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Teltow-Fläming William, das Blaulicht-Baby
Lokales Teltow-Fläming William, das Blaulicht-Baby
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18:30 17.02.2013
ALTES LAGER

. So erinnert ihn ein Kreuz am Straßenrand stets an den Verkehrsunfall einer jungen Familie mit zwei Toten und zwei Verletzten. Aber es gibt auch schöne Erlebnisse – wie das am 24. Januar.

Yvonne Klein erwartete ihr zweites Kind. Ihr Mann Daniel hatte sich grad zur Nachtschicht auf den Weg gemacht, als sie ein Ziehen im Unterleib spürte. Kurze Zeit später begann sie zu zittern und die Schmerzen wurden stärken. Ihr war klar: Das waren die Geburtswehen.

Sie rief ihren Mann an, doch der konnte von der Arbeit nicht weg. Im Kinderzimmer schlief der vierjährige Draven, den sie nicht allein lassen wollte. Zum Glück konnte ihre Mutter gleich zur Stelle sein. „Meine Mutter war aufgeregter als ich“, erzählt Yvonne Klein, „sie wählte dann den Notruf.“

Wenige Minuten später waren Rettungssanitäterin Kerstin Preuß und ihr Kollege vor Ort in Altes Lager. Kerstin Preuß sah sofort, dass die Geburt nicht mehr lange aufzuschieben war und verständigte den diensthabenden Notarzt Roland Krämer. Auf halber Strecke trafen sich Rettungswagen und Notarztwagen. „Ich habe sofort die Versorgung der Frau übernommen und im Luckenwalder Krankenhaus angerufen“, berichtet der Arzt.

Yvonne Klein fürchtete schon, das Baby käme im Rettungswagen zur Welt. Doch William hielt durch bis zum Kreißsaal. Die Hebamme bot dem Notarzt an, bei der Geburt dabei zu sein. Das ließ sich Roland Krämer nicht zweimal sagen. Für ihn, der ansonsten als Facharzt für Innere Medizin in Berlin tätig ist, war es die erste Geburt, die er hautnah miterlebte. Und es sei für ihn ein schönes Gefühl gewesen zu sehen, wie das Würmchen auf die Welt kam. William wog bei seiner Geburt 3600 Gramm und war 53 Zentimeter groß.

Für Roland Krämer stand schon als Kind fest, dass er Arzt werden will. Mit vier Jahren schenkte ihm die Mutter zu Weihnachten einen Arztkoffer mit Stethoskop – die Fotos von damals hat er noch. Doch zuerst absolvierte der gebürtige Kölner eine Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Seit zehn Jahren ist er als Arzt tätig, sowohl für Innere Medizin als auch in der Notfallmedizin. Einmal im Monat kommt er nach Jüterbog und schiebt eine 24-Stunden-Schicht. „Es gibt einfach zu wenig Notärzte“, sagt Krämer. Und er ist Notarzt aus Leidenschaft – nur manchmal, wenn er mitten in der Nacht wegen einer Lappalie raus muss, hält sich die Leidenschaft in Grenzen. Seine Jüterboger Kollegen wissen die ruhige Art und den Humor des Kölners zu schätzen.

Dabei hilft ihm sicher das Ausgleichprogramm in der Freizeit. Auf dem Fahrrad oder beim Schwimmen entspannt sich der Doktor. (Von Margrit Hahn)

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