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Wipfelstürmer mit Kettensäge

Ludwigsfelde/Großbeeren Wipfelstürmer mit Kettensäge

Bevor sie sich Baumpfleger nennen dürfen, sind zwölf Wochenkurse nötig. Diese Woche lernten ein Dutzend Teilnehmer im Kiefernwald von Ludwigsfelde, wie mit Hebebühnen und Kettensägen umgegangen wird. Angeboten wird diese Zusatzausbildung von der Lehranstalt für Gartenbau und Floristik Großbeeren.

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Die richtige Position der Hebebühne und die richtigen Schnitte mit der Kettensäge sichern unfallfreies Arbeiten.

Ludwigsfelde. Kritisch schauen die beiden Baumpflege-Ausbilder Manuel Weiß und Ingo Schneeweiß zum regengrauen Himmel: Haben alle Menschen genug Abstand, wenn gleich wieder eine Baumkrone 15 Meter tief herabstürzt? Gegenüber dem Krankenhaus Ludwigsfelde schweben Männer in gelben und orangefarbenen Anzügen zwischen dem Grün hoher Kiefern. Ein Dutzend Kursteilnehmer beendet heute mit einer Prüfung den einwöchigen Kurs „Arbeitsschutz Baum 2“. Die Männer müssen nachweisen, dass sie eine Hebebühne dreidimensional sicher navigieren können, auch zwischen Stämmen und Ästen.

Qualifizierung für Baumpflege

Dieser Kurs gehört zu zwölf Modulen der Baumpfleger-Qualifizierung bei der Lehranstalt für Gartenbau und Floristik Großbeeren. Weitere Kurse beinhalten den Umgang mit der Motorsäge oder die Seilklettertechnik. Die zwölf Männer, die diese Woche bei Wind und Regen an der Albert-Schweitzer-Straße etliche Kiefern Stück für Stück abtragen, kommen sowohl von reinen Landschaftsbau-Firmen als auch von Straßenbau-Firmen, die sich mit Straßenunterhaltung befassen, vom Kommunalservice Brandenburger Gemeinden oder von Feuerwehren.

Eigentümer will Ordnung schaffen

Der Lehrgang in Ludwigsfelde kam zustande, weil ein Eigentümer auf seinem Grundstück Ordnung schaffen will. Manuel Weiß sagt, man habe zwar die Räume für die theoretische Ausbildung. „Aber für die praktischen Teile der Ausbildung sind wir auf Informationen von Kommunen oder Grundstückseigentümern angewiesen, um praxisnah an Bäumen üben zu können.“ Dafür müssen Fällgenehmigungen vorliegen. „Das haben auch wir vorher zu prüfen, eher dürfen wir gar nicht anfangen“, sagt der gelernte Landschaftsgärtner mit Baumpflege-Qualifikation und Ausbildungsbefähigung. Außerdem gebe es Kontakte zu Forstverwaltungen, die Übungsareale zur Verfügung stellen, so Weiß. Der Ausbilder ist seit Dezember bei der Lehranstalt beschäftigt. Sie kooperiert bei Baumpfleger-Qualifizierungen und Lehrgängen zum European Treeworker (ETW/Europäischer Baumarbeiter) oder European Tree Technician (ETT/Euorpäischer Baumtechniker) mit der Peter-Lenné-Schule in Berlin, dem Oberstufenzentrum Agrarwirtschaft.

Wieder tönt eine Säge hoch oben im Geäst, wieder warnt Weiß: „Achtung, großer Ast. Ich will nicht mit euch auf die andere Straßenseite müssen.“ Er meint das Krankenhaus gegenüber.

Informationen über die Lehranstalt im Internet unter: www.lagf.de

Von Jutta Abromeit

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