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Teltow-Fläming Winterkehraus auf dem Waldfriedhof
Lokales Teltow-Fläming Winterkehraus auf dem Waldfriedhof
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00:00 27.03.2017
Freiwillige helfen jedes Jahr dabei, den Friedhof einer Frühjahrskur zu unterziehen. Quelle: Andrea von Fournier
Rangsdorf

Am Sonnabend hatte die Friedhofsverwaltung zum traditionellen Frühjahrsputz auf den evangelischen Waldfriedhof in Rangsdorf gerufen. Neben vielen Angehörigen, die bei schönstem Wetter Frühblüher auf private Grabstellen pflanzten, kamen etwa 20 Rangsdorfer zum Großreinemachen. „Die großen Wiesenflächen von Laub zu befreien, ist mir am wichtigsten“, erklärte Verwalter Michael Krüger.

Er schritt mit Werkzeug über das Geviert, harkte, sammelte Unrat ein und machte die Wasserstellen startklar. Das 108 Jahre alte, parkähnliche Friedhofsareal ist 1,5 Hektar groß und in seiner Mitte liegt eine denkmalgeschützte Kapelle. Im Keller gab es einst eine Leichenkammer.

Kulturveranstaltungen in der Kapelle

Der auf dem Friedhof in einem Ehrengrab bestattete Architekt Ernst Rang hatte das von den Rangsdorfern geschätzte Gebäude 1926 bis 1935 entworfen. Verwaltung und Friedhofskommission der Kirchengemeinde beschlossen, den Ort nicht nur als Stätte der Trauer ins Bewusstsein der Lebenden zu rücken und haben vor einigen Jahren die „Kapellenabende“ konzipiert. Kulturveranstaltungen wie Lesungen, Musik oder thematische Gespräche finden seitdem regelmäßig und mit viel Zuspruch statt.

Auch für die Außenanlagen und die ursprüngliche Bestimmung des Platzes muss sich Michael Krüger viele Gedanken machen. Die Friedhofskultur ist im Umbruch. 2017 gab es bisher nur eine Erdbestattung, im Jahr 2016 waren es elf von 91. So werden neue Flächen für Urnengräbergemeinschaften ausgewiesen, vier sind es inzwischen.

Probleme mit Wildschweinen

Weil Krüger traditionelle Grabstellen als Kulturgut erhalten möchte, ist auch das Familiengrab Ziedrich darunter. Das neue Friedhofsgesetz 2017 erlaubt keine anonymen Bestattungen mehr, auch davon gab es hier eine. Probleme gibt es immer wieder mit einer Wildschweinrotte, die seit drei Jahren im Wald daneben ihr Revier hat. Ein Wildzaun wurde gesetzt, die Türklinke ist federverstärkt und mit der Warnung, sie stets geschlossen zu halten, versehen.

Für Wildbienen und den Kuckuck gibt es kein Hindernis. 2016 investierte die Kirchengemeinde erheblich in ein Abfallsystem, das Michael Krüger mit einem ansässigen Unternehmen entwickelt hat. 15 verzinkte Metallboxen kann er nun auf seinen Radlader bugsieren und einfach entleeren.

Von Andrea von Fournier

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