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Windpark soll weiter wachsen

Bauausschuss diskutiert über acht neue Windräder auf dem Heidehof Windpark soll weiter wachsen

Der Stadt Jüterbog liegt ein neuer Antrag eines Windparkbetreibers vor: Die Firma Enercon möchte ihren Windpark auf dem Heidehof um acht Windräder erweitern.  Die Kommunalpolitiker entscheiden im November

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16 Windkraftanlagen mehr könnten bald auf dem Heidehof stehen. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet demnächst über acht weitere Windräder.

Quelle: Engels

Jüterbog. Darüber informierte der Ausschussvorsitzende Eberhard Mertens den Bau- und Sanierungsausschuss am Mittwochabend. Die Mitglieder sollten als Fachgremium eine Empfehlung an die Stadtverordneten erarbeiten, ob dem Antrag stattgegeben werden soll oder nicht. Letztlich stimmten sie mehrheitlich dafür.

Bereits im März 2013 beantragte Enercon acht Windräder, die allerdings noch nicht gebaut sind. Nun sollen nochmals acht Stück des Bautyps E82 mit einer Gesamthöhe von 138 Metern folgen. Projektleiter Jürgen Helms von Enercon stellte die Pläne im Ausschuss vor. Enercon wolle schnellstmöglich bauen, sagte er. Zudem warb er dafür, dass die Stadt davon profitieren würde. "Wir haben eine Sondervereinbarung mit dem Finanzamt der Stadt Aurich getroffen, dem zuständigen Amt am Stammsitz unserer Firma. Mit dieser Vereinbarung zahlen wir nicht nur die gesetzlich vorgeschriebenen 70Prozent, sondern sogar 99 Prozent der Gewerbesteuern an die Stadt Jüterbog", sagte er. Damit wolle Enercon die Kommune unterstützen.

Einige Bauausschussmitglieder zeigten sich skeptisch. So fragte Clemens Neumann, ob die Gewerbesteuervereinbarung für die Stadt langfristig sicher sei. Jürgen Helms konnte das nicht mit Gewissheit sagen. Das Ausschussmitglied Petra Haase wollte wissen, warum in einem ausgewiesenen Biotop gebaut werden dürfe. Die Fläche der geplanten Windparkerweiterung liege unmittelbar an einem angrenzenden Naturschutzgebiet. Sechs der acht geplanten neuen Anlagen stehen laut Flächennutzungsplan in einem "Biotop". Jürgen Helms sicherte dem Ausschuss zu, dass die Naturschutzbehörde die Pläne bereits genehmigt hätte, "ein Biotop ist nicht gleich ein Naturschutzgebiet. Die Fläche wurde unter allen erdenklichen Kriterien des Naturschutzes geprüft und für geeignet ausgewiesen", sagte er.

Mertens wies vor der Abstimmung im Ausschuss darauf hin, dass die Stadt "immens von den Gewerbesteuereinnahmen profitieren" würde, und die zusätzlichen Anlagen auf dem Heidehof niemanden stören. Der Bauausschuss stimmte für die beantragte Erweiterung des Windparks. Abschließend entscheiden wird die Stadtverordnetenversammlung.

Von Kathrin Burghardt

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