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Teltow-Fläming Wolf reißt zwei Ziegen mitten im Ort
Lokales Teltow-Fläming Wolf reißt zwei Ziegen mitten im Ort
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14:56 27.05.2017
Von der mitten in Nunsdorf gerissenen Ziege blieben nur noch diese Reste übrig.  Quelle: foto: privat
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Nunsdorf

 Ein Wolf hat am Nunsdorfer Anger zwei Ziegen gerissen. „So einen Vorfall mitten im Ortskern hatten wir zum ersten Mal“, sagt Mark Weinholz, zuständiger Jagdpächter und Ausbildungsleiter des Landkreises Teltow-Fläming für Jäger.

 Die Ziegen standen Freitagnacht in einem Gehege. Mühelos überwand der Wolf den Zaun und tötete die Tiere. „Der Ziegenbock hatte einen Nacken so groß wie ein Schäferhund. Den hat der Wolf einfach tot gebissen und ihm das Genick gebrochen.“ Von einer einjährigen Ziege blieb nicht mehr viel übrig. „Der Wolf hat verstanden, dass in menschlicher Nachbarschaft einfacher Futter zu machen ist als im Wald“. In seinem 800 Hektar großen Jagdrevier habe er schon etliche gerissene Reh- und Damwildkörper gefunden, so Weinholz. Ähnliche Erfahrungen hätten die Reviernachbarn in Christinendorf gemacht.

Forderung nach Regulierung des Bestandes

„Wie im Moment in Brandenburg auf politischer Ebene mit dem Wolf umgegangen wird, hat mit der Realität nichts mehr zu tun“. Dass der Wolf als geschützte Wildart hier heimisch sei ist, sei okay. „Aber wenn es fast jeden Tag in der Nähe von Dörfern oder Scheunen zu Übergriffen von Wölfen kommt, ist das meines Erachtens nicht nur gefährlich, sondern auch grob fahrlässig von den Personen, die das zu verantworten haben“. Deshalb müsse man den Wolfsbestand regulieren, plädiert Weinholz für eine Veränderung des Jagdrechtes. Schließlich seien Kinder und ältere Menschen im Wald gefährdet. Weinholz warnt vor älteren Wölfen, die nicht mehr in der Lage seien, Beute zu machen. „Was meinen Sie wohl, wen die anfallen, wenn sie hungrig sind?“
 

Von Frank Pechhold

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