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Teltow-Fläming Wird die Polizeiwache Zossen geschlossen?
Lokales Teltow-Fläming Wird die Polizeiwache Zossen geschlossen?
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13:23 03.05.2016
Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) kämpft für den Erhalt der Polizeiwache in Zossen. Quelle: Christian Zielke
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Zossen

Die Stadt ohne Polizeiwache – für Michaela Schreiber (Plan B) ein unvorstellbares Szenario, doch es gibt Gerüchte, dass genau dies passieren soll.

Die Bürgermeisterin hatte Ende vergangener Woche durch eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Christoph Schulze (BVB/ Freie Wähler) von einer möglichen Schließung der Wache erfahren. Schulze hatte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach der Zukunft des Zossener Standorts gefragt. In der Antwort hieß es, dass „leider immer noch nicht ausgeschlossen werden könnte, dass für die verbleibenden Revierpolizisten – insbesondere unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten – eine andere Unterbringung erfolgen“ müsse.

Schreiber: „Ich fühle mich von Innenminister Schröter verarscht“

Für Michaela Schreiber klingen diese Worte mehr als beunruhigend. „Ich fühle mich von Innenminister Schröter verarscht“, sagt sie. Dieser habe ihr im vergangenen Jahr bei zwei Bürgerversammlungen zur Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Wünsdorf zugesagt, den Wach- und Wechseldienst der Zossener Polizeiwache zu erhalten. Um die Sicherheitsbedenken der Bürger auszuräumen hatte der Minister zugesagt, ein Sicherheitskonzept zu erarbeiten und die Polizeipräsenz der jeweiligen Lage anzupassen.

Dass das Innenministerium die Sache nun offenbar anders sieht, will die Zossener Bürgermeisterin nicht akzeptieren. „Ich werde für den Erhalt der Wache in Zossen kämpfen – auf allen Ebenen“, sagt sie. Derzeit formuliert sie einen offenen Brief an den Innenminister. Am 11. Mai will sie sich in der Stadtverordnetenversammlung die Rückendeckung aller Abgeordneten einholen und auch die Bürger sollen ihren Unmut über eine mögliche Schließung der Wache kundtun – mit einer Unterschriftensammlung, die gerade im Rathaus vorbereitet wird. Schreiber hofft auch auf die Solidarität ihrer Bürgermeisterkollegen aus Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf und Am Mellensee. Deren Gemeinden liegen im Einzugsgebiet der Zossener Polizeiwache. „Es kann nicht sein, dass in der Region mit dem stärksten Einwohnerzuwachs in Teltow-Fläming an der Sicherheit der Bürger gespart wird“, sagt Michaela Schreiber.

Einsatzpartnerschaft in Zossen gefährdet

Ohne Polizei wäre auch die Einsatzpartnerschaft in Zossen stark gefährdet. In der Stadt treffen sich regelmäßig Vertreter von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zu gemeinsamen Übungen und Ausbildungen. „Das ist in ganz Brandenburg einmalig“, sagt Schreiber.

Das Innenministerium wollte sich zu dem Gerücht bislang nicht äußern. „Wir brauchen noch eine Zuarbeit“, sagte ein Sprecher auf MAZ-Nachfrage. Christoph Schulze, der Landtagsabgeordnete, hält die Existenz der Polizeiwache in Zossen weiterhin für gefährdet – trotz aller Beteuerungen von Vertretern der Landesregierung. Schuld seien die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre und die Polizeireform. Schulze hatte zunächst gedacht, Innenminister Schröter bemühe sich, die Polizei im Land wieder aufzubauen. „Dem ist wohl nicht so“, sagt Schulze. Weil Schröter nicht genug Geld bekomme, verschleiere und laviere er, statt offen zu sein.

Von Christian Zielke

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