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Teltow-Fläming Wünsdorfer „Beamten-Shuttle“ wird eingestellt
Lokales Teltow-Fläming Wünsdorfer „Beamten-Shuttle“ wird eingestellt
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20:29 20.05.2016
Noch können Fahrgäste mit dem Bus der Linie 618, der auch in Ludwigsfelde hält, bequem in die Landeshauptstadt fahren. Quelle: Josefine Sack
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Zossen/Ludwigsfelde

Das Land Brandenburg plant die Einstellung der Buslinie 618 von Wünsdorf nach Potsdam. Bei der Linie handelt es sich um die einzige Direktverbindung von Zossen in die Landeshauptstadt.

Betreibervertrag endet 2017

Wie Steffen Streu, Sprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung, auf MAZ-Anfrage mitteilte, besteht aus Sicht des Landes „keine Grundlage mehr, um eine Weiterfinanzierung zu rechtfertigen“. Der Betrieb der Buslinie war für den Zeitraum vom 14. Dezember 2015 bis zum 8. Dezember 2017 im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vergeben worden. Derzeitiger Betreiber ist der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB).

Hintergrund

Die Buslinie 618 ist die einzige Direktverbindung zwischen Zossen und Wünsdorf nach Potsdam.

Anders als in Ludwigsfelde gibt es von Zossen aus auch keine Bahndirektverbindung in die Landeshauptstadt. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmittelns nach Potsdam läuft entweder über Berlin oder Ludwigsfelde. Den Umweg über Berlin empfinden viele Zossener jedoch als umständlich und zeitaufwendig.

Der Bus der Linie 618 fährt von Montag bis Freitag nahezu stündlich vom Bahnhof Wünsdorf-Waldstadt über Zossen, Ludwigsfelde, Potsdam-Babelsberg zum Potsdamer Hauptbahnhof.

In der Region ist der 618er-Bus auch als „Beamten-Shuttle“ bekannt, weil die Linie ursprünglich zur Anbindung an das Verwaltungszentrum aufgenommen wurde. In den ehemaligen Kasernen in Wünsdorf wurden 1994 nach dem Abzug der sowjetischen Truppen zahlreiche Behörden angesiedelt, darunter das zum Jahresbeginn aufgelöste Brandenburger Landesamt zur Regelung offener Vermögensfragen und das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege sowie das Archäologische Landesmuseum.

Immer weniger Beamten fahren mit dem Bus nach Wünsdorf

Offenbar nutzen mittlerweile aber immer weniger Beamte aus Potsdam den Bus, um nach Wünsdorf zu fahren. Das Land sieht daher keinen Grund mehr, die bislang landesbedeutsame Linie weiter aufrechtzuerhalten. Aktuell kostet der Betrieb des 618er-Busses Brandenburg jährlich rund 550 000 Euro. An die 900 Fahrgäste täglich nutzten den Bus 2015, im ersten Quartal dieses Jahres zählte der VBB zwischen 600 und 700 Passagiere am Tag.

Zossens Bürgermeisterin für Erhalt der Linie

In Zossen will man die Einstellung des Beamten-Shuttles nicht hinnehmen: Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) informierte zuletzt die Stadtverordneten darüber, dass sich ihre Verwaltung bereits an den Landkreis Teltow-Fläming gewandt hat – mit der Bitte, sich im Rahmen des Nahverkehrsbeirates für den Erhalt der Linie einzusetzen. „Sollte der Erhalt der gesamten Buslinie nicht möglich sein“, sagte Schreiber, „hat die Stadt beim Landkreis beantragt, zu prüfen, ob dann eine Aufrechterhaltung des Busses zwischen Wünsdorf und Ludwigsfelde über den Landkreis selbst möglich ist.“ Viele Zossener nutzen den Bus auch, um schnell nach Ludwigsfelde zum Krankenhaus zu gelangen.

Landkreis Teltow-Fläming prüft Alternativen

Auch der stellvertretende Bürgermeister und Chef der Wirtschaftsförderung Ludwigsfelde, Wilfried Thielicke, hat sich für den Erhalt der Linie ausgesprochen: Als „Nahtstelle zum Nachbarlandkreis Potsdam-Mittelmark“ komme es auf jede Verbindung in Richtung Potsdam an. Derzeit sucht der Landkreis nach Alternativen, wie die Linie nach 2017 weiterbetrieben werden kann.

Von Josefine Sack

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