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MAZonline bei Flüchtlingsdebatte in Wünsdorf

Liveticker: Info-Veranstaltung zur Aufnahme von Flüchlingen MAZonline bei Flüchtlingsdebatte in Wünsdorf

Das Land Brandenburg soll eine neue Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Wünsdorf, einem Ortsteil von Zossen (Teltow-Fläming), bekommen. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) stellte sich den Fragen der Anwohner. MAZonline war dabei und hat den Innenminister nochmal gefragt: Warum Wünsdorf, Herr Innenminister?

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Viele Fragen und Ängste in Wünsdorf

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter sitzt in der Mitte.

Quelle: MAZonline

Wünsdorf. Die Kapazität der zentralen Erstaufnahme für Flüchtlinge in Brandenburg ist in Eisenhüttenstadt. Diese soll - inklusive der Außenstellen -  bis 2016 auf 4000 Plätze anwachsen, davon 1200 in Wünsdorf. Schon bald soll dort Platz für 500 Flüchtlinge geschaffen werden. Die zentrale Erstaufnahme des Landes ist für neuankommende Flüchtlinge zuständig, bevor diese nach drei Monaten auf die Landkreise verteilt werden.

Am Donnerstag, 18. Juni 2015, stellte sich Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) den Fragen der Anwohner in Wünsdorf. MAZonline war live vor Ort.

+++ Nach der Infoveranstaltung: Die Diskussion geht weiter +++

+++ 21.20 Uhr: Was brachte der Infoabend, Frau Bürgermeisterin? +++

+++ 20:59 Uhr: Warum Wünsdorf, Herr Innenminister? +++

+++ 20:50 Uhr: Fragen blieben offen +++

"Wir sind direkt betroffen, wohnen im Kiefernwäldchen und wollten Informationen einholen. Die Sprechstunden bei Frau Schreiber konnten wir aus arbeitstechnischen Gründen nicht besuchen. Wir hatten beispielsweise Fragen zur Sicherheit, Fragen, die man hat, wenn man mit einer solchen Situation konfrontiert wird. Einige blieben aber offen, etwa wie es genau in der Aufnahmestelle ablaufen soll oder was passiert, wenn tatsächlich Problem auftreten sollten", sagt Denny Schiefelbein (35).

Quelle: MAZonline

+++ 20:21 Uhr: Zeit fürs persönliche Gespräch +++

Gefragter Innenminister. Viele suchten nach dem Ende der Veranstaltung das Gespräch mit Karl-Heinz Schröter (Mitte).

Quelle: MAZonline

+++ 20:16 Uhr: Ende der Veranstaltung +++

Nun nutzen einige Bürger die Chance auf ein persönliches Gespräch mit den Podiumsteilnehmern.

+++ 20:14 Uhr: Die letzte Frage +++

Es ist die letzte Frage an diesem Abend: Warum werden die Bürger vor solchen essentiellen Entscheidungen nicht befragt, möchte ein junger Anwohner wissen. Doch dies sei gar nicht möglich. Ob am Ende die Wahl der Unterkunft geglückt ist oder nicht, wird sich erst später zeigen. Eine Verantwortung, der sich Schröter gegenüber den Bürgern stellen muss. Vielleicht nicht jetzt, aber später.

+++ 20:12 Uhr: Kein WM-Sieg ohne Einwanderung +++

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter erinnert die anwesenden Bürger daran, dass man schon immer von Einwanderern profitiert habe. "Oder glauben Sie wir hätten die Weltmeisterschaft im Fußball ohne Boateng oder Khedira gewonnen?" Es gibt Applaus, allerdings nur mäßig.

+++ 20:09 Uhr: Die letzten Fragen +++

Viele Menschen der 400 haben den Saal bereits verlassen. Es werden die letzten Fragen gestellt. Eine Frau weist auf einen runden Tisch für Flüchtlingshilfe in Waldstadt und Zossen hin. Dazu seien die Menschen herzlich eingeladen. Sie glaubt aber, dass während der Infoveranstaltung zu wenig auf die Ängste der Menschen eingegangen wird. Man müsse diese Ernst nehmen.

