. „Zwei Zentimeter weiter nach links“, ruft Winfried Dötzel. Wolfgang Weber schiebt den gläsernen Rahmen vorsichtig zurecht. Dann hängt das Bild gerade, aber noch ein paar Millimeter zu tief. „Ich bin Perfektionist, ich will immer 110 Prozent geben“, sagt Dötzel. Das könnte mit seinem früheren Beruf als Zahnarzt zu tun haben. Da muss man auch sehr genau sein und aufs Detail achten. Beim Fotografieren ist es ähnlich, sagt er.

Spiel mit dem Licht: Vierspurige Straßen können nicht nur laut und schmutzig sein, sondern auch wunderschön anzusehen. Quelle: Wilfried Dötzel

Fast täglich ist der 75-Jährige unterwegs – oft mit dem Fahrrad und immer mit der Kamera im Rucksack. „Ohne Kamera gehe ich nie aus dem Haus“, sagt Dötzel. Wenigstens die kleine Kompakte ist immer dabei, oft schnallt er sich die zehn Kilo schwere Komplettausrüstung um – mit mehreren Kameras und Objektiven.

Die Aphrodite auf Fuerteventura Quelle: Wilfried Dötzel

Fotografiert wird so ziemlich alles, was vor die Linse kommt. Das können Sonnenuntergänge, Insekten oder ein Grashalm sein. „Meine innere Stimme sagt mir, halte an und mache ein Foto“, sagt Dötzel. Dann kann es schon mal sein, dass eine Pusteblume oder ein paar Hagebutten zu Kunstwerken werden und Wellen auf einer Wasseroberfläche fast expressionistische Farben annehmen. Manchmal kommt es vor, dass Leute anhalten und ihn fragen, ob alles in Ordnung ist, wenn er mit der Kamera im Gras auf den perfekten Moment lauert. „Man braucht den Rundumblick. Die Höhe ist wichtig“, sagt Dötzel.

Der Rangsdorfer See im Winter Quelle: Wilfried Dötzel

Fotografie ist immer eine Frage der Perspektive und des Blicks für das Besondere. Den hat Wilfried Dötzel schon von seinem Vater gelernt. „Der hatte eine Vorliebe für Landschaften ohne Menschen“, erinnert er sich. Damals wurden Bilder noch auf Dias entwickelt und der Familie an langen – schier endlosen – Winterabenden gezeigt. Der Hobbyfotograf von heute geht mit der Zeit und erfasst die Welt mit der Digitalkamera. Der Vorteil: Man sieht sofort, wie das Bild geworden ist. In den vergangenen Jahren hat Dötzel nur noch die Röntgenbilder aus der Zahnarztpraxis von Hand entwickelt.

Wildenten Quelle: Wilfried Dötzel

In Zeiten, in denen jedes Mobiltelefon passable Bilder schießt, helfen ein paar Grundlagen der Fotografie, um den Schnappschuss vom Kunstwerk zu unterscheiden. Wilfried Dötzel hat viel über Belichtungszeiten, Brennweiten und den goldenen Schnitt gelernt. Seine Bilder kommen ohne Nachbearbeitung aus. Er liebt es, mit dem Licht zu experimentieren. Geduldig auf den richtigen Moment zu warten, ist auch eine Eigenschaft, die man als Fotograf braucht. Den perfekten Moment gibt es nur einmal.

Eine Ausstellung mit Fotos von Wilfried Dötzel ist bis zum 2. April montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum Blankenfelde zu sehen.

Von Christian Zielke

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