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Teltow-Fläming Wolle und Leinen im Zwiebelprinzip
Lokales Teltow-Fläming Wolle und Leinen im Zwiebelprinzip
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15:46 19.03.2018
Marek Radloff bei seinem historischen Vortrag über den Templerorden in Thyrow. Quelle: Andrea von Fournier
Thyrow

Einmal im Quartal lädt die „Zollwache Trebbin“ zum historischen Stammtisch ins „Gasthaus zum Fernfahrer“ nach Thyrow ein. Zunächst verständigen sich die Mitglieder, die in mittelalterlicher Gewandung erscheinen, über kom

Und wenn man ein historisches Feld tiefergehend beackere, so ergäben sich meist weitere, spannende Themen, die noch nicht beleuchtet worden seien, so Radloff. Er ist Komtur der „Zollwache Trebbin“, eine Art wirtschaftlicher Geschäftsführer. Er sprach am Wochenende über die „Kleiderordnung der Templer im 15. Jahrhundert“ und begann mit einem Exkurs in die Region um 1413, als die Burg Trebbin belagert und deren Besitzer, die Brüder von Maltitz, in Berlin interniert wurden und sich später in Richtung Luckau zurückzogen. Trebbin lag im Mittelalter an der Handelsstraße von Berlin nach Halle und Leipzig. Die Zollwache auf der Burg Trebbin ist geschichtlich verbürgt. Deshalb haben sich die heutigen Mittelalter-Darsteller, die ein „südlicher Vorposten“ der „Berliner Rittergilde“ sind, eben diesen Namen gegeben.

Beim Weihnachtsmarkt sind die Mittelalter-Spezialisten auch dabei

Ursprünglich hat eine Handvoll Berliner mit Spaß an historisch getreuer Nachbildung mittelalterlicher Kleidung, damaligem Brauchtum und Schwertkämpfen, 2006 die Gilde gegründet. „Meine Söhne hatten die Idee und ich habe geholfen, sie umzusetzen“, sagt Thomas Berliner, der beim Stammtisch in Thyrow dabei ist. Weil immer mehr Mitstreiter dazu kamen, die Ausrüstung viel Platz brauchte, wurden „Außenstellen“ gegründet. 2009 kam die Rittergilde auch nach Thyrow. Mit Bürgermeisterin Gertrud Klatt gab es die Übereinkunft, dass man sich im Gegenzug für ein „trockenes Plätzchen“ bei Veranstaltungen im Dorf engagiere. „Das tun wir bis heute gern, demnächst wieder beim 10. Historischen Weihnachtsmarkt. Unsere Gruppe hier auch personell zu verstärken, klappte bisher leider nicht“, sagt Thomas Berliner.

Zu den Vorträgen des „Stammtischs“ zieht es jedoch regelmäßig Leute aus Thyrow, Ludwigsfelde und Berlin. Marek Radloffs Vortrag über die Kleidung der Templer zeigte, dass das „Zwiebelprinzip“, das Übereinandertragen mehrerer Kleider, nicht neu ist. Doch was die Templer trugen, war weder leicht noch besonders wärmend oder wetterfest. Fast nur Wolle, wenig Leinen war vorgeschrieben, in Schwarz und Braun für die dienenden, in Weiß für die kämpfenden Templer. Haar- und Bartpflege waren Pflicht. Über die Bilder von Leibröcken und Beinlingen, die Radloff auf dem Laptop zeigte, schmunzelten die Gäste. Monika Perl von der „Zollwache“ berichtete, dass sie ein Prunkgewand aus 15 Metern Brokat und Seide in 60 Stunden Arbeit genäht hat. „Da fehlt Dir aber das Gefolge“, meinte Thomas Berliner lächelnd.

Von Andrea von Fournier

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