+++ 20:06 Uhr: Innenminister beschwichtigt +++

Werden Flüchtlinge strafrechtlich verfolgt, wenn sie Frauen überfallen, will eine Dame wissen. Natürlich werden sie das, das steht außer Frage! Gelegentlich habe Schröter den Eindruck, viele glauben, nur Deutsche seien Engel. "Die Angst, dass plötzlich aus dem Nichts Kriminalität herkommt, wo bisher paradiesische Zustände herrschten, ist unbegründet", ergänzt er. Er könne die Angst zwar nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt vollumfänglich nehmen, doch die Polizei habe bisher keine Erkenntnisse, dass die Welt mit Flüchtlingen unsicherer geworden sei.

+++ 20:01 Uhr: Innenminister wird deutlich +++

Natürlich bekommen das Taschengeld zunächst die Flüchtlingseltern. Veranschlagt sei es für Kleidung und Spielzeug. Doch den Eindruck, Menschen kämen hier her um das Taschengeld zu kassieren, weist Schröter entschieden zurück. "Die Flüchtlinge aus Syrien oder anderen Ländern haben ganz andere Probleme", sagt er.

+++ 19:57 Uhr: Kritik am Taschengeld +++

Auwei, hoffentlich kommen die Kinder auf ihre Eltern nicht bald zu und sagen: Mama ich möchte Asylant werden! Das sagt ein Anwohner und lässt sich die Antwort beinahe gar nicht erklären. 92 Euro sollen Flüchtlingskinder nach einem Informationsschreiben, das am Eingang der Infoveranstaltung verteilt wurde, bekommen. "Welche Eltern sind hier in diesem Raum in der Lage, solches Taschengeld zu zahlen?" fragt er und trifft den Nerv einiger Eltern.

Sie hatten sich schon vorher darüber echauffiert, dass Gelder für Angebote für Flüchtlingskinder bereit stünden, der Fasching im Kindergarten aber ausfallen musste.

+++ 19:49 Uhr: Flüchtlinge sind keine Verbrecher! +++

"Aber warum denn nicht", platzt es aus einer Frau heraus. Es geht ein Getuschel durch den Raum. Dann kommt eine Antwort, die die Dame wenig milde stimmt: "Es kommen doch keine Sittenstrolche, wir schaffen hier keinen Strafvollzug", erklärt Brandenburgs Innenminister.

+++ 19:48 Uhr: Zapfenstreich für Flüchtlinge? +++

Ein junger Mann mit dunklen Haaren spricht mit kräftiger Stimme ins Mikrofon: Gibt es einen Zapfenstreich, gibt es Meldepflichten? "Oder dürfen die hier die ganze Nacht draußen rumrennen?", spitzt er seine Fragen zu.

Natürlich sei es wichtig, so der Innenminister, zu wissen, wer in der Einrichtung ist und wer nicht. Deshalb wird es eine Anmeldung geben. Doch ein Zapfenstreich ist indiskutabel.

+++ 19:43 Uhr: 140 Euro Taschengeld +++

Während der Infoveranstaltung kam heraus, dass auch Spielplätze gebaut werden sollen. Ein Mann ist sichtlich genervt. Warum habe es das früher nie gegeben? Und wo wollen die Flüchtlinge überhaupt einkaufen?

Die Grundversorgung gibt es in der Erstaufnahmestelle. Bis zu 140 Euro Taschengeld bekommen die Asylsuchenden zudem, davon können sie sich kaufen, was immer sie mögen - bei freier Wahl des Geschäftes.

+++ 19:39 Uhr: Wünsdorf ist einfach günstig +++

1200 Einwohner zu 1200 Flüchtlingen. Ein Mann versteht dieses Verhältnis nicht. Es passt nicht, so der Waldstädter.

In Wünsdorf passt es einfach, so Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD).

Quelle: Oliver Fischer

Es sei eben schwer geeignete Orte zu finden, entgegnet der Innenminister Schröter. Viele Dinge würden hier günstig zueinander kommen. Die Gebäude sind gut geeignet, das Gesamtareal lasse es zu - es gibt eine grundsätzliche Versorgung. medizin, Sportanlagen, Räume für Unterrichtseinheiten - alles sei vorhanden.

+++ 19:36 Uhr: Sozialdienstleister vorgesehen +++

"Wie sieht die Tagesbeschäftigung für die Asylbewerber aus und wie werden die Menschen aufgeklärt?", möchte eine Dame wissen. Der Leiter der zentralen Ausländerbehörde in Brandenburg sieht einen Sozialdienstleister vor. Auch Kinder- und Freizeitbetreuung soll es für die Flüchtlinge geben, so Nürnberger.

