Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Wirtschaftsförderer stellt sich vor
Lokales Teltow-Fläming Wirtschaftsförderer stellt sich vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 04.06.2017
Jüterbogs neuer Wirtschaftsförderer Christian Seiler. Quelle: Peter Degener
Anzeige
Jüterbog

Der neue Wirtschaftsförderer der Stadt Jüterbog heißt Christian Seiler. Der Wirtschaftsgeograf hat sich gegen 19 Mitbewerber und elf zu Gesprächen ins Rathaus eingeladene Konkurrenten durchgesetzt.

Er hat bereits die Stelle von Monika Nagel übernommen, die nun für das Jüterboger Bauarchiv verantwortlich ist. Am Mittwochabend stellte sich der 47-Jährige den Stadtverordneten vor. „Ich hoffe, ein sinnvolles Rädchen in der Verwaltung zu sein“, sagte Seiler, h.

Der Wirtschaftsgeograf spricht fließend indonesisch

Seiler wurde im Rheinland geboren und ist in Berlin aufgewachsen. Ende der 1990er Jahre war er Projektleiter bei der Landesentwicklungsgesellschaft Brandenburg (LEG), wo er für das sogenannte Sago-Gelände bei Potsdam verantwortlich war. Dort sollte er einen Biotechnologiepark und die Biologische Bundesanstalt ansiedeln. Das Vorhaben scheiterte, weil die LEG durch die Landesregierung aufgelöst wurde.

Seiler ging für die nächsten Jahre ins Ausland. Verschiedene staatliche Organisationen wie der Deutsche Entwicklungsdienst und das Centrum für internationale Migration und Entwicklung schickten ihn nach Afrika und Asien. „Ich war zum Beispiel in Uganda, Laos, Indonesien und Afghanistan“, zählt Seiler, der fließend indonesisch spricht, frühere Wirkstätten auf.

Dort habe er vor allem Entwicklungshilfe beim Aufbau kleiner und mittlerer Verwaltungen sowie der lokalen Wirtschaft gegeben, erklärte er den Stadtverordneten.

Er ruft zu Ideen für und Kritik an seiner Arbeit auf

Vor drei Jahren ist Seiler nach Deutschland zurückgekehrt und arbeitete zuletzt als freier Berater. Er lebt auf einem Vierseithof in Kemlitz bei Baruth, dessen Sanierung er mit seiner Ehefrau vorantreibt. Seit einigen Monaten ist Seiler zudem stolzer Vater.

Das Gremium und die Gewerbetreibenden rief er auf, ihn anzusprechen und kennen zu lernen. „Reden Sie mit mir, denn diese Arbeit funktioniert nicht allein am Schreibtisch. Ich brauche Ihre Ideen und auch Ihre Kritik“, sagte Seiler.

Dabei setzt er auch auf seine Vorgängerin Monika Nagel. „Sie ist sehr wichtig für mich, denn sie weiß vieles, was für mich nicht offensichtlich ist und da sie weiterhin in der Verwaltung arbeitet, werde ich auch auf dieses Wissen zurückgreifen“, sagte Nagels Nachfolger.

Als Fremder kommt er mit unabhängigem Blick

Andererseits sei er ein Externer. „Dadurch bin ich unabhängiger in meiner Meinung und schaue anders auf die Dinge“, so Seiler weiter. Ihm sei bewusst, dass Wirtschaftsförderung auf kommunaler Ebene schwierig sei, „weil es rechtliche Schranken bei Zuständigkeiten und wenige finanzielle Ressourcen gibt“.

Doch gerade weil Wirtschaftsförderung ein Querschnittsthema ist, das alle Bereiche betrifft, sei er an der Arbeit interessiert. „Das ist für mich etwas sehr attraktives und Jüterbog hat mich neugierig gemacht“, sagte er über seine Aufgabe.

Jüterbog ist keine „verlorene Kommune“

Über die lokalen Potenziale und Defizite äußert sich der neue Wirtschaftsförderer wenige Tage nach seinem Antritt in der Stadt gegenüber der MAZ zurückhaltend.

„Ich möchte noch keine Einschätzung abgeben, denn man sollte sich erst alles anschauen, bevor man mit einem Konzept daherkommt. Mein erster Eindruck ist, dass Jüterbog als Mittelzentrum und durch seine Schönheit Potenzial hat und keine verlorene Kommune im Nirgendwo ist“, sagte Seiler.

Von Peter Degener

Tragischer Unfall am Kindertag in einer Kita in Luckenwalde (Teltow-Fläming): Während eines Indianerfestes fällt eine Dreijährige ins Feuer, in dem Stockbrot und Würstchen zubereitet werden. Das Kind erleidet schwere Verbrennungen und wird in eine Spezialklinik nach Berlin geflogen.

01.06.2017

Reiner Kranz aus Kliestow ist nicht nur Imker, sondern fühlt sich auch der Natur verpflichtet. Er isst jeden Morgen Honig zum Frühstück – natürlich nur den eigenen.

04.06.2017
Teltow-Fläming Grünes Licht für Planungen - Neue Bauvorhaben in Ludwigsfelde

An vielen Ecken und Enden von Ludwigsfelde wird gebaut, nicht immer passen alte Planungen zu neuen Vorhaben. Der Stadtrat billigte auf seiner Sitzung diese Woche etliche Anpassungen.

01.06.2017
Anzeige