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Teltow-Fläming Witwe spendet Schlagzeug für die Schüler-Band
Lokales Teltow-Fläming Witwe spendet Schlagzeug für die Schüler-Band
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05:35 21.03.2018
Uta Kummetat (3.v.r.) hat das Schlagzeug ihres verstorbenen Ehemanns der Oberschule Luckenwalde vermacht. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

„Hier ist das Schlagzeug wenigstens in guten Händen!“ Das sagte am Dienstagmorgen Uta Kummetat aus Stülpe bei der Übergabe ihres Schlagzeugs an die Schüler-Band der Friedrich-Ludwig-Jahn-Oberschule Luckenwalde. Über deren bevorstehende Gründung hatte sie vor kurzem in der MAZ gelesen. Dort wurde über die Instrumenten-Spende des Rotary-Clubs Kloster Zinna an die Schule berichtet.

„Vielleicht brauchen die ja auch noch ein Schlagzeug“, überlegte Uta Kummetat und rief in der Schule an. Kurz danach stand Musiklehrer Rainer Langhans vor der Tür und holte die einzelnen Instrumententeile ab. „Ich hatte keine Verwendung dafür“, berichtet Uta Kummetat, „und bevor es im Keller verrottet, ist es doch besser, wenn es richtig bespielt wird.“

Am Instrument hängen Erinnerungen

Auch wenn Erinnerungen daran hängen. So war das Schlagzeug ein Familiengeschenk zum 60. Geburtstag ihres Mannes vor ziemlich genau fünf Jahren. „Es war sein Jugendtraum, einmal Schlagzeug zu spielen“, erinnert sie sich. Doch wenig später wurde er sehr krank und verstarb vor fast vier Jahren.

Seitdem lagerte das Schlagzeug im Keller. Auch die drei Kinder hatten keine rechte Verwendung dafür, also entschloss sich Uta Kummetat – nicht ohne einen Anflug von Wehmut – sich von dem Instrument zu trennen.

Neuer Musikraum über der Mensa

In der Oberschule ist man begeistert von der Spende und natürlich auch dankbar, betont Schulleiterin Ines Schwerdt. Einerseits sei sie stolz darauf, wie die Entwicklungen in der Schule von außen betrachtet und gewürdigt würden, andererseits wachse auch der Erwartungsdruck. So habe die Stadt Luckenwalde als Schulträger in kürzester Zeit dafür gesorgt, dass ein neues Musikzimmer über der Schulmensa hergerichtet wird. Im alten Lehrerzimmer wurde eine neue Decke eingezogen und die Wände gemalert. Seit Anfang März ist es nutzbar.

Schüler-Band kann jetzt richtig loslegen

Das heißt, dass die Schüler-Band jetzt erst so richtig mit ihren Proben loslegen kann. Bereits zum Schuljahresabschlussfest im Stadttheater soll sie auftreten. „Bis dahin wollen wir zwei bis drei Stücke einstudiert haben“, formuliert Musiklehrer Langhans das ehrgeizige Ziel.

„Mittelfristig überlegen wir auch“, ergänzt Lehrerin Christina Unnerstall, die in ihrer Freizeit Saxofon spielt und in verschiedenen Formationen auftritt, „mit ,Tonfall’, also den Bläsern der Musikschule, zusammenzuarbeiten.“

Weitere Instrumenten-Spenden erwünscht

„Wir sind auf jeden Fall dankbar für die Unterstützung“, so Schulleiterin Schwerdt, „und würden uns sehr über weitere Spenden von Musikinstrumenten freuen.“ Denn viele Schüler würden sich freuen, bei der Musik-Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag ein Instrument zu lernen. Einige werden zwar von ihren Eltern zur Musikschule geschickt, aber eben nicht alle. In der Jahn-Oberschule wird künftig dienstags und donnerstags zwischen 13.30 und 15 Uhr geprobt. Mit dabei sollen auch Viertklässler der benachbarten Jahn-Grundschule sein, die ebenfalls von Langhans unterrichtet werden. Manche von ihnen gehen nebenbei regelmäßig zur Musikschule und haben sogar ein eigenes Instrument.

Musik macht total Spaß

Fest zum Ensemble der Schüler-Band zählen Joelina-Maria Hesse (Querflöte), Marcel Bartsch (E-Bass) und Jannis Doll (Gitarre) aus der 7. Klasse, die bei der Übergabe des Schlagzeugs dabei waren. Alle drei spielen schon das ein oder andere Instrument und konzentrieren sich nun auf ihren Part in der Band. „Ich habe total Spaß daran und will ja was lernen“, sagt Joelina, die vorher in der Grundschule Gitarre und später Keyboard gespielt hat. „Jetzt fange ich mit Querflöte an und spiele schon seit vier, fünf Wochen“, sagt sie. Die Jungs nicken zustimmend, ihnen geht es ähnlich.

Da wird das Handy verzichtbar

Und dann die überraschende Reaktion auf die Frage: „Ist das etwa besser als Handys?“ Wie aus der Pistole geschossen sagen sie gleichzeitig „Ja!“ und Joelina ergänzt: „Ich habe seit zwei Monaten kein Handy mehr, und es fällt mir gar nicht auf, dass es weg ist.“

Von Hartmut F. Reck

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