Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Wohnstätte für Suchtkranke feiert 15. Jubiläum
Lokales Teltow-Fläming Wohnstätte für Suchtkranke feiert 15. Jubiläum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:25 17.10.2016
Die Besuche von Kita-Kindern auf dem Hof bauen auch die Vorbehalte bei den Eltern ab. Quelle: Victoria Barnack
Anzeige
Hohengörsdorf

Am Sonnabend war Feiertag für die Bewohner auf dem Hof Gerhard, der Wohnstätte für Suchtkranke des DRK-Kreisverbandes Fläming-Spreewald. Dass er auf ein Wochenende fiel, war Zufall. Immerhin wird in jedem Jahr, egal auf welchen Wochentag der 15. Oktober fällt, die Arbeit niedergelegt. „Denn an diesem Tag zogen vor 15 Jahren die ersten Bewohner ein“, sagt die Leiterin der Einrichtung, Angelika Jurk-Klunker, „seitdem haben wir ihn zum internen Feiertag erklärt.“

Zum Jubiläum blickt die Chefin gern zurück auf die vergangenen Jahre, auch wenn nicht nur schöne Momente darunter waren. Jurk-Klunker hat sie alle als Einrichtungsleiterin miterlebt. „Schon bei der letzten Bauphase und der Innengestaltung war ich voll involviert“, erinnert sie sich. Bereits damals legte sie den Leitsatz für die Wohnstätte fest. „Leben ist Veränderung“, heißt er. Denn von Bewegung im Inneren sollte der Hof Gerhard geprägt werden.

Angelika Jurk-Klunker leitet die Einrichtung seit der Eröffnung. Quelle: Victoria Barnack

Vor drei Jahren wurden zuletzt sinnbildlich alte Zöpfe abgeschnitten. „Wir haben zum Beispiel unser Sommer- zu einem Familienfest gemacht“, berichtet Jurk-Klunker. Außerdem werden die Bewohner seitdem auch in die Programmvorbereitungen für den 15. Oktober mit einbezogen. Zuvor gestalteten die Mitarbeiter die Nachmittagsunterhaltung allein.

Doch die Einrichtungsleiterin muss auch von unangenehmen Entwicklungen sprechen. Die Wohnstätte mit den 22 Einzelzimmern ist voll belegt und betreut weitere zehn suchtkranke Patienten ambulant. Das typische Bild der Erkrankung nach dem Verlust einer festen Arbeitsstelle tritt inzwischen immer seltener auf. „Das Klientel hat sich gewandelt“, erläutert Jurk-Klunker, „unsere Bewohner werden immer jünger.“ Derzeit sei ein 22-Jähriger der jüngste Patient in Hohengörsdorf. Außerdem trete neben der reinen Alkoholsucht immer häufiger eine Kombination mit Drogenkonsum oder psychischen Störungen auf.

22 Wohneinheiten gehören zum Hof Gerhard. Quelle: Victoria Barnack

Ein Grund für das veränderte Klientel ist wohl die Schwerpunktveränderung der Einrichtung vor vier Jahren. Denn seit 2012 werden in Hohengörsdorf auch forensische Straftäter nachbetreut. „Seitdem haben wir einen Doppelschwerpunkt, der auch das soziale Einleben ohne Drogen beinhaltet“, sagt die Leiterin.

Die Wohnstätte in Hohengörsdorf erfüllt die Aufgaben jedoch seit 15 Jahren mit einem klaren Konzept. Natur und Tiere stehen im Bereich der Arbeitstherapie auf dem Hof Gerhard an erster Stelle. Kaninchen, Hühner, Enten, Schafe und Hunde sind nur eine Auswahl der Tiere, die auf dem Hof samt großem Garten von den Bewohnern versorgt werden.

Seit einigen Jahren setzt Angelika Jurk-Klunker außerdem auf den sozialen Faktor, der auch die Dorfgemeinschaft einbezieht. „Die Einwohner waren anfangs skeptisch und hatten Angst, dass nur noch Besoffene im Dorf rumlaufen“, erinnert sie sich. Die Vorbehalte baut sie aktiv ab. Sie lädt die Einwohner zu Festen ein, organisiert Projekte mit Kindergartengruppen und ein Erzählcafé, bei dem sich einmal im Monat die Seniorinnen der Gemeinde auf dem Hof treffen.

Von Victoria Barnack

Richard Huth feierte am Sonnabend nicht nur seinen ersten Geburtstag. Er wurde gleichzeitig Pate von Alpaka-Stute „Maja“, das Zeremoniell war eine Premiere im Luckenwalder Tierpark. Mit 250 Euro im Jahr wird seine Familie das Jungtier künftig unterstützen. Außer den Huths gibt es schon 26 andere Tierpaten in Luckenwalde.

17.10.2016

Vor 25 Jahren als Auffanggesellschaft für arbeitslose Luckenwalder Volltuch-Mitarbeiter gegründet, mauserte sich die Luba zur Beschäftigungs- und Aufbaugesellschaft und zum jetzigen Sozialbetrieb. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Situation wurde am Sonnabend das silberne Jubiläum gefeiert.

17.10.2016

Insgesamt 34 Jubel-Konfirmanden fanden am Sonntag ihren Weg zurück in ihren Heimatort Woltersdorf. Darunter waren 15 goldene und 19 diamantene Konfirmanden, mancher reiste gar aus Nordrhein-Westfalen an. Durch Fotos und Gespräche wurden viele Erinnerungen lebendig.

20.10.2016
Anzeige