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Teltow-Fläming Wo Fuchs und Elster Hallo sagen
Lokales Teltow-Fläming Wo Fuchs und Elster Hallo sagen
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05:10 27.07.2016
Peter Peschel mit seinen Figuren Quelle: Christian Zielke
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Rangsdorf

Generationen von Kindern im Osten – und später auch im Westen – haben sich immer gefragt, wo der Märchenwald liegt. Zumindest ein Teil davon liegt in Rangsdorf, genauer genommen im Wohnzimmer und im Keller von Peter Peschel. Der 57-Jährige schreibt Geschichten rund um Pittiplatsch und Schnatterinchen und führt diese auf einer selbst gebauten Bühne auf.

Beginn im Jahr 1987

Alles begann im Jahr 1987, als seine Nichte ihn besuchte und ganz traurig war, dass das Sandmännchen keine Geschichten mit Pittiplatsch zeigte. „Es war Mittwoch und die Märchenwald-Geschichten kamen immer sonntags“, erinnert sich Peter Peschel. Die Trauer seiner Nichte hat ihn so bewegt, dass er beschloss, die Stimmen der Figuren zu lernen. Als gelernter Elektromontierer im Funkwerk Dabendorf war es ihm ein leichtes, ein Mikrofon zu bauen. Das schloss er an sein Tonbandgerät an und übte so zu sprechen wie Pittiplatsch, Herr Fuchs und Frau Elster. Immer und immer wieder. Familie und Kollegen mussten viele „Ach du meine Nase“ und „Kreuzspinne und Kreuzotter“ über sich ergehen lassen. „Schnatterinchen ist am schwierigsten“, sagt er. Deswegen kommt die manchmal etwas besserwisserische Ente nur in kleinen Rollen vor. Leichter fallen ihm Pittiplatsch und Herr Fuchs. Der freche braune Kobold ist auch bei den Kindern am beliebtesten, sagt Peschel. Den schlauen aber manchmal durchtriebenen Fuchs mögen vor allem die Jungs.

20 Geschichten gibt es

„Wenn ich schreibe und spiele, versetze ich mich in die Kinder hinein“, sagt der Hobby-Puppenspieler. 20 Geschichten sind es mittlerweile. Sie alle haben eine lehrreiche Pointe. Mal geht es ums Waschen, mal um Weihnachten. „Ich möchte, dass die Kinder auch was lernen und nachdenken“, sagt er. Auf den erhobenen Zeigefinger verzichtet er beim Schreiben. Der kommt nicht gut an, ist er sich sicher. Kinder sind ein kritisches Publikum. Wenn ihnen etwas nicht gefällt, lassen sie einen das spüren, so seine Erfahrung. „Zum Glück“, sagt Peter Peschel, „bin ich selbst ein bisschen Kind geblieben.“ Den Märchenwald kennt er noch aus eigener Kindheit.

Pfarrer brachte ihn vor ein größeres Publikum

Was als Unterhaltung für Freunde und Familie gedacht war, wurde bald größer. Dem ehemaligen Rangsdorfer Pfarrer Christian Pagel ist es zu verdanken, dass Peter Peschel bald vor einem größeren Publikum spielte. „Er hat mich gefragt, ob ich beim Gemeindefest auftreten will“, erinnert sich der Hobby-Puppenspieler. Um ein Haar wäre sein erster Auftritt in die Hose gegangen. Weil er kurz davor eine Bratwurst mit scharfem Ketchup aß, blieb ihm beinahe die Stimme weg. Peschel biss die Zähne zusammen und bekam Applaus.

Aufführungen bleiben ein Hobby

Seine stimmlichen Einlagen sind sogar beim Arbeitsamt bekannt. Als er einmal auf dem Flur den Pittiplatsch machte, wollten ihn die Arbeitsvermittler sofort zum professionellen Puppenspieler machen. Doch weil er an Epilepsie leidet und nicht Autofahren darf, ist das für den Hartz-IV-Empfänger keine Option. „Pittiplatsch ist mein Hobby und ein kleiner Zuverdienst“, sagt er. Im Juni stellte er Bühne und Requisiten, die er im heimischen Keller gebaut hat beim Kinderfest in Mahlow auf und spielte vor der jüngsten Generation Märchenwald-begeisterter Fans.

Kontakt: Peter Peschel ist erreichbar unter Tel.  01 60/ 1 71 52 47.

Von Christian Zielke

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