+++ 19:32 Uhr: Helfen wo es geht/ nötig ist +++

Er ist ein großer Redner, der Mann, der über Asylsuchende spricht, zwischendurch auf Abschiebungen kommt und am Ende ganz simpel fragt: Wen haben wir zu erwarten? Und ebenso einfach scheint die Antwort; Menschen, die unsere Hilfe benötigen. "Lassen Sie uns zusammen rücken und denen helfen, die unsere Hilfe brauchen", so Brandenburgs Innenminister. Gleichzeitig sollen aber auch die zurück geschickt werden, die keinen Asylgrund geltend machen können.

+++ 19:28 Uhr: Last auf viele Schultern verteilen +++

Was die Anlaufstelle in Wünsdorf angeht, so heißt es, möchte der Bund die Last auf viele Schultern verteilen. Es könnte sein, dass die Erstaufnahmestelle bald nicht mehr benötigt wird. Dann wird es Verhandlungen geben, die Investitionen in das Objekt seien nicht umsonst. Es könnten Wohnungen daraus entstehen. Die Nachnutzungsmöglichkeiten seien vielfältig.

+++ 19:26 Uhr: Komplizierter als man denkt+++

Sicherlich haben die Menschen das Recht, dass Probleme dauerhaft gelöst werden. Sie müssen dort angegangen werden, wo sie entstehen. Doch das sei komplizierter, als man meint, heißt es vom Podium aus. Es gibt Bürgerkriege, Mordbanden, Krisen, die nicht so schnell behoben werden können.

+++ 19:21 Uhr: Wieder die Frage nach der Sicherheit+++

Anwohner-Frage: 1200 Bürger mehr - doch sind die Kapazitäten überhaupt da? Schon jetzt warte man ewig auf die Polizei, wenn ein Notruf eingeht. Welche Maßnahmen gibt es, will ein Anwohner wissen. Dann fragt er: "was unternimmt die Politik, um in den Ländern Ordnung zu schaffen, damit die nicht hier her kommen?

+++ 19:20 Uhr +++

Die Halle ist jetzt übrigens doch noch ganz gut gefüllt. Aber nicht alle Eingeladenen sind der Einladung gefolgt.

Hier sollen die Flüchtlinge untergebracht werden.

Quelle: MAZonline

+++ 19:15 Uhr: Ohne Punkt und Komma +++

Man solle sich nicht wundern, wenn Asylheime brennen, solange die nicht abgeschoben werden, die kein Recht auf ein Platz haben und die Plätze blockieren, sagt ein junger Mann.

Kurios - und unverständlich: es gibt Applaus. Lauten Applaus sogar. Vielleicht liegt es daran, dass er ohne Punkt und Komma redet und dich hineinsteigert. Die Antwort hingegen ist sachlich. Professionell und sorgfältig werde abgewogen, wer ausgewiesen wird. Nur wenn es von der Ausländerbehörde keine Hemmnisse gibt, werden Menschen auch ausgewiesen.

+++ 19:11 Uhr: Einfache Antwort +++

Tja, warum durften nicht alle kommen? Die Antwort ist simpel: Die Turnhalle habe gar nicht die Kapazitäten. Man habe einfach nur 500 Sitzplätze. Viele seien aber gar nicht gekommen. Dadurch konnten auch andere Interessierte in die Halle und musste nicht draußen bleiben, heißt es.

+++ 19:10 Uhr: Kritik an der Informationspolitik +++

Die Mitarbeiterin des Kampfmitteldienstes hat nun das Wort. Sie berichtet, dass sie bald aus ihrem Verwaltungsgebäude ausziehen muss - um Platz für Flüchtlinge zu schaffen. Aber vor allem kritisert sie eines kräftig: die Informationspolitik sei schelcht gewesen. Erst aus der Zeitung habe sie davon erfahren.

Und sie hat nochmehr auszusetzen: Warum durfte nicht ganz Wünsdorf kommen? Von der Veränderung sei auch ganz Wünsdorf betroffen, nicht nur wenige Straßen rund um die Aufnahmestelle. Der Saal belohnt ihr Statement mit einem lauten Klatschen.

+++ 19:01 Uhr: Hilfsangebote +++

"Ich möchte ehrenamtlich helfen", sagt eine Anwohnerin. Und das nicht erst, wenn die Flüchtlinge schon fünf Wochen in Wünsdorf sind. Gibt es überhaupt Angebote? Sie könne sich im Rathaus melden, heißt es. Allerdings müsse die Hilfe mit dem Betreiber abgestimmt werden. Schon bald wird es einen Hilfeaufruf geben.

+++ 18:58 Uhr: Ängste sind nicht angebracht +++

Der Applaus ebbt ab: Schöter macht klar: Flüchtlinge seien Menschen, die ihr Land verlassen mussten. Zumeist sind sie nicht freiwillig hier. "Man muss vor diesen Menschen keine Angst haben!", bringt es der Innenminister auf den Punkt.

+++ 18:56 Uhr: Noch mehr diffuse Ängste +++

Verunsichert ist eine Wünsdorferin. Sie fürchtet um den Weg zum Bus oder abends allein durch die Stadt zu ziehen. Sie glaubt an Körperverletzung und andere Delikte. Sie sagt sogar: "Die können sich verstecken, aber bekommen wir Jalousien?" Einige Bürger zeigen Unverständnis. Das Gesicht entgleist ihnen, es gibt ein Kopfschütteln.

Dann kommt die Antwort von Schröter: "Die Menschen, die hier herkommen, sind keine Verbrecher." Er muss unterbrechen, denn es hagelt Applaus.

+++ 18:51 Uhr: Diffuse Ängste +++

Es gehen Ängste um unter einigen Anwohnern. Die Sicherheitsfrage ist präsent: "Was ist mit unserer Sicherheit?", fragt eine Frau. Diese Angst ist unbegründet, so Innenminister Schröter. Es gebe viele Gemeinschaftsunterkünfte und keine Anzeichen, die diese Befürchtungen unterstützen.

+++ 18:46 Uhr: Fragen zur Sicherheit +++

Eine Anwohnerin möchte Auskünfte zum Sicherheitskonzept. In Eisenhüttenstadt habe man bereits Erfahrungen. Dort gibt es vergleichsweise wenig Zwischenfälle heißt es vom Podium. Natürlich aber seien nicht alle Asylbewerber Engel. Die Antwort reicht den Anwesenden aber nicht.

+++ 18:42 Uhr: Fragerunde eröffnet +++

Eine Bürgerin stellt eine offene Frage. Sie hat gehört, dass 3000 Flüchtlinge in die Erstaufnahme kommen sollen. Doch Schröter versichert: es gebe keine Dunkelziffer. Es bleibe bei 1200 Asylsuchenden.

+++ 18:39 Uhr: Der Innenminister lädt ein +++

Abschließend lädt Brandenburgs Innenminister zu einem Tag der offenen Tür ein. Der Termin stehe allerdings noch nicht fest, heißt es.

+++ 18:37 Uhr: Sicherheit wird gewährleistet +++

Ein Sicherheitskonzept sei schon ausgearbeitet, um Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten.

+++ 18:36 Uhr: Zeit zur Orientierung +++

Innerhalb der ersten Monate haben die Asylsuchenden Zeit, um sich orientieren zu können und die ersten Erfahrungen mit der Sprache zu machen.

Die Kinder der Asylsuchenden haben in den ersten drei Monaten keine Schulpflicht.

Nach Angaben von Innenminister Karl-Heinz Schröter sollen Räume zur Begegnung zur Verfügung gestellt werden.

+++ 18:32 Uhr: Schon bald sollen 500 Flüchtlinge kommen  +++

Knapp 500 Menschen sollen ab Januar dort einziehen, doch die Kapazität soll auf 1200 aufgestockt werden, sagt Innenminister Karl-Heinz Schröter.

+++ 18:30 Uhr: Informationen zur Aufenthaltsdauer +++

Knapp sechs Wochen sollen die Flüchtlinge künftig in der Erstaufnahmestelle verbleiben, nicht länger aber als drei Monate.

+++ 18:28 Uhr: Wir tickern weiter/ wieder und Schröter grüßt +++

Innenminister Karl-Heinz Schröter, heißt alle Gäste Willkommen. Zunächst gibt er einige allgemeine Informationen zur Flüchtlingsaufnahme in Deutschland, bevor er zu Wünsdorf-Waldstadt kommt.

+++ 18:15 Uhr: Probleme mit der Verbindung +++

Tja, irgendwie ist das hier nicht so einfach. Die Internet-Verbindung hier ist, sagen wir: ein Ding zwischen Schnecke und Stillstand. Aber wir schaukeln das Ding schon!

+++ 18:08 Uhr: Los geht's +++

Die Halle ist eher mäßig besetzt.

Quelle: MAZonline

+++ 18:06 Uhr: Angst vor Neonazis +++

Ingo Decker, Pressesprecher des Innenministeriums, erklärt das Polizeiaufgebot damit, dass es nicht ausgeschlossen sei, dass Rechtsextreme die Veranstaltung stürmen.

Außerdem macht er nochmal klar, dass nicht alle Anwohner eine Einladung erhalten haben, sondern nur die, die unmittelbar betroffen sind.

+++ 18:04 Uhr: Vor das Halle ist mehr los +++

Entspannte Atmosphäre vor der Paul-Schumann-Sporthalle. Dort stehen noch einige Menschen.

Quelle: MAZonline

+++ 18:03 Uhr: Noch ist Platz +++

Die große Turnhalle füllt sich nur langsam. Am Eingang kann nur der passieren, der mit Einladung und Personalausweis gekommen ist. Knapp 500 Haushalte haben eine Einladung bekommen.

Quelle: MAZonline

+++ 18:00 Uhr: Man geht auf Nummer sicher +++

Das Polizeiaufgebot ist vor Ort etwas größer als noch vor dem Bürgerhaus, aber nicht riesig. Einige Beamte sind in zivil vor Ort.

+++ 17:59 Uhr +++

Eine Sprechstunde Ende April zum Flüchtlingsthema war übrigens gefloppt. Nur weinige kamen - und die hatten auch noch Fragen zu anderen Themen.

+++ 17:45 Uhr: Parkplatzprobleme +++

Parkplätze direkt an der Turnhalle sind knapp. Ein Ordner weist ein. Weiter entfernt gibt es aber noch Parkmöglichkeiten.

Quelle: MAZonline

+++ 17:40 Uhr: Noch wenige Minuten +++

In zwanzig Minuten findet die eigentliche Infoveranstaltung für Anwohner in der Paul-Schumann-Sporthalle statt.

+++ 17:30 Uhr: "Ein Tag wie das Wetter" +++

Die Polizei ist mit einem Wagen vor Ort. Alles im Griff? Bedenken? "Dieser Tag ist wie das Wetter", sagen die Beamten. Man wisse nicht, was passiert. "Wir hoffen aber, dass es ruhig bleibt, das wäre wünschenswert für diese Situation", sagt ein Polizist. Bisher beobachten sie das Bürgerhaus aus der Ferne.

Quelle: MAZonline

+++ 17:15 Uhr: Ruhe vor dem Bürgerhaus +++

Hier im Bürgerhaus hat die Info-Veranstaltung für Politiker stattgefunden.

Quelle: MAZonline

+++ 17:05 Uhr: Überrascht, aber nicht dagegen - im Gegenteil +++

Patrik Kühne (24) aus Wünsdorf: "Zunächst war ich erstaunt über die Nachricht, dass in Waldstadt eine Erstaufnahmenstelle für Flüchtlinge eingerichtet werden soll.

Im Freundeskreis gab es natürlich Anlass zu Gesprächen. Uns war schnell klar, dass wir kein Problem damit haben, so wie viele andere. Wir finden es vielmehr gut, dass Flüchtlinge aufgenommen werden können.

Ich als junger Vater möchte mir nicht vorstellen, wie es ist, mit einer politischen Flucht konfrontiert zu werden. Man sollte den Menschen helfen. Doch langfristig ist die Politik gefordert, weil viele Regionen aus denen Flüchtlinge kommen, durch die Länder, die nun gefordert sind die Menschen aufzunehmen, erst destabilisiert worden sind. "

Quelle: MAZonline

+++ Alte Kasernen als Flüchtlingsunterkunft? Diese hier jedenfalls nicht... +++

Unmittelbar am Bürgerhaus befinden sich die alten Kasernenhäuser. Entgegen aller Gerüchte - und unserer ersten Meldung - werden die Gebäude nicht als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Hier entstehen Wohnhäuser.

Quelle: MAZonline

+++ Auf dem Podium +++

Neben Innenminister Karl-Heinz Schröter und dem Leiter der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung des Landes, Frank Nürnberger, werden Zossens Bürgermeisterin Michaele Schreiber, Vertreter des Landkreises, der Polizei und des Brandschutzes teilnehmen und Rede und Antwort stehen.

+++ Einlass nur mit Personalausweis +++

Wie das Innenministerium mitteilte, ist der Infoabend am Donnerstag ausschließlich eine Veranstaltung für Anwohner und betroffene Vereine und Verbände. Wer also Zutritt haben will, muss sich ausweisen. Die Polizei wird vor Ort sein, um die Veranstaltung abzusichern.

+++ Was bisher bekannt ist +++

Am Freitag, 5. Juni, hatte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) und Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) darüber informiert, dass Brandenburg im Zossener Ortsteil Wünsdorf eine weitere Erstaufnahmestelle im Land Brandenburg bauen wird. Die andere Stelle befindet sich in Eisenhüttenstadt.

  • Kosten: 35 Millionen Euro
  • Genauer Ort: das bisherige Landesbehördenzentrum B auf dem ehemaligen Militärgelände Waldstadt-Wünsdorf
  • Baubeginn: Juli 2015 in 3 Bauabschnitten
  • Einzug: Anfang 2016 rund 500 Asylbewerber, November 2016 weitere 420 Asylbewerber, März 2017 weitere 280 Asylbewerber
  • maximale Kapazität: 1200 Plätze

Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow (parteilos) kritisierte mit Bezug auf das Dreiergespräch Schröter - Wehlan - Schreiber Anfang Juni, dass man es versäumt habe, den Ortsbeirat von Beginn an mit ins Boot zu holen. „Wir sind am Ende diejenigen, die alles ausbaden müssen, wenn es Probleme gibt“, sagte der damals.

Ortsvorsteher Rolf Freiherr von Lützow (parteilos).

Quelle: Klaus Schlage

„Manche Leute haben Angst vor den Menschen, die in dieser Einrichtung aufgenommen werden“, sagte die Wünsdorfer Pfarrerin Anne Hensel . Diese Ängste müsse man ihnen nehmen. Viele wüssten nicht, dass sich Asylsuchende in einer Erstaufnahmestelle längstens drei Monate aufhalten, bevor sie auf Kreise und kreisfreie Städte verteilt werden. Im Gemeindekirchenrat habe man sich darauf verständigt, den Asylbewerbern zu zeigen, dass sie in Deutschland angekommen und willkommen sind, „und dass wir hoffen, dass es für sie eine glückliche Lösung gibt.“

Brandenburg soll in diesem Jahr rund 12.000 Asylbewerber aufnehmen. Im Vorjahr waren es 6315.

+++ Brandanschlag am Samstag, 15. Mai +++

Die Polizei sicherte den Tatort.

Quelle: Christian Zielke

Erst Mitte Mai war auf das geplante Flüchtlingsheim in Zossen ein Brandanschlag verübt worden. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest. Die 23 und 32 Jahre alten Männer stammen aus dem Landkreis Teltow-Fläming und gehören laut Polizei der rechtsextremen Szene an. In dem Wagen des Jüngeren fanden die Ermittler verbotene polnische Feuerwerkskörper, Streichhölzer und Brandbeschleuniger sowie Plakate mit fremdenfeindlichen Sprüchen. mehr >

Nach dem Brandanschlag haben Zossens Stadtverordnete nach einer emotionsgeladenen Debatte eine Erklärung abgegeben, die unter anderem den Brandanschlag verurteilt. mehr >

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Nur rund 400 Gäste kommen zum Infoabend im Zossener Ortsteil
DIe Paul-Schumann-Halle war mit den 400 Teilnehmern nur zu etwa drei Vierteln gefüllt.

Noch bevor im Zossener Ortsteil Wünsdorf die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber errichtet ist, sorgt sie unter Anwohner für Zündstoff. Trotz erbitterter Debatte: Von 1200 eingeladenen Anwohnern kamen nur 400 zu einer Info-Veranstaltung am Donnerstag. Viele sind wenig begeistert von den neuen Nachbarn. Sie erlebten aber einen Innenminister, der Vorbehalte kühl konterte.

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