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Teltow-Fläming Windpark Wahlsdorf wächst weiter
Lokales Teltow-Fläming Windpark Wahlsdorf wächst weiter
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00:42 19.07.2015
Das Fundament für eine Windkraftanlage im Windpark Wahlsdorf wird gegossen. Quelle: Andreas Staindl
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Wahlsdorf

Der Windpark bei Wahlsdorf wächst. Die ersten Windkraftanlagen (WKA) werden derzeit gebaut. Neun dieser Anlagen sollen insgesamt errichtet werden. Kommunalpolitiker und interessierte Bürger durften am Mittwoch die Baustelle besichtigen. Die Firma Unlimited Energy hatte dazu eingeladen.

Geschäftsführer Achim Gebel informierte die Besucher über den Bauablauf. Der Projekteiter Günter Becker ergänzte mit technischen Details. Wegebau, Fundament, Windkraftanlage. Etwa eine Woche dauert es, bis eine Anlage komplett errichtet ist. Die Windräder in Wahlsdorf haben eine Gesamthöhe von 200 Metern. In 160 Meter Höhe werden die Rotorblätter montiert. Bis zu 100 Tonnen drücken auf die Fundamente. Diese haben einen Durchmesser von 20 Meter und sind 2,50 Meter dick. „Das ist ausreichend“, wie Achim Gebel sagt, „bisher ist noch keine Anlage umgestürzt.“

85 Meter hoch ragt der Windrad-Stumpf im Wald bei Wahldorf. Quelle: Andreas Staindl

„Die Fundamente müssen an einem Tag gegossen werden, sonst haben wir ein Problem“, sagt Günter Becker. 60 Lkws bringen den dafür nötigen Beton. Fünf Wochen lang muss dieser aushärten. Nach zwei Wochen werde mit dem Bau des Turms begonnen. Neun Segmente werden im Windpark in Wahlsdorf aufeinandergesetzt und verspannt. Anschließend werden die Maschinentechnik installiert und die Rotorblätter montiert.

Die 200 Meter hohen Windräder schwanken bis zu einem Meter. Damit sie errichtet werden können, müssen Bäume weichen, werden Wege im Wald befestigt und ausgebaut. Noch ist das möglich. Doch die Fraktion Wählergruppe Landleben (WLL) der Dahmer Stadtverordnetenversammlung will das ändern. Sie hat zwei Anträge in die heutige Stadtverordnetensitzung eingebracht, damit sich die Stadt gegen eine Ausweisung von Wald- und Naturschutzgebieten als Windeignungsgebiete ausspricht.

Das Abholzen von Wald für Windräder sei keine nachhaltige Waldwirtschaft und trage nicht zum Klimaschutz bei wie Hans-Georg Nerlich und Susanne Boy von der Fraktion WLL argumentieren. Sie wollen zudem, dass die Stadtverordneten die Landesregierung auffordert, die Brandenburger Bauordnung so zu ändern, dass künftige Windkraftanlagen einen Mindestabstand des Zehnfachen ihrer Gesamthöhe zu Wohngebäuden haben müssen (10-H-Regel). Der Deutsche Bundestag habe den Bundesländern die Möglichkeit eingeräumt, eine derartige Abstandsregel für neu zu errichtende Anlagen in ihren Bauordnungen festzuschreiben.

Den Bau der Windräder bei Wahlsdorf werden die Anträge nicht stoppen. Sechs Anlagen sollen dort noch in diesem Jahr, drei Windräder Anfang 2016 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden, sagte Achim Gebel. Anschließend würden die für den Bau benötigten Trassen im Wald zurückgebaut. Dahmes Amtsdirektor Frank Pätzig (parteilos) ist mit dem bisherigen Bauablauf zufrieden: „Es wurden alle Vorgaben eingehalten.“ Wie Achim Gebel sagt, werden möglichst regionale Firmen mit Maßnahmen des Projekts beauftragt – ein entsprechendes finanzielles Angebot vorausgesetzt. Die Betonteile der Anlagen würden aus Qualitätsgründen in Bayern gefertigt.

Wahlsdorfs Ortsvorsteher Thomas März hätte es gern gesehen, wenn eine Firma in Ostdeutschland mit diesen Arbeiten beauftragt worden wäre. Der Windpark bei Wahlsdorf ist nur einer von mehreren geplanten Windparks im Amt Dahme.

Von Andreas Staindl

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