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Wochenlange B96-Vollsperrung bei Zossen

Weiträumige Umfahrung über Kreisstraße Wochenlange B96-Vollsperrung bei Zossen

Rund drei Millionen kostet die Grundsanierung der Bundesstraße 96 in Zossen: Dass das Nadelöhr in Richtung Berlin nur teilweise ausgebaut werden soll, führt in der Stadt zu Unverständnis. Der etwa vier Kilometer lange Abschnitt zwischen Zossen und dem Ortsausgang Dabendorf wird von Juni bis September dieses Jahres für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.

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Der Abschnitt zwischen dem Bahnhof Zossen und Kaufland soll in diesem Jahr noch nicht saniert werden.

Quelle: Josefine Sack

Zossen. Wegen des Ausbaus der Bundesstraße 96 müssen sich die Zossener ab Juni auf Einschränkungen zwischen Zossen und dem Ortsausgang Dabendorf einstellen. Der rund vier Kilometer lange Abschnitt wird voraussichtlich bis September dieses Jahres für den Durchgangsverkehr voll gesperrt.

Nadelöhr nach Berlin

Rund drei Millionen kostet die Sanierung der Bundesstraße 96.

Wegen des enormen Verkehrsaufkommens auf der Hauptverkehrsader nach Berlin muss die Fahrbahnoberfläche erneuert werden.

Zudem sollen die Zufahrten zwischen der Fahrbahn und dem Rad- und Gehweg saniert werden. Die vorhandenen Busbuchten werden zu barrierefreien Haltestellen umgebaut.

Auf der B96 zwischen Kaufland und dem Abzweig nach Telz verkehren täglich zwischen 10 000 bis 12 000 Fahrzeuge.

„Aufgrund bautechnologischer Randbedingungen und gesetzgeberischer Vorgaben zur Einhaltung des Arbeitsschutzes ist die Abwicklung der Baumaßnahme nur unter Vollsperrung durchführbar“, hieß es zur Begründung vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Der Verkehr wird in dieser Zeit über Telz umgeleitet. Aus Richtung Norden kommend führt die weiträumige Umfahrung über die Kreisstraße K6156 nach Telz und dann weiter über die Bundesstraße 246 nach Zossen in südlicher Richtung beziehungsweise umgekehrt. Eine kürzere Umfahrung des Teilstücks ist laut Landesbetrieb wegen der örtlichen Gegebenheiten, vor allem im nördlichen Bauabschnitt zwischen der Abzweigung nach Telz und der Goe­thestraße in Dabendorf, nicht möglich. „Dieser Abschnitt muss deshalb unter Berücksichtigung des Schulbusverkehrs in den Sommerferien gebaut werden“, teilte die Sachgebietsleiterin Heike Pfretzschner auf MAZ-Anfrage mit.

Bauarbeiten vor und nach den Sommerferien

Auf den beiden südlich gelegenen Bauabschnitten in Höhe des Kaufland-Markts bis zur Brandenburger Straße sowie von der Brandenburger Straße bis zur Goethestraße soll zeitlich versetzt vor beziehungsweise nach den Sommerferien gebaut werden. Der Linienverkehr wird dann über die Goethe- und die Brandenburger Straße sowie An der Bahn und aus Richtung Nächst Neuendorf zur B246 umgeleitet. Von der Sperrung nicht betroffen sind die Gewerbetreibenden: „Örtliche Provisorien“ und „die Festlegung von baulichen Unterabschnitten“ werden laut Pfretzschner so gewählt, dass eine Befahrung durch den Liefer- und Kundenverkehr „jederzeit möglich“ ist.

Vorgesehen war ursprünglich, nur die Oberfläche der B96, deren Unterbau noch aus DDR-Zeiten stammt, zu erneuern. Dank eines Ausbauprogramms des Bundes entschied der Landesbetrieb, das Nadelöhr nach Berlin für rund drei Millionen Euro grundhaft zu sanieren. Vom Ausbau unberücksichtigt bleibt der Abschnitt zwischen dem Bahnhof Zossen und Kaufland – eine Entscheidung, die in Zossen auf Unverständnis trifft. „Der Abschnitt ist das schlimmste Stück in Zossen“, kritisierte Winfried Käthe (Plan B) auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Es sei nicht nachvollziehbar, dass so viel Geld in die Hand genommen und ausgerechnet an dieser Stelle gespart werde. Als „Geldverschwendung von Steuergeldern“ bezeichnete Käthe die Aussparung des gut 500 Metern langen Teilstücks.

Planung in Auftrag gegeben

„Die Planung dieses Abschnitts ist beauftragt“, informierte Sachgebietsleiterin Pfretzschner. Eine grundhafte Erneuerung der Fahrbahn wie im nördlichen Abschnitt sei jedoch nicht ohne Weiteres möglich, weil hier der gesamte Straßenraum einschließlich Baumbestand und Entwässerung mitberücksichtigt werden müsse. Zur Zeit werden in Höhe des Kaufland-Markts Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt. Die vorhandene Entwässerung und die Deckschicht werden saniert. Angesichts des kaputten Gehwegs und der Löcher in der Straße nicht als „Flickschusterei“, spottet Käthe. Wann die B96 auch in Höhe des Kaufland-Markts grundsaniert wird, konnte Sachgebietsleiterin Heike Pfretzschner noch nicht sagen.

Von Josefine Sack

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