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Teltow-Fläming Stadt fürchtet Stromschläge maroder Laternen
Lokales Teltow-Fläming Stadt fürchtet Stromschläge maroder Laternen
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00:43 21.08.2014
Diese Anwohner fordern eine Notbeleuchtung für die Hildegardstraße bis die dunkle Jahreszeit anbricht. Quelle: Pechhold
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Wünsdorf

Völlig im Dunkeln tappen die Anwohner von vier Wünsdorfer Straßen nachts. Vor mehr als drei Wochen ließ die Stadt den Strom für rund 50 Laternen in der Bergstraße, Luisenstraße, Hildegardstraße und Agnesstraße abschalten. Mit kurzen Briefen hatte Bürgermeisterin Michaela Schreiber (PlanB) diese drastische Maßnahme angekündigt. Seitdem warten die betroffenen Bürger vergeblich auf weitere Informationen aus dem Rathaus. Deshalb machten rund 30 Anwohner der Hildegardstraße gestern ihrem Unmut bei einem Vor-Ort-Termin Luft.

Vor Gerhard Buhls Haus ragen seit über 15 Jahren vermutlich für die Straßenbeleuchtung verlegte Stromkabel aus der Erde. Quelle: Pechhold

Laternen gefährden die Gesundheit der Bürger

„Wir wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt“, kritisiert Heinz Kuschinsky das Informationsschreiben der Bürgermeisterin. Darin steht, dass die Laternen „eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit sowie das Leben und die Gesundheit der Bürger“ darstellen. Die von der Stadt mit der Wartung beauftragte Elektrofirma habe jede weitere Verantwortung für die alten Freileitungen abgelehnt, so Stadt-Pressesprecher Fred Hasselmann gestern. Einige Masten seien durchgefault, diverse Leitungen lägen blank. Deshalb habe die Gefahr bestanden, dass jemand einen Stromschlag erleidet. Also ließ die Stadt den Strom zum 25. Juli abschalten. So wie in dem Brief der Bürgermeisterin angekündigt. Weiter heißt es in dem Brief, dass man in Absprache mit dem Ortsbeirat Wünsdorf kurzfristig den Neubau der Straßenbeleuchtung in Angriff nehmen wolle. Für diese Neubaumaßnahme liege der Anliegerbeitrag bei 70 Prozent. Genauere Zahlen würden auf einer Anliegerversammlung mitgeteilt.

Anwohner fordern eine alternative Zwischenlösung

„So eine Versammlung hätte es geben müssen, bevor man die Laternen abschaltet“, meint Norman Thäle. Gleichzeitig hätte man Vorschläge für eine Alternative auf den Tisch packen müssen.“ Thäle rechnet frühestens in zwei Jahren mit einer neuen Straßenbeleuchtung. Deshalb müsse dringend eine Zwischenlösung her. „Es geht nicht, dass Kinder in der dunklen Jahreszeit frühmorgens auf einer finsteren Straße zum Schulbus unterwegs sind“, sagt der Vater eines schulpflichtigen Sohnes.

„Wenn es draußen duster ist, dann braucht bloß mal ein Auto angerast zu kommen und schon kommt ein Kind unter die Räder“, befürchtet die siebenfache Mutter Manuela Bergemann. „Richtige Gehwege haben wir hier ja auch nicht“, sagt Heidi Wolfgram. Also seien Mütter mit Kinderwagen gezwungen, auf der Straße zu laufen, „obwohl es stockfinster ist“. Und Gertrud Buhl fordert: „Unsere Straßen müssen irgendwie beleuchtet werden.“ Auf eine Übergangslösung dringt auch Ortsvorsteher Rolf von Lützow (parteilos) in einem Brief an Bürgermeisterin Schreiber. In jüngster Zeit hätten sich bei ihm Anfragen besorgter Bürger gehäuft. Vor allem im Sinne der Kinder sollte man schnellstmöglich Abhilfe durch eine Hilfsbeleuchtung schaffen. Hintergrund ist, dass niemand weiß, wann neue Laternen aufgestellt werden. Das bestätigte Stadtsprecher Hasselmann. Eine neue Beleuchtung für Berg-, Luisen-, Hildegard- und Agnesstraße stehe nicht auf der von den Zossener Stadtverordneten beschlossenen Prioritätenliste. Deshalb werde Bürgermeisterin Schreiber den Stadtverordneten in der ersten Sitzung nach der Sommerpause vorschlagen, die Prioritätenliste entsprechend zu ändern.

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Von Frank Pechhold

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