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Woraus besteht ein Blitz?

MAZ Kinder-Uni Woraus besteht ein Blitz?

In der MAZ-Kinderuni werden wichtigte Kinderfragen beantwortet. Dieses Mal wird bei der Frage von Johannes Hensche ganz schön viel Spannung aufgebaut. Der Drittklässler will nämlich wissen, woraus ein Blitz besteht. Gute Frage, Johnanes. Wir haben einen Experten um Antwort gebeten. 

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Johannes Hensche aus Kliestow ist ein Freund der Mathematik. Das Rechnen macht dem Neunjährigen in der Schule am meisten Spaß. Besonders interessieren ihn dabei die Themen rund um die Geometrie. Seine Frage an die Kinder-Uni ist aber eher physikalischer Natur. Er möchte wissen: „Woraus besteht ein Blitz?“

Da kann Hobby-Meteorologe Marco Ringel aus Jänickendorf weiterhelfen. „Ein Blitz ist eine in der Natur vorkommende elektrische Ladung zwischen Wolken oder zwischen der Erde und den Wolken. Es handelt sich dabei um eine elektrostatische Aufladung.“ Damit ein Blitz entstehen kann, braucht es Gewitterwolken (Cumulonimbus). In den Tropen gibt es fast täglich Gewitter, bei uns vor allem im Sommer.

Die MAZ-Kinderuni

Die Serie MAZ-Kinderuni gibt Raum für die Fragen der jungen Leser. Kinder und Jugendliche haben dabei die Möglichkeit, Fragen aus allen Sachgebieten zu stellen – sei es Natur, Geschichte, Musik, Astronomie oder Gesellschaft.

Zu den bereits gestellten Fragen zählen zum Beispiel „Warum ist die Sonne heiß“, „Wie viele Vornamen gibt es?“, „Wie viel Wasser steckt in einer Regenwolke“ oder „Warum hat das Jahr zwölf Monate?“

Um die Kinderfragen zu beantworten, sucht die MAZ die passenden Experten aus den jeweiligen Fachgebieten. Die Informationen der Fachleute werden dann kindgerecht aufgearbeitet.

Beteiligen am MAZ-Projekt können sich Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region Dahmeland-Fläming. Neben der eigentlichen Frage werden auch Informationen zu den Kindern (Alter, Herkunft und Hobbys) veröffentlicht. Auch ein Foto der jungen Fragesteller gehört zu Berichten im Rahmen der Kinderuni.

Fragen für die MAZ-Kinderuni können per E-Mail an nadine.pensold@maz-online.de gesendet werden.

Wie aber entsteht ein Blitz? Verantwortlich dafür ist das Phänomen der Reibung, dadurch werden Ladungen getrennt. In Gewitterwolken entsteht Reibung durch die starken Auf- und Abwinde, die Eiskristalle und Graupel aufeinander prallen lassen. Dadurch werden die Ladungen getrennt. Der obere Teil der Wolke wird dann positiv, der untere negativ geladen. Auch der Erdboden besitzt eine Ladung – die ist wiederum positiv. „Diese Teilung braucht es, um einen Blitz fließen zu lassen“, erklärt Marco Ringel.

Der Blitz ist also ein Ladungsausgleich. Um diesen innerhalb von Wolken zu erreichen, braucht es einen Spannungsunterschied von drei Millionen Volt. Ein Blitz zuckt vom Boden zur Wolke bei zehn Millionen Volt. Zum Vergleich: Ein Küchenherd wird mit bis zu 400 Volt betrieben.

Bevor wir einen Blitz sehen können, geht bereits eine unsichtbare Serie von Entladung voraus, die den Blitzkanal bildet. Der sorgt später für die Verästelungen. Von der Erde aus geht wiederum eine Fang-Entladung aus. Wenn diese sich mit dem Kanal trifft, entsteht der Blitz. „Und der geht von unten nach oben“, erklärt Ringel. Rund 30 Mikrosenkunden dauert so eine fulminante Hauptentladung.

Es gibt auch mehrere Arten von Blitzen. Der bekannteste ist der Linienblitz. Üblicherweise handelt es sich dabei um Negativblitze, die bis zu zwei Kilometer lang sein können. Viel gefährlicher, aber auch seltener, sind die sogenannten Positivblitze. Bei ihnen fließt die Ladung in umgekehrte Richtung, diese Blitze sind bis zu 15-mal stärker als Negativblitze. Eine weitere Art ist der Perlschnurblitz – dabei sehen wir viele kurze Blitzsequenzen, die sich wie auf einer Kette aufreihen. Noch seltener als diese Art sind die noch kaum erforschten Kugelblitze. Auch Wetterleuchten, die entfernte Gewitter erahnen lassen, und das Sankt-Elms-Feuer, das Gipfelkreuze und Antennen zum Glühen und Knistern bringt, gehören zum Wetter phänomen. Eine Blitzart bekommen wir aber gar nicht zu Gesicht: Die „Sprites“ schießen von den Wolken ins Weltall – und das bis zu 70 Kilometer hoch.

„Zum Blitz gehört aber auch immer der Donner“, sagt Marco Ringel. Der entsteht durch die hohen Temperaturen im Blitzkanal. Dort herrschen schlagartig 30.000 Grad, die Luft dehnt sich dadurch ganz schnell aus, so entsteht der laute Knall. Mit Hilfe des Donners kann man sogar die Entfernung von Gewittern berechnen. Dafür muss man die Sekunden zwischen Blitz und Donner zählen und durch drei teilen. Das ergibt die Kilometer, die das Gewitter noch entfernt ist. „Wenn man nicht mehr bis 30 kommt, sollte man schnell Schutz suchen“, warnt Ringel.

Von Nadine Pensold

Bisherige Fragen aus der MAZ Kinder-Uni:

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In der MAZ-Kinderuni werden wichtigte Kinderfragen beantwortet. Dieses Mal fragt der zehnjährige Leon-Pascal Fliegener woraus eigentlich Glas besteht. Gute Frage, Leon-Pascal! Die Antwort führt uns bis zu den alten Ägyptern.

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