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Teltow-Fläming Windpark fast komplett
Lokales Teltow-Fläming Windpark fast komplett
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18:00 17.01.2013
JÜTERBOG

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Doch auf dem Heidehof ist Betrieb. Tieflader rollen auch in dieser Woche wie am Fließband zu den Baustellen. Die MAZ berichtete im Mai 2012, dass 16 Windkraftanlagen zu den bestehenden 31 errichtet werden. Das ist kein Widerspruch. „Die anderen acht Anlagen baut Enercon selbst. Geplant haben wir alle 16“, erläutert Frohwitter. Die acht der Energiequelle GmbH tragen eine rote Bauchbinde.

Mit der Einspeisung gebe es keine Probleme. „Wir bauen auch Umspannwerke“, sagt Frohwitter. Windkraftanlagen sollen möglichst nicht abgeschaltet werden, wenn das Elektrizitätsnetz zum Einspeisen nicht ausreicht. „Erneuerbare Energien haben Einspeisevorrang“, zitiert er das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das regelt, dass mindestens 95 Prozent der entgangenen Einnahmen zu entschädigen sind, wenn der Netzbetreiber die Einspeisung dennoch reduziert, um Engpässe zu managen. Diese Kosten werden dann weitergegeben.

Das Areal, auf dem bald alle 47 Anlagen fertig sind, gehört der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg. Sie will mit den Einnahmen ihre Schutzziele verwirklichen. Als ein Malterhausener davon in der MAZ las, vermutete er, dass das Vermögen der Steuerzahler verschenkt werde. Er erstattete Anzeige und bezog sich auf das MAZ-Interview. Staatsanwalt Gernot Remen schrieb ihm voriges Jahr, dass nicht ermittelt wird. Nur, weil die Stiftung Gewinn erziele, könne nicht geschlussfolgert werden, dass der Verkauf „unter Marktwert“ erfolgt sei. Pressesprecher Tom Köpping sagte auf MAZ-Nachfrage, niemand dürfe von der Staatsanwaltschaft Ermittlungen erwarten, weil er sich wundere, was sich sein Nachbar alles leisten könne.

Petra Riemann von der Geschäftsstelle der Stiftung Naturlandschaften in Potsdam sagte dazu nur: „Diese Flächen waren deutlich teurer.“

Die acht fertigen Anlagen vom Typ E 82 E2 des Herstellers Enercon weisen eine Nabenhöhe von 138 Metern und eine Leistungsstärke von jeweils 2,3 Megawatt auf. Das Unternehmen hatte bereits die 31 im Jahr 2006 errichteten Windenergieanlagen des Typs Enercon E 70 projektiert; für die neuen acht Windräder wird es auch die Betriebsführung übernehmen. Erworben wurden die neuen Anlagen im Windpark Heidehof von der Leasing-Handel-Immobilien-GmbH (LHI) aus Pullach bei München; das Unternehmen gehöre zu den großen Anbietern von Wind- und Solarparks in Deutschland, so Frohwitter. Er prognostiziert eine jährliche Stromproduktion des jüngsten Erweiterungsabschnitts von rund 41 000 Megawattstunden, entsprechend dem Strombedarf von rund 11 500 Haushalten. Geschäftsführer Michael Raschemann ergänzt: „Insgesamt wurden rund 35 Millionen Euro in die Erweiterung investiert.“

Die Bauarbeiten wurden im März 2012 begonnen und im Dezember abgeschlossen. Dies, obwohl auf dem alten Militärgelände unter anderem drei Fliegerbomben unschädlich gemacht wurden (die MAZ berichtete). Die Beräumung erfolgte, um den Baugrund und die Zufahrt frei von Munition zu bekommen, nicht, um Wanderern einen neuen Weg zu bieten.

„Die acht Anlagen von Enercon werden Mitte Februar fertig und Ende Februar ans Netz angeschlossen“, so Enercon-Bauleiter Marcel Franke. (Von Gertraud Behrendt)

Zur Brandruine in der Jüterboger Schlossstraße äußerte sich jetzt auch Bürgermeister Arne Raue. „Das Grundstück, auf dem der ehemalige und abgebrannte Kiosk gebaut ist, gehört der Stadt.

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