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Teltow-Fläming Wünsdorf feiert Strandbadfest
Lokales Teltow-Fläming Wünsdorf feiert Strandbadfest
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06:00 15.08.2016
Chefpirat Frank Wischgoll machte zwei Wünsdorfer um eine Gurke kürzer. Quelle: Krischan Orth
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Wünsdorf

Chefpirat Frank Wischgoll sah schon ohne Schwert gefährlich aus. Umso tiefere Eindrücke hinterließ er aber, als er mit seiner selbst geschmiedeten Klinge eine Banane anvisierte, die er zuvor auf dem Hals seiner Sybille platziert hatte. Die Schau war ein Höhepunkt des Strandbadfestes, das am Sonnabend in Wünsdorf gefeiert wurde.

Frank Wischgoll gehörte zur Gruppe Al-Madina, die die Gäste mit einem Piratenspektakel unterhielt. Die Banane durchtrennte er sicher, anschließend holte er sich noch zwei Wünsdorfer auf die Bühne. „Ihr wollt doch was mit Blut sehen“, rief er in die Runde. Er ließ sich die Augen verbinden, setzte an – und machte die beiden Zuschauer um eine Gurke kürzer, die sie auf dem Kopf und im Mund bereitgehalten hatten. Danach wurden sie für ihren Mut belohnt und zu Piraten geschlagen. Es gab „einen Gutschein für einmal zu Hause im Stehen pinkeln“, ganz nach alter Piratensitte.

Neben der Piratenshow trat auch noch der brandenburgische Shanty-Chor der Wasserschutzpolizei auf. Der gehört zu nur vier Wasserschutzpolizei-Chören, die in Deutschland aktiv sind, und besteht aus pensionierten Polizisten und musikalischen Quereinsteigern. Sie schmetterten neben Seemannsliedern auch den Klassiker „Märkische Heimat“ über den Wünsdorfer See. Zu den Mitgliedern gehören auch sechs Frauen, was eine Seltenheit in einem Shanty-Chor ist, wie Beate Lorbeer sagt. Sie selbst singt seit 1995 mit und hat in dem Chor nicht nur ihre musikalische Heimat gefunden. Mit Chorleiter Peter Lorbeer ist sie auch – um in der Shanty-Sprache zu bleiben – in den Hafen der Ehe gesegelt.

Etwas abseits beobachtete Rosenkönigin Vivian I. das Geschehen. Sie „schwebte“ durch die Reihen der Bierbänke und gesellte sich unter das Volk.

Während Chor und Klamauk die Bühne im Strandbad bestimmten, lud die Feuerwehr zum Kennenlernen ein. Sie ist die größte Wehr im Landkreis und hat 115 Mitglieder, sagt Ortswehrführer Silvio von Lützow. Nachwuchsprobleme hat die Feuerwehr nicht. 30 Kinder- und Jugendliche bestreiten ihren Dienst in der Jugendfeuerwehr. Gute Seele der Wünsdorfer Wehr ist Brigitte Langner. Seit 50 Jahren ist die 77-Jährige Feuerwehrfrau. Früher ist sie selbst noch mit rausgefahren. Heute bekocht sie die Kameraden nach dem Einsatz. Auch wenn sie nicht mehr ganz so vertraut ist mit der neuesten Technik, so weiß sie dem jungen Nachwuchs stets einen Rat zu geben.

Zufrieden mit dem Fest zeigte sich auch Ortsvorsteher Rolf von Lützow. Etwas enttäuscht ist er allerdings von der Besucherzahl. Für einen so stark gewachsenen Ort wünsche er sich mehr Publikum, sagte von Lützow. Immerhin hat Wünsdorf 7500 Einwohner – und der Eintritt zum Fest war zudem frei.

„Es gibt bei uns zu wenig Vereine“, sagt von Lützow. „Sie würden das Gemeindeleben bereichern.“ Er möchte deshalb für die Organisation des nächsten Strandfestes eine Interessengemeinschaft finden, die verantwortlich für das Fest zeichnet. Der Zusammenhalt im Ort müsste gestärkt werden, findet der Ortsvorsteher. Zudem fehle es angesichts der weit gestreuten Ortschaft an Identifikation.

Als die Sonne im See versunken war, schossen zum Abschluss des Tages Raketen in den dunklen Nachthimmel.

Von Krischan Orth

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