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Wohlfühlprogramm für die Feuerwehren

Blankenfelde-Mahlow Wohlfühlprogramm für die Feuerwehren

Schwimmkurse, Ehrentafeln und Imagefilme – in Blankenfelde-Mahlow überbietet man sich mit Vorschlägen, wie man den Feuerwehrleuten etwas Gutes tun kann. Doch nicht jede Idee kommt bei den ehrenamtlichen Brandschützern gut an. Sie wünschen sich konkrete Anerkennung statt Symbolpolitik.

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Michael Hauser und Philipp Kindermann von der Feuerwehr Dahlewitz opfern einen Großteil ihrer Freizeit für das Ehrenamt.

Quelle: Zielke

Blankenfelde-Mahlow. Während Feuerwehrleute anderswo über fehlende Ausrüstung und veraltete Technik klagen, überschlägt man sich in Blankenfelde-Mahlow geradezu mit Zuwendungen für die Brandschützer.

In der vergangenen Woche wurde im Hauptausschuss und im Ausschuss für Soziales und Kultur über mehrere Anträge diskutiert, die auf das Wohl der Feuerwehrleute zielen. So hatte die WIR-Fraktion vorgeschlagen, eine Ehrentafel aufstellen zu lassen, auf der die Namen derer festgehalten werden, die 50 Dienstjahre und mehr bei der Feuerwehr verbracht haben. „Wir wollen damit das intensivste Ehrenamt wertschätzen, das es in der Gemeinde gibt“, begründete der WIR-Fraktionsvorsitzende Daniel Freiherr von Lützow (AfD) den Antrag. Es blieben jedoch viele Fragen offen: Wo soll die Tafel stehen? Ab welchem Stichtag sollen die langjährigen Feuerwehrleute geehrt werden und soll es eine Tafel sein oder ein Buch, das man immer weiter fortschreibt?

Antrag für Imagefilm

Ebenfalls in der Warteschleife landete der Antrag der WIR-Fraktion, 15 000 Euro für eine Imagekampagne der Feuerwehr auszugeben, um Nachwuchs zu gewinnen. „Das kann ein Film sein oder etwas ähnliches“, sagte von Lützow. Für Hauptamtsleiterin Katharina Schiller stellt sich der Nachwuchs derzeit nicht als das drängendste Problem der Gemeindefeuerwehr dar. „Im Gegenteil. In einigen Feuerwehrhäusern, etwa in Blankenfelde, geht es recht eng zu“, sagte sie. Matthias Stefke (BVBB-WG) regte im Hauptausschuss an, „Dinge zu tun, die erstmal kein Geld kosten“. So können die Wehren in den Schulen auf sich aufmerksam machen oder mit Aufklebern an den Autos werben.

Gemeindewehrführer hat noch offene Fragen

Gemeindewehrführer Torsten Drebinger sieht die Zuneigung gegenüber den ehrenamtlichen Brandschützern grundsätzlich positiv und hält das Ziel, mehr für den Nachwuchs zu tun, für richtig. „Leider ist vieles noch nicht ausgereift und leider wurden die Feuerwehren auch nicht gefragt“, sagt Drebinger. Vor allem zu den Anträgen der WIR-Fraktion gebe es noch viele offene Fragen. Als Anerkennung des Ehrenamtes wäre eine Anrechnung der Feuerwehrarbeit auf die Rente vielen wohl lieber als eine Ehrentafel. Dies müsse jedoch auf einer anderen politischen Ebene diskutiert werden.

Integration in Gesundheitsmanagement

Unterdessen hat die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow ein Gesundheitsmanagement für ihre Feuerwehrleute auf den Weg gebracht. Dies hatte die SPD gefordert. Von 2017 an dürfen sie an Gesundheitskursen teilnehmen, außerdem übernimmt die Gemeinde 50 Prozent der Kosten für Schwimmkurse. „Das war ein großer Wunsch der Kameraden“, sagte Katharina Schiller. Derzeit arbeitet die Verwaltung an einer Richtlinie für den Umgang mit Dienstjubiläen. Michael Hauser, Gerätewart der Dahlewitzer Feuerwehr, fühlt sich von der Gemeinde gut unterstützt und ausgerüstet. „Die Anerkennung der Bevölkerung könnte manchmal größer sein. Es ist unsere Freizeit, die wir opfern“, sagt er. Angesichts der Arbeitsbelastung hält er mehr hauptamtliche Kräfte, etwa einen Gemeindegerätewart, für sinnvoll.

Schwierige Grundstückssuche in Glasow

Große Probleme hat die Gemeinde bei der Suche nach einem Grundstück für das neue Gerätehaus der Feuerwehr Glasow.

Von 15 Grundstücken , die infrage kommen, haben fünf Eigentümer das Kaufinteresse der Gemeinde abgelehnt oder nicht reagiert. Die zehn übrigen Grundstücke sind laut der stellvertretenden Bürgermeisterin Marion Dzikowski nicht alle für ein Gebäude mit zwei Toren, Sanitär- und Umkleideräumen und einem Übungsplatz geeignet.

Von Christian Zielke

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