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Wohnungen „Sonnenhof“ werden fertig gebaut

Ludwigsfelde Wohnungen „Sonnenhof“ werden fertig gebaut

Mehr Wohnungen als ursprünglich geplant werden auf dem Areal „Sonnenhof“ in Ludwigsfelde. Die Stadt kann sich inzwischen vor Wohnungsanfragen kaum retten.

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Quelle: MAZ-EBV

Ludwigsfelde. Schon mehrfach hatten in Ludwigsfelde an der westlichen Ecke Fuchsweg/Dachsweg neue Wohnungen stehen sollen. Auch zuletzt ruhte der Bau des dreiteiligen Gebäudekomplexes „Sonnenhof“ wieder etliche Monate, nachdem die Bodenplatten schon gelegt worden waren. Doch jetzt geht es zügig vorwärts. Mit zwei Kränen errichten Mitarbeiter der Firma Frank Rochlitz aus Forst die Rohbauten. Kommen nun keine weiteren Störungen mehr dazwischen, dann werden im kommenden Jahr neben dem großen Wohnpark am Dachsweg mit rund 300 damals teils öffentlich geförderten Wohnungen weitere 33 Wohnungen fertig.

Sie sind im Moment eines von diversen Bauvorhaben in der Stadt, in der zurzeit wegen des enormen Siedlungsdrucks auf das südliche Berliner Umland hunderte Wohnungen fehlen.

Schon mehrmals war an dieser Stelle Wohnungsbau geplant

Die Ecke Fuchs-/Dachsweg bildet den Übergang von der Potsdamer Straße zum dicht besiedelten Plattenviertel Ludwigsfelde Nord. Bereits nach dem Mauerfall waren dort Stadtvillen geplant. Aus denen wurde damals nichts. Dann folgten auch in Ludwigsfelde einige Jahre mit leerstehenden Wohnungen; mehrere Projekte mit Geschossmietwohnungen wie am Hirschweg wurden nicht zu Ende gebaut oder wie dieses Vorhaben gar nicht erst begonnen. Zur Jahrtausendwende kamen neue Ideen auf den Tisch und wurden verworfen. 2011 stellte eine nordrhein-westfälische Immobilienfirma das Projekt „Sonnenhof“ mit ursprünglich noch 24 Wohnungen vor. Ein Bebauungsplan gleichen Namens passierte alle genehmigungsrechtlichen Hürden.

Im März 2015 hatte es dann drei Baugenehmigungen gegeben, so Kevin Senft, im Ludwigsfelder Rathaus für Stadtmarketing zuständig. Es sollten jeweils elf seniorengerechte Wohnungen von einer Größe zwischen 49 und 107 Quadratmetern Größe entstehen. „In jedem der Häuser sind die Wohnungen eines Geschosses sowie die Stellplätze und die Zuwegung, der Eingangsbereich und die Flure bis zu diesen Wohnungen barrierefrei zu errichten“, erklärt der Stadtsprecher.

Investor hatte Gelände verkauft

Ein großer Teil der Wohnungen sollten Eigentumswohnungen werden, so hatte es sich der damalige Investor vorgestellt. Doch aus privaten Gründen verkaufte er das gesamte Grundstück. Dieser Verkauf war der Grund für die jüngste Verzögerung auf dieser Baustelle, wie Bürgermeister Andreas Igel (SPD) auf die MAZ-Nachfrage erklärt. „Der neue Eigentümer will aber zum größten Teil an den genehmigten Planungen festhalten“, so Igel. Die meisten Wohnungen würden barrierefrei gebaut, so dass sie auch für Senioren oder Menschen mit körperlichen Behinderungen geeignet seien. Eines sei allerdings nicht genehmigungsfähig gewesen, so der Rathauschef: „Der neue Investor hatte gefragt, ob er auf den geplanten Baukörper noch ein Staffelgeschoss obendrauf setzen könnte. Das musste baurechtlich abgelehnt werden“, sagt Igel.

Nur 200 Meter entfernt sollen am Fuchsweg nach den ersten drei Stadtvillen Am Brunnenpark in den kommenden Jahren zwei weitere derartige Häuser entstehen. Insgesamt kommen die Stadtverordneten im Bauausschuss zurzeit kaum hinterher, alle Planungsstände alter, neuer beziehungsweise überarbeiteter Bauvorhaben ausführlich zu beraten, zu jeder Sitzung gibt es neue Ansinnen Bauwilliger.

Von Jutta Abromeit